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SIFRP Das Rollenspielsystem zu Song of Fire and Ice von Green Ronin

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LordBorsti:
Das Problem an der Übersetzung liegt meines erachtens darin, dass sich keine einheitliche Handschrift finden lässt. Sie wirkt inkohärent, nicht wie aus einem Guss. Das sorgt für ein unrundes Gefühl beim Lesen und macht die Übersetzung für Kenner der englischen Originale schlecht, ganz unabhängig von der Qualität der Übersetzung einzelner Vokabeln/Begriffe.

JS:
DAS ist wieder ein ganz anderes und häufiges Problem bei epischen Werken dieses Kalibers. Mit solchen Schwierigkeiten hat der kenntnisreiche Leser und Interessierte leider schon bei den Übersetzungen der antiken Werke zu kämpfen. Ich kenne noch nicht alle Westeros-Romane, aber sollte mir das auffallen, würde ich den Verlag und zuständigen Lektor zurecht kritisieren.
Für Unstimmigkeiten dieser Art wurden doch schon vor literarischen Urzeiten Begriffslisten und Stilkorrektoren erfunden. Wir sprechen ja nicht von einem Wald-Wiesen-Kleinstverlag mit "freiwilligen Mitarbeitern"...
:)

LordBorsti:
Eine Übersetzung ist halt immer auch eine Interpretation durch den jeweiligen Übersetzer und kann deswegen (fast) als eigenständiges literarisches Werk betrachtet werden. Ich mag die aktuelle Interpretation nicht (vor allem die Namen und Orte) und daher ist die Übersetzung für mich schlecht. Wenn sie dir gefällt, ist das ne gute Sache. Ich habe ja meine englischen Bücher  :).

JS:
Ganz so einfach sehe ich das aber nicht, denn über den Interpretationsspielraum hinaus richtet sich ein guter Übersetzer auch stets nach den Zwängen, die seine Tätigkeit, der Originaltext und die Wortwahl erfordern. Es ist nicht alles nur Interpretation, wenn eine Kunst aus dem Bereich der Geisteswissenschaften stammt. (Allgemein gescholten: So sehen es viele Vertreter anderer Berufe und Wissensbereiche gerne, ohne zu ahnen, daß sie damit lediglich ihr eigenes Unvermögen offenbaren.)

Aber daß eine Übersetzung ein sprachlich höchst anspruchsvolles Unternehmen ist (bzw. sein kann), wird ja mittlerweile gewürdigt, indem die Übersetzer gleich neben den Autoren namentlich genannt werden. Das ist auch gut so.

Doch "man" wird es eben aus unterschiedlichen Gründen nie allen Leuten recht machen können.
:)

PS: In der wissenschaftlichen Literatur und Übersetzung sieht die Sache wiederum ganz anders aus, da kann man als Übersetzer in Teufels Küche kommen, wenn man Fachtermini aus Sprache A in Sprache B überträgt.

Xemides:
Das es das Wort Mund im Deutschen gibt ist mir durchaus bekannt. Der Übersetzer hat sich im deutscjavascript:void(0);hen Eis-und-Feuer Forum übrigens durchaus mal zu Wort gemeldet.

 ( http://de.wikipedia.org/wiki/Dortmund#Ortsname)

Den Autor zu fragen, wie er die Namen sollte nun kein Problem für einen Verlag sein, bzw. Werner Fuchs ist ja sogar ein guter Freund von ihm und kann sicher vermitteln.

Ich fand den Ortsnamen Casterlyrock überhaupt nicht lächerlich, weil ich  auch auf englisch gleich an einen Felden gedacht habe und nicht an etwas anstößiges. Aber ich hätte, wenn schon deutsch, eher Fels als Stein genommen. Bei Stein denke ich eher an einen kleinen Stein, bei Feld an etws großes und ewiges.

Bei Winterfell denke ich, das mit fell eines der adjektive des englische gemeint ist, wie zum Beispiel grausamkeit, tödlichkeit oder ähnliches Das passt nämlich zu der beschriebenen Landschafft.

Und die Lage und Form von Westeros, die Inspiration durch die Rosenkriege und die Geschichte mit Aegon dem Eroberer,, den Wildlingen und der Mauer im Norden läßt mich halt sehr stark an Großbritanien denken.

 

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