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Würfelwahrscheinlichkeiten bei Unterwürfelproben
Kinshasa Beatboy:
@ Settembrini:
Yeah! Man generiert bei DSA keine Normalverteilungen. Das stimmt und ich habe nie was Gegenteiliges behauptet. Kleiner Tip für die Zukunft: Bevor Du das nächste Mal unflätig wirst, schau Dir erst mal in Ruhe die Fakten an. Anderenfalls werden Aussagen über mentale Zustände schnell zum Bumerang ;)
Merlin Emrys:
In der neuesten Auflege werden nun auch ganz offiziell an diversen Stellen die übrigbehaltenen Talentpunkte für die Bestimmung der Probenqualität herangezogen. Früher war das schon so bei: Feilschen, Überreden/Überzeugen, Wildnisleben, Sinnesschärfe, Menschenkenntnis, Prophezeien, handwerklichen Leistungen verschiedenster Art, ...
Regeln wie "Wenn kein Talentpunkt zum Ausgleich der Würfel benötigt wurde, werden die Differenzen zwischen Wurf und Vergleichswert den Talentpunkten noch hinzugefügt" waren mW nie offiziell, aber trotzdem in der Praxis zu beobachten. Also: Bei der ganz überwiegenden Menge der Würfe (man kann die Trefferwürfe, die nicht "mißlingen" konnten, im Grunde ja auch dazunehmen und damit den Kampfbereich) wurde die Qualität des Wurfes zur Bestimmung der Effekte herangezogen. Und, soweit ich es beobachten konnte, ohnehin auch bei den anderen Proben: "gerade so geschafft" war da immer etwas anderes als "mit links hingekriegt".
Nebenbei: Wie würde eigentlich ein Mathematiker formulieren: "Bei einem Wurf mit 3 sechsseitigen Würfeln kann ich davon ausgehen, daß die meisten Würfe Ergebnisse bringen, die nicht sehr weit vom Mittelwert abweichen, während bei 3 W20 auch die vom Mittelwert zahlenmäßig weit entfernten Ergebnisse wahrscheinlich mit gleicher Häufigkeit auftreten."?
Dr.Boomslang:
Das Problem bei DSA war (und ist) doch wohl eher immer dass eine einfache W20-Probe eben keine realistischen (oder auch nur brauchbaren) qualitativen Aussagen zulässt, weil jede Qualität gleich wahrscheinlich wäre, es sei denn man würde Würfelergebnisse zusammenfassen.
Das hat dann über die Jahre dazu geführt dass Leute sich dafür an Normalverteilungen halten, was ja auch richtig ist. Mit Varianz muss das natürlich erstmal nicht direkt zu tun haben.
Dann kommt noch Würfelpsychologie hinzu, z.B. die erwähnte Neigung bei Unterwürfelsystemen unmodifizierte Proben als Standard anzunehmen, was dann meist in der binären Interpretation des Wurfes resultiert.
Letztlich sollte die W-Verteilung immer mit Absicht so sein und dazu muss man sie natürlich kennen und irgendwie verstehen. Das war bei der DSA-Talentprobe wahrscheinlich nicht der Fall.
Funktionalist:
@Dr. Boomslang
Bei W20-unterwürfel-systemen ist nicht jede Quali gleich wahrs. zum Bsp. kann man mit einem Wert von 10 keine 11er Quali erreichen...das hat also Wahrs. 0, während min. Quali1 eine W-keit von 45% hat...
wollte das nur kurz berichtigen.
Im übrigen meine ich, dass 3w6 eben aufgrund der Häufung der Werte sehr schnell zusammenbricht und man "es geschafft hat", wenn man nen 14 er Wert hat...
(es leben Pool-Systeme!)
Dr.Boomslang:
--- Zitat von: Destruktive_Kritik am 26.05.2008 | 14:49 ---Bei W20-unterwürfel-systemen ist nicht jede Quali gleich wahrs. zum Bsp. kann man mit einem Wert von 10 keine 11er Quali erreichen...das hat also Wahrs. 0, während min. Quali1 eine W-keit von 45% hat...
--- Ende Zitat ---
Erstmal habe ich ja gesagt "es sei denn man würde Würfelergebnisse zusammenfassen", d.h. wenn man Ergebnisse zusammenfasst, kann man natürlich alles mögliche modellieren was der Würfel hergibt (im Falle von W20 eben alles in 5%-Schritten), wie es Dom ja schon sagte. Das wird aber im Spiel seltener gemacht.
Der Eigenschaftswert teilt den Ereignisraum des Würfels eben in zwei Teile, der eine bis zum Eigenschaftswert und der andere darüber.
Im Übrigen gibt auch der gewürfelte Wert normalerweise nicht direkt die Qualität an (außer bei den seltsamen 1er oder 20er Regeln), sondern nach DSA Regeln wird vorgeschlagen den Abstand von Würfelwert und Eigenschaftswert als Qualität zu interpretieren. Tatsache ist aber, dass so oder so jede mögliche Qualitätsstufe genauso Wahrscheinlich ist wie jede andere (mögliche). Die unmöglichen sind natürlich auch alle (untereinander) gleich wahrscheinlich ;)
Wenn man sowas machen will, dann ist das der von Dom genannte triftige Grund auf Varianz (oder allgemein die Form der Verteilung) zu achten. Ob das nun häufiger oder seltener oder gar nicht oder immer so in allen Runden vorkommt wage ich nicht zu beurteilen.
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