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SIFRP Das Rollenspielsystem zu Song of Fire and Ice von Green Ronin
Terrorbeagle:
Robb und Jon zu Beginn von AGOT sind keine epischen Charaktere, genausowenig wie Sansa, Arya Theon, Bran, Daenerys, or Egg. Im Zuge ihrer jeweiligen Geschichten werden sie zu epischen Charakteren, aber am Anfang sind sie es eben nicht. Da ist Theon nur die Geisel, Sansa nur die kleine Prinzessin, und jon nur der Bastard eines Lords. Und genau das sind eben auch die Rohformen für Spielercharaktere.
Ich persönlich halte es auch für eher mieses Spieldesign den Spielern eine verlockende goldene Karotte vor der Nase baumeln zu lassen aber dann ewig vorzuenthalten, insbesondere wenn diese Karotte einer der Gründe ist, die an erster Stelle für das System gesprochen haben.
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--- Zitat von: alexandro ---Der Witz ist ja: die meißten Charaktere in ASOIAF verwalten ihr Lehen nicht selbst, sondern delegieren diese Aufgabe an ihre Seneshale und andere Untergebenen. Wichtig ist in diesem Fall hauptsächlich, welche Ergebnisse die Verwaltung bringt, nicht wie diese genau abläuft.
--- Ende Zitat ---
Das schöne ist ja, dass man aus dem detaillierten und genauen Szenario realtiv eine Zusammenfassung ableiten kann. Andersrum wird es schwer, aus einem oberflächlichen und groben System detailiertere Feinheiten herzuleiten. Es ist auch völlig egal, ob die Charaktere nun ihr lehen selbst verwalten, oder nur da leben, der Schauplatz ist und bleibt derselbe, und je besser man die Zusammenhänge versteht, desto besser kann man diese auch einsetzen.
--- Zitat ---Hier ein Dumm-Detailliertes System aufzusetzen, würde die Position Identification des Spielers untergraben und den Fokus des Spiels in eine Richtung verschieben, die nicht von jedem Gewollt ist.
--- Ende Zitat ---
Ja sicher, weil ein System detailliert ist, muss es dumm sein, klar. ::)
Ich petrsönlich sehe es genau andersrum: Ein oberflächliches und grobes System erlaubt viel weniger, durch konkrete Aktionen direkt nachvollziehbare Resultate zu erzielen und macht das Speilgefühl schwammiger und beliebig. Klar, es erfordert mehr Arbeit und mehr Zeit, und das ist auch ein Nachteil, aber gerade die Frage der Identifikation mit Spielfigur und Spielwelt hängt ganz stark mit der Erlebbarkeit und dadurch mit der Erfahrbarkeit der Ereignisse zusammen.
Joerg.D:
Also ich konnte mir streng nach den Regeln einen Ritter bauen der in einem Testkampf einem der besten Ritter (dem reitenden Berg) des Landes den Arsch aufgerissen hat.
Man kann die Erfahrungspunkte auch relativ leicht nach unten runterbrechen um einen 14 Jährigen Charakter zu spielen und dabei der Logik der Regeln folgen, ohne dass es zu Brüchen im Spiel kommt. Zusätzlich kann man immer einen Charakter mit weniger Erfahrungspunkten erschaffen um weniger mächtige Charaktere zu erhalten.
Aber das Lied von Eis und Feuer handelt nicht von Bauern und Bettlern, sondern von den Mächtigen und ihren Problemen. Keiner der Spieler die ich kenne wollte bis jetzt den Bauergamer machen.
Ich finde die Umsetzung der Regeln inklusive der Darstellung des Glücks sehr nah an den Vorlagen, denn den Protagonisten passiert so einiges, wo ich im nach Hinnein sage: Desteny Point! Die Kämpfe sind speziell mit Verwendung der Schwertkampfschulen SEHR dreckig. Wenn ich mit meinem Longbladefighter 3 mal eben ein Körperteil abtrenne, falls Du keinen Destenypoint ausgibst (der die Erfahrung von 10 Spielabenden repräsentiert) oder mit meinem Zweihänder und Vicious eben nicht die Chance habe den letzten Schlag am Tod vorbei zu führen, dann geht es zur Sache und das nicht zu knapp. Zusätzliche Regeln wie Shattering und co. machen den Kampf auch recht blutig.
Einem Spiel das sich zentral um Intrigen und Konflikte dreht vorzuwerfen, dass es Regeln für sozialen Kampf hat, finde ich im Übrigen so lächerlich, wie aufs Eis zu gehen und sich zu beschweren, dass es dort glatt ist. Es zeugt IMHO von einer pseudoelitären Einstellung zum eigenen Spielstil und entwertet den Spaß von Leuten die ihr Spiel anders spielen wollen oder müssen.
Ganz im Ernst, wenn man soziale Konflikte ausspielt und die Spieler in der Gruppe so toll sind, dass man es mit ihnen machen kann, dann ist das echt toll. Aber ein Rollenspiel sollte ein größeres Zielpublikum ansprechen und da gehören in der Regel auch Leute zu die am Ausspielen von sozialen Konflikten keinen Spaß, schlicht und einfach kein Talent oder einfach keine Lust dazu.
Diese Leute können im SoIaF RPG dann die Regeln benutzen, was ich echt toll finde.
Um auf den Geist des Setting zurück zu kommen, möchte ich mal betonen, dass dieses Spiel den Segen des Autoren hat und ich damit davon ausgehe, dass es wirklich dem Geist dessen entspricht, was er sich unter Westeros vorstellt. Da sage ich einfach mal Autor schlägt Fan, was die Umsetzung angeht. Ich würde das Setting auch eher mit Burnig Weel, The Riddel of Steel oder Reign spielen, wenn ich die Kampagne noch mal neu aufsetzen würde, aber ich kann wohl behaupten, dass in den 10 Runden, die ich bis jetzt mit dem System voll habe bis jetzt alle Kämpfe dreckig und alle sozialen Konflikte fordernd waren, wobei wir die Intrigen Regeln eher am Rande angespielt haben und uns eher auf das Zwischenmenschliche konzentrierten (meine übliche Mischung aus Soap und Gewalt im Rollenspiel).
Wenn in den nächsten Sitzungen die Wucht er höfischen Intrigen wirklich zuschlagen wird, habe ich vollstes Vertrauen in die Regeln zu solchen Sachen, genau wie in die Regeln für die Verwaltung des Lehens und der Burg oder den anderen Kram. Mann kann all diese Sachen in relativ kurzer Zeit regeln und mit ein paar Würfen alles klären und sich wieder dem persönlichen Kram widmen.
Schließlich spielt man keine Wirtschaftssimulation, sondern ein Rollenspiel. Es ist mir nämlich scheiß egal, wie viel die Bauern erwirtschaften oder es ihnen geht, wenn ich gerade versuche den gegnerischen Fürsten mit einer Intrige zu Fall zu bringen. Schön, dass es ein paar Regeln gibt mit denen ich sehen kann, wie ich meine wirtschaftliche Macht stärke, um mir mehr Truppen oder besseren Schutz zu kaufen, aber die Regeln sollen nicht zum Erbsen zählen verleiten und mich 2/3 des Abends damit aufhalten, dass ich mich um Kleinkram kümmere.
Dafür habe ich einen Master oder Senechall und der wird das schon regeln. Wenn er ein Spieler ist mit ein paar Würfen und bitte nicht mit einem ausufernden Spiel neben dem Spiel, DANKE!
alexandro:
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--- Zitat ---Ja sicher, weil ein System detailliert ist, muss es dumm sein, klar. Roll Eyes
--- Ende Zitat ---
Warum muss ein oberflächliches System dumm sein? :q
--- Zitat ---Ich petrsönlich sehe es genau andersrum: Ein oberflächliches und grobes System erlaubt viel weniger, durch konkrete Aktionen direkt nachvollziehbare Resultate zu erzielen und macht das Speilgefühl schwammiger und beliebig.
--- Ende Zitat ---
Halte ich für ein Gerücht. Warum muss man Hintergründe aus den Regeln ableiten? Wenn man vorher die Hintergründe kennt kann man genauso gut die einzelnen Schritte im Aktionsprozess nachvollziehen und hat zudem das Gefühl dass es voran geht, statt in Detailfragen zu versumpfen.
--- Zitat ---Klar, es erfordert mehr Arbeit und mehr Zeit, und das ist auch ein Nachteil, aber gerade die Frage der Identifikation mit Spielfigur und Spielwelt hängt ganz stark mit der Erlebbarkeit und dadurch mit der Erfahrbarkeit der Ereignisse zusammen.
--- Ende Zitat ---
Gerade wenn man (wie bei HarnManor) gezwungen wird Entscheidungen zu treffen, welche die Spielfigur nur peripher tangieren, dann stört das erheblich meine Identifikation mit der Spielwelt.
Terrorbeagle:
--- Zitat von: Der Schlachter ---Ganz im Ernst, wenn man soziale Konflikte ausspielt und die Spieler in der Gruppe so toll sind, dass man es mit ihnen machen kann, dann ist das echt toll. Aber ein Rollenspiel sollte ein größeres Zielpublikum ansprechen und da gehören in der Regel auch Leute zu die am Ausspielen von sozialen Konflikten keinen Spaß, schlicht und einfach kein Talent oder einfach keine Lust dazu.
Diese Leute können im SoIaF RPG dann die Regeln benutzen, was ich echt toll finde.
--- Ende Zitat ---
Klar, wer einen Satz Stützräder braucht, um Rad zu fahren, soll Stützräder verwenden. Deswegen alle zu zwingen, mit Stützrädern zu fahren damit alle im Gleichtakt dahineiern können, ist nichtsdestotrotz bescheuert.
Ist das jetzt elitär?
Vash the stampede:
Wer zwingt dich denn? Green Ronin? Das Regelwerk? Deine Gruppe?
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