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[Empfehlung:] The Wire

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Fire:
Ok...ich hab mir den piloten angesehen!

Welchen Eindruck macht die Serie auf mich?

Ja, die Serie scheint nicht wie eine 08/15 Serie a la CSI zu sein...hier wird eher versucht ein Bild der Polizeiarbeit und auf der anderen Seite die Sicht der Gangs zu zeigen und das in einem recht neutralen Licht. Hier ist also eher Drama und nicht Krimi geschweige denn Action im Vordergrund! (was ja auch nichts schlechtes ist) Da hebt sich die Serie schon ab!

Die Schauspieler!
a) teilweise wirklich schlecht zu verstehen...
b) ob das jetzt gut geschauspielert ist, muß jeder für sich selbst entscheiden, aber mich haben sie nicht so sehr vom hocker gehauen
c) meiner Meinung nach sind die Schauspieler eher recht Stereotyp...(da hilft es auch nicht, daß ein cop eine lesbe ist, oder der "rebell" dem richter erzählt, wieso alle fälle in letzter zeit nur verloren werden, um dann vom deputy einen drauf zu kriegen und alle ihn "hassen" ...moment! DAS ist stereotyp)

Insgesamt zündet die Serie bei mir nicht!? Kann ich nicht sagen, aber ich hab den Geschmack von "ich hab eine zeitung gelesen, hey, lass uns doch eine serie machen, die wie die typischen zeitungsmeldungen ist!" mit anderen worten: mir ist sie zu journalistisch! sie ist fast schon zu neutral für meinen geschmack...

Man kann jetzt sagen: "Ja, aber nach einer Folge hat man noch nix gesehen!" Stimmt! Hat man nicht! ABER...ich erwarte, daß eine Pilotfolge mich zumindest so heiß werden lässt, daß ich mind. noch die 2. Folge ansehe. Das passiert hier aber leider nicht....mag sein, daß ich die Serie des Jahrhunderts verpasse (und ich hab die 1. Folge NUR gesehen, weil sie hier so hochgejubelt wird und sich so dafür eingesetzt wird!)...aber das ist es mir wert!!

My 2 cents...

Joe Dizzy:
Es ist denke ich eins der großen Missverständnisse die man an The Wire herantragen kann, dass Charaktere ungewöhnlich sein müssen, damit eine Serie interessant ist. Das gilt ohne Zweifel für die Charakter-zentrierten Melodramen die man für gewöhnlich als Serien präsentiert bekommt. Aber The Wire folgt einer anderen Erzählform. (Simon hat mal erwähnt, dass er sich ein wenig an das antike griechische Drama angelehnt hat.)

Was nur heißen soll; dass du mit deiner Einschätzung der Charaktere nicht falsch liegst. Auch wenn diese typischen Cop-Show Stereotypen später sehr intelligent und ehrlich aufgebrochen und offengelegt werden, bedient sich die Serie zu Beginn daran. Aber The Wire ist keine Charakter-zentrierte Serie, zumindest nicht so wie man sie aus vergleichbaren Serien kennt. Es geht hier um das Leben/Verbrechen in Baltimore. Nicht um McNulty oder Kima oder sonst wen. Natürlich haben sie ein Privatleben, aber das ist für die Serie nur am Rande von Interesse.

Im Mittelpunkt stehen andere Dinge.

Was den "zu journalistischen" Ton angeht. Das ist 100% so. Das ist es was den Fans (und vor allem mir) an der Serie gefällt. Ich kann (und muss) mir als Zuschauer selbst ein Bild machen. Gerade in späteren Staffeln wird deutlich, das die Sympathien des Zuschauers nicht gelenkt werden sollen, sondern nur geweckt. Das ist ein Unterschied, den man sonst nur in ausgewählten Filmdramen machen kann.

Aber wenn's dir nicht gefällt; dann gefällt's dir nicht. Das muss es ja auch gar nicht. Ich war und bin weiterhin begeistert von dieser Serie. :)

AlexW:

--- Zitat von: Georgios am 22.07.2008 | 22:35 ---Was den "zu journalistischen" Ton angeht. Das ist 100% so. Das ist es was den Fans (und vor allem mir) an der Serie gefällt. Ich kann (und muss) mir als Zuschauer selbst ein Bild machen. Gerade in späteren Staffeln wird deutlich, das die Sympathien des Zuschauers nicht gelenkt werden sollen, sondern nur geweckt. Das ist ein Unterschied, den man sonst nur in ausgewählten Filmdramen machen kann.

Aber wenn's dir nicht gefällt; dann gefällt's dir nicht. Das muss es ja auch gar nicht. Ich war und bin weiterhin begeistert von dieser Serie. :)

--- Ende Zitat ---

Ja. Meine Sympathien sind zuerst an McNulty haften geblieben (der kriegt am Anfang einfach reichlich in die Fresse, das mag ich - und jeder, der von Rawls gehasst wird, kann nur klasse sein), dann aber irgerndwann abgerutscht, auch Daniels passte nicht, irgendwann war ich dann bei Stringer Bell, bei dem blieb's ne ganze Weile, dann kam Kima und Lester, aber Stringer war irgendwie cooler. Die Charaktere werden aufgebaut, demontiert, umgedreht, und mittlerweile bin ich soweit, dass ichh selbst das Arschloch Rawls mag, und irgendwie habe ich auch ne Schwaeche fuer Carcetti...

Wenigstens ein Charakter hat mir von Anfang an gefallen: Omar Little. Der Kleine ist exzentrisch, clever, straight (allerdings nicht im sexuellen Sinne) und sau-cool. Spaetestens, als er sich den Anwalt im Gericht vornimmt, wusste ich, das ist Liebe.

The Wire gibt dir keine Helden, sondern nur grau. Leute sind Leute sind Leute.

Samael:
Ist ja noch nicht so alt, mein The Wire thread:

http://tanelorn.net/index.php/topic,40073.0.html

Karl Lauer:
~Raise Thread~
Habe mir letztes Jahr die complete Wire Box aus UK zukommen lassen, nachdem ich im November die erste Staffel als "deutsche" DVD bestellt... auf englisch geschaut... und dann wieder zurück geschickt hatte, da ich es dann lieber komplett wollte.

Z.Zt. bin ich mitten in der dritten Staffel und liebe die Serie. Zwar braucht jede Staffel bisher ein wenig bis sie mich richtig gefangen hat aber danach will man nicht mehr aufhören mit dem schauen.

Und "JA"... Untertitel sind notwendig ;)

Mein Favorit ist Prez. Derjenige bei dem ich zuerst gedacht habe "Was für ein Depp" macht IMO in der ersten Staffel schon eine sehr gute Entwicklung durch und zeigt immer mehr das er doch einiges auf dem Kasten hat.

Also von hier aus immer noch eine Empfehlung :d

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