Pen & Paper - Spielsysteme > Weitere Pen & Paper Systeme

[OmniSystem] Hellas - Greeks in Space

<< < (9/10) > >>

Imago:

--- Zitat ---nachdem ich ca. die Hälfte gelesen habe biegt sich mein Cover langsam nach aussen
--- Ende Zitat ---

Das ist ja normalerweise ein handwerklicher Fehler (Laufrichtung nicht beachtet).
Sollte das nicht reklamierbar sein? (als US Import, wenns einer sein sollte, wird sowas zugegebenermaßen schwierig :/ )

Jed Clayton:
Hallo.

Ich hoffe, dass ich in diesem Thread richtig bin. Ich habe meine erste Runde mit dem Hellas-System noch gut vom Tanelorn-Wintertreffen Febr. 2010 in Erinnerung.

Hier ist meine News:
In Episode 43 des Podcasts Zero Fortitude gibt es ein Interview mit Jerry D. Grayson von Hellas. Bestimmt eine gute akustische Einführung in dieses Spiel.

Holothuroid:
Nachdem das Spiel jetzt von einigen Nutzern hier, deren Meinung ich sehr schätze, heiß gelobt wird, hab ichs mir einmal zu Gemüte geführt. Es ist das erste Spiel, das mir unterkommt und im Text Fragen aus den Power19 zitiert. Das war schon ein wenig ulkig.

Weniger angetan war ich, nachdem ich mich durch das ewig lange Kapitel Historie geplagt hatte. Kam mir ein bisschen so vor, wie das Vorwort beim Herren der Ringe: Mehr als nutzlos. Pure Zeitverschwendung. Die Charaktere können nicht einmal wissen, was da drin steht. Und keine Bilder dabei. Da wird über irgendwelche Alienrassen gequatscht völlig ohne Kontext.

Dann kommen Planetenbeschreibungen, dann etwas zur griechischen Kultur und die Jedis Delphische Legion wird vorgestellt. Dann endlich Charaktererschaffung und hier auch Bilder von den Rassen. Ich muss gestehen, ich bin zu gebildet. Als ich in jener quälenden Vorgeschichte etwas von "Nepheles" las, musste ich sofort an Zentauren denken. Zentauren heißen aber - wie lustig - "Zintars" und die Nephele sind Engel. Was die mit griechischer Mythologie zu tun haben, ist mir unklar. Dafür gibts keine Satyre.

Dann kommen Regeln für Drowning and Falling, wobei der erwählte Schutzgott cool Powers bei steigendem Ruhm bringt und man Gummipunkte für Opfergaben bekommen kann. Die Götter verfluchen und im Namen der Götter schwören geht auch und liest sich soweit ganz nett. Nebenbei heißen die griechischen Götter nicht so, wie man meint, sondern haben ihre Namen aus mir völlig unerfindlichen Gründen merkwürdig abgewandelt. Und Hermes hatte ne Geschlechtsumwandlung.

Dann endlich am Ende eines eher unterdurchschnittlichen SL-Kapitels (wir sind auf Seite 245 von 339) kommen Regeln für die Dinge, die in den Power19 Auszügen so vollmundig angekündigt wurden: Wie man eine Reihe/Dynastie von Helden bekommt. Das geht so: Der Held stirbt, wenn er 10x auf Schicksalspunkte zurückgegriffen hat. Danach wird ein neuer Held erschaffen, der 20% des Ruhms des Vorgängers erbt.

Dann kommen Regeln, wie man die politische Situation in Städten/Planeten/Sektoren ändern kann, nämlich indem man spezielle Punkte ausgibt. Dann gibt es noch Regeln für die Zeit zwischen den großen Abenteuern. Die bestehen aus einem Wurf für den Helden, bei dem er auch - und das im Kontext des Spiels gut und sinnvoll - dem Tod näher kommen und sterben kann, weiterhin gibt es ein Zufallsereignis.

Der Rest ist noch ein Monsterkapitel, wo man auch endlich mal die Gegnerrassen sehen kann, mit denen man im völlig unnötigen ersten Kapitel genervt wurde.

Bonuspunkte für akuten Makla-Alarm: Hero Points, Experience Points, Destiny Points, Fate Points, Metousia Points.


Fazit: Das Spiel mag ganz nett sein. Die Aufteilung und Darstellung ist grottig.

Oberkampf:
Thread-Nekromantie:

Ich habe dieses unterhaltsame Setting jetzt schon mehrfach mit gierigem Blick angestarrt und mich schließlich doch zum Kauf entschieden, unter anderem weil mir einfach was Space Opera mäßiges fehlt.

Bevor ich damit aber ernsthaft anfange, würde mich mal interessieren, wie es sich so spielt?

Einige Ideen klingen ja ganz ansprechend (Destiny, Ambitions, Hero- & Fate-Points), aber das Kampfsystem (ein für mich sehr wichtiger Bestandteil jedes Rollenspiels) überzeugte mich beim ersten Überfliegen der PDF nicht wirklich:

- Keine Bewegungsregeln, nicht mal eine abstrakte Lösung für Fragen der Positionierung wie bei TOR oder FATE/DF.

- Ein Schadenssystem, das in keinem Verhältnis zu den möglichen Rüstungswerten steht, was nach quälend langsamen Kämpfen klingt.

Hat jemand das System auf Herz und Nieren getestet und kann mir ein Feedback geben? Wie sind so die Kaufabenteuer von der Qualität her?

Boni:
Ich spiele leite es seit längerem begeistert.  ;)

Bewegungsregeln: Der Fokus liegt nicht auf taktischen, sondern auf heroischem Spiel. Dazu reicht mir in der Regel eine grobe Angabe zur Bewegungsweite.

Schadenssystem: Vergiss den normalen Waffenschaden. Der kann dich ans Ziel bringen, aber kritische Treffer sind wichtiger, weil sie eben das angesagte Ziel des Angreifers erfüllen (töten, bewusstlos schlagen, etc.). Ein guter Kämpfer wird nach der Erschaffung mit einem Wert von +10 bis +15 mit seiner Hauptwaffe anfangen, während die Defensivwerte meistens niedriger liegen. Und da jedes modifizierte Ergebnis von 20+ ein kritischer Treffer ist, sind die auch nicht so unwahrscheinlich.

Gewöhnliche Gegner besiegt ein Hoplit normalerweise mit einem, maximal zwei Schlägen. Gegnerische Helden brauchen dagegen länger, was dann die epischen Kämpfe aus den griechischen Sagen simuliert. Dafür sind dann Hero Points wichtig, mit denen man ja auch den Schaden anheben kann.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln