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Eclipse Phase
Ucalegon:
--- Zitat von: Rumpel am 15.03.2016 | 11:43 ---Trotzdem weiß ich nach der Lektüre des GRW nach wie vor nicht, was ich mit dem Spiel anfangen soll. Das Setting erschlägt einen mit einer Fülle an Möglichkeiten und bietet zum Ausgleich mit Firewall nur eine eher dünne Core Story. Das schadet alles nicht, wenn man selbst Arbeit reinsteckt, da eine Kampagne draus zu machen. Aber man muss glaube ich ziemlich in Vorleistung gehen und kann - habe ich das Gefühl - auch leicht widersprüchlichen Unsinn produzieren, wenn man nicht von Anfang an alles vernünftig durchdenkt und sich wirklich ins Setting einarbeitet.
13th Age und Numenera sind da beide viel einfacher. Man kann in irgendeinem Eckchen drauflosspielen, erst mal mit dem vorhandenen Abenteuermaterial experimentieren und nach und nach die Settingelemente dazuschmeißen, die einem gefallen, und den Rest ignorieren, ohne, dass es im Gebälk knackt (mit Numenera mache ich das in meiner derzeitigen Hauptrunde schon ewig so). Mit EP würde ich mich das einfach nicht trauen.
--- Ende Zitat ---
Der einzige Vorwurf, den ich EP da machen würde, ist, dass es bisher keine veröffentlichte Kampagne oder zumindest einen entsprechenden Guide gibt. Als AP-Podcast Fan habe ich allerdings mittlerweile 3 oder 4 EP-Kampagnen durchgehört. Das hilft auch. Insbesondere Know Evil wäre ein guter Kandidat für eine offizielle Version zumal Caleb ja schon The Devotees geschrieben hat.
Und generell sind doch alle härteren SF Settings mit Arbeit verbunden. Da kann man noch so viele Guides und Kampagnenbände haben. Das ist ja gerade der Punkt dabei oder nicht? Insofern sind Numenera, 13th Age und Konsorten selbstredend viel einfacher, aber ich finde es komisch, da EP im Besonderen verantwortlich zu machen. Ich meine, Posthuman geben sich doch alle Mühe, das Ganze so spielbar und attraktiv wie möglich zu machen über haufenweise Hooks, SL-Sektionen, tolle fiction, eine solide core story. Wo ginge es denn deiner Meinung nach noch besser?
Außerdem ist EP auf Spanisch oder Französisch auch nicht weniger komplex. ;)
Achamanian:
--- Zitat von: Ucalegon am 15.03.2016 | 12:10 ---Der einzige Vorwurf, den ich EP da machen würde, ist, dass es bisher keine veröffentlichte Kampagne oder zumindest einen entsprechenden Guide gibt. Als AP-Podcast Fan habe ich allerdings mittlerweile 3 oder 4 EP-Kampagnen durchgehört. Das hilft auch. Insbesondere Know Evil wäre ein guter Kandidat für eine offizielle Version zumal Caleb ja schon The Devotees geschrieben hat.
Und generell sind doch alle härteren SF Settings mit Arbeit verbunden. Da kann man noch so viele Guides und Kampagnenbände haben. Das ist ja gerade der Punkt dabei oder nicht? Insofern sind Numenera, 13th Age und Konsorten selbstredend viel einfacher, aber ich finde es komisch, da EP im Besonderen verantwortlich zu machen. Ich meine, Posthuman geben sich doch alle Mühe, das Ganze so spielbar und attraktiv wie möglich zu machen über haufenweise Hooks, SL-Sektionen, tolle fiction, eine solide core story. Wo ginge es denn deiner Meinung nach noch besser?
--- Ende Zitat ---
Ich wollte da gar keinen Vorwurf formulieren; Ein Transhumanismus-RSP ist eben, wenn man es inhaltlich durchzieht, ein wahnsinnig ambitioniertes Projekt, und ich weiß auch nicht, wie man es besser machen soll. Ist (für mich) eher ein Fall von: Themen, die ich in der Literatur toll finde, die aber anscheinend nur mit hohem Aufwand ins RSP transportierbar sind.
YY:
Gerade im direkten Vergleich zu Transhuman Space bietet EP viel mehr "Griffe" und Einstiegsmöglichkeiten, das stimmt schon.
Aber das Grundproblem bleibt gefühlt dennoch bestehen. Und das liegt hauptsächlich an der Ungewonhtheit/Fremdartigkeit einiger Kerninhalte, nicht am Härtegrad - der ist mMn weder regel- noch settingseitig sonderlich hoch.
Ucalegon:
--- Zitat von: YY am 16.03.2016 | 05:17 ---Aber das Grundproblem bleibt gefühlt dennoch bestehen. Und das liegt hauptsächlich an der Ungewonhtheit/Fremdartigkeit einiger Kerninhalte, nicht am Härtegrad - der ist mMn weder regel- noch settingseitig sonderlich hoch.
--- Ende Zitat ---
Für mich ist das dasselbe. Denn was an EP Probleme macht, sind nicht PSI, Sternentore oder überlichtschnelle Kommunikation, sondern die transhumanistischen Settinganteile, die in der Vorstellung von Leuten wie Ray Kurzweil et al. irgendwann Realität sein könnten. Uploads, Reputationsnetzwerke, Virtuelle Realität, das Mesh, Nanofabrikatoren, an die unterschiedlichen Bedingungen im Sonnensystem angepasste Körper et cetera.
Haukrinn:
--- Zitat von: Ucalegon am 16.03.2016 | 09:58 ---Für mich ist das dasselbe. Denn was an EP Probleme macht, sind nicht PSI, Sternentore oder überlichtschnelle Kommunikation, sondern die transhumanistischen Settinganteile, die in der Vorstellung von Leuten wie Ray Kurzweil et al. irgendwann Realität sein könnten. Uploads, Reputationsnetzwerke, Virtuelle Realität, das Mesh, Nanofabrikatoren, an die unterschiedlichen Bedingungen im Sonnensystem angepasste Körper et cetera.
--- Ende Zitat ---
Dem stimme ich zu. Insbesondere die nicht unserer heutigen Kultur entsprechenden politischen Denkweisen und die Bedingungen denen ein Körper ausgesetzt ist je nachdem wo er sich gerade befindet (und da ganz besonders das Gravitationsthema) waren bei uns im Spiel immer die Sachen in die man sich am schwersten hinein versetzen kann.
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