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Würfelwahrscheinlichkeiten bei Unterwürfelproben

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Eulenspiegel:
Wieso rede ich da an ihnen vorbei?
Es geht doch um die Frage, inwieweit unterschiedlich starke Abweichungen vom Erwartungswert etwas am Spiel verändern.
Und darauf bin ich eingegangen.

Die Verteilung der TaP* ist im Prinzip das, was bei 3W6+TaW bzw. 1W20+TaW das Endergebnis darstellt. Und wenn du diese aufschreibst, wirst du feststellen, dass die TaP* wahrscheinlich so verteilt sind, dass die einzelnen Ereignisse genau so wahrscheinlich auftreten, wie bei den anderen beiden Systemen.

Merlin Emrys:
Welche "anderen beiden Systeme"?

Edit:
Was die übrigbehaltenen Punkte angeht, sind sie jedenfalls sehr unterschiedlich verteilt, wenn man 1W20 und 3W6 anschaut. Egal, wie Fertigkeitswert und Vergleichswert aussehen - bei 1W20 wird jeder mögliche Wert übrigbehaltener Punkte mit gleicher Häufigkeit auftreten (da Fertigkeitswert und Vergleichswert an der Wahrscheinlichkeitsverteilung ja nichts ändern). Wenn man dagegen mit 3W6 bestimmt, werden, solange maximal 10 übrigbehaltene Punkte möglich sind, immer niedrige Mengen übrigbehaltener Punkte überwiegen und persönliche Bestleistungen der seltenste Fall bleiben.

Wenn der Probenede das Gefordert sicher schafft (der Fertigkeitswert also über dem Vergleichswert liegt), wird er bei 1W20 mit gleicher Überraschung bemerken, daß er seine persönliche Bestleistung gebracht hat (also 20 Punkte übrig hat), daß er fast noch gepfuscht hat (also 0 oder einen Punkt übrig, je nachdem wie die 0 gewertet wird), oder daß er ein mittleres Ergebnis erzielt hat. Das alles wird notwendigerweise schließlich mit gleicher Wahrscheinlichkeit eintreten. Bei 3W6 wird er, wenn er seine persönliche Bestleistung erbracht hat, schon überrascht sein, weil das nur rund in 1/200 der Fälle passiert. Und er wird unangenehm berühert sein, wenn er fast noch Pfusch abliefert, aber er kann wenigstens sagen, daß das so schnell wohl nicht wieder passieren wird (denn auch das unterläuft ihm ja nur rund alle 200 mal). Dagegen wird er, wenn eine eine mittlere Menge übrigbehält, das als den "Normalfall" ansehen können, weil der auch tatsächlich recht häufig eintritt.

Funktionalist:
ich denke, dass Eullenspiegel folgende Ereignisse betrachtet:

"Ich würfel ein Ergebnis, dass sehr gut ist und seltener als jedes 20. Mal auftritt" (die 20 auf dem W20 und eine Abweichung vom Mittelwert von  keine Ahnung (6?) mit 3w6.

in beiden Fällen ist die Varianz egal, da man als Spieler eben nur die seltenen Würfe prämiert und sich an das "Experiment" anpasst. (ob man bei W% sagt: "besser als 95" oder "jede durch fünf teilbare Zahl" ist egal)

Es wird nämlich nur von der Seltenheit des Wurfes abhängig gemacht, wie er sich auf den FLuff auswirkt, oder auf was auch immer.

sers,
Alex

Merlin Emrys:

--- Zitat von: Destruktive_Kritik am 27.05.2008 | 11:14 ---Es wird nämlich nur von der Seltenheit des Wurfes abhängig gemacht, wie er sich auf den FLuff auswirkt, oder auf was auch immer.
--- Ende Zitat ---
Mit einem W20 kann man in keinem Fall ein Ergebnis herausbekommen, das seltener als 1/20 ist. Mit 3W6 schon - nämlich 1/200. Das heißt: Mit 1W20 kann man nie "ein so richtig überraschend gutes Ergebnis" bekommen, alle 20 Mal ist ja nun nicht gerade "verblüffend". Mit 3W6 kann man durchaus (bei bis zu knapp jedem 200sten Mal) sagen: "Das war jetzt mal selten gut!"
Kein Unterschied? Ansichtssache vielleicht.
Aber vor allem kann mit mit 1W20 nicht verhindern, daß man pausenlos "gute" und "schlechte" Ergebnisse wild durcheinander produziert, anstatt daß man meist brauchbare Arbeit leistet und nur selten "Ausreißer" in eine von beiden Richtungen dabei hat.
Kein Unterschied? Ansichtssache vielleicht.

Funktionalist:
Auf die Ereignisse mit 1/216tel Chancen kann ichg auch gut verzichten, ohne dass mir Spielspaß abgeht... Ich meine, dieses Ergebnis erwartet man einmal bei 216 Würfen. Das sind wie viele Spieleabende?

Übrigens hat auch dieses Argument nichts mit der Varianz zu tun, sondern nur mit der Anzahl möglicher Ergebnisse. Ein w1000 wäre demnach sogar noch besser! (3w10, farblich sortiert).
Wenn DU übrigens eine große Menge seltener Ergebnisse haben möchtest, dann solltest du von w6+w6+w6 eh auf w6+6w6+36w6 um steigen und 6adisch rechnen. gleiche Würfel, das erlernen der Wkeiten ist auch nicht komplizierter (man würfelt die Zahlen:1,2,3,4,5,6,11,12,13,14,15,16,21...666  ^= 216, die das böseste Ergebnis darstellt, das man sich denken kann!)
außerdem kann man das Ergebnis schneller ablesen, denn man braucht meist nur die ersten beiden Würfel beachten.

Das hat alles übrigens nichts mit der Glockekurve zu tun.

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