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Opus Anima ist fertig

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Blizzard:
Ich hab's bei Degenesis irgendwann aufgegeben, das Teil am Monitor zu lesen. Das war irgendwann nur noch mühsam und nicht gut für die Augen. Von daher werde ich OA entweder ausdrucken oder aber eben direkt als HC holen.

Crujach:
Ich hab mir das HC auf der SPIEL gekauft und fang das lesen an, habe auch vor, es zu leiten :)
Die Welt ist cool, das Design ist halt 'typisch' für Degenesis und UA, find aber, dass dies nicht schlimm ist, gibt dem ganzen einen Wiedererkennungswert.

Mal schauen, ich bin ja eigentlich kein Fan von Horror, aber auch die Figur zum Spiel ist sehr cool :d

Der weisse Text auf Schwarz ist ...naja, gefällt mir nicht, passt aber zum Stil des Buchs.
...schlimmer find ich die "stimmungsvollen" verrutschten Zeichen. ::)

Beral:
Habe Opus Anima ebenfalls entdeckt und bin dem ersten Eindruck nach ziemlich angetan davon.

Aber ein Punkt stört mich noch sehr, und ich möchte da vorsichtshalber nachfragen, ob ich einen richtigen Eindruck bekomme habe, bevor ich ein Urteil fälle.
Die Charaktere verlieren ihre Seele und driften in eine Welt hinter der Welt ab. Dort sollen sie ihre Seele finden. Beim überfliegen des Grundregelwerks deutet mir alles darauf hin, dass sie ihre alte Seele finden, also genau die, die sie auch verloren haben. Ist das Spiel nur auf diese Möglichkeit zugeschnitten? Kann ich innerhalb des Spielkonzeptes die Möglichkeit ausspielen, dass die Charaktere ihre alte Seele nicht finden und sich eine neue zusammenbasteln müssen? 

Edit: Soll die verlorene Seele überhaupt gefunden werden? Und was passiert, wenn das geschafft ist? Endet das Spiel an dieser Stelle oder gibt es eine Fortsetzung?
Das sind ziemliche Spoilerfragen, aber mich interessieren sie, weil ich ernsthaft überlege, das Spiel zu kaufen und SL zu machen. Die Entscheidung hängt nicht zuletzt von diesen Fragen, bzw. den Antworten darauf ab.

Vampirecat:
Wenn du einen Maata spielst, kannst du definitiv nur deine eigene Seele wiederfinden und "zusammenbauen".

Später soll es auch möglich werden, die Gegenseite zu spielen, die Grun'athor, also die Seelenlosen, die von Seelenräubern gerettet wurden. Da könnte das möglicherweise auch anders aussehen, aber dazu möchte ich mich noch nicht festlegen. Das ist überhaupt noch nicht spruchreif.

Welche Motivation sollte ein Charakter aber haben, es sei denn, er ist ziemlich krank, nicht seine eigene Seele zu suchen? Das ist schließlich etwas höchst Intimes und Persönliches... warum sich etwas Fremdes einverleiben, was gar nicht zu einem gehört?

Die Seele ganz wiederzufinden, ist eine langwierige Sache und passiert vielleicht ganz am Ende einer langen Kampagne. Herausfordernd ist das Ganze auch deshalb, weil man den letzten Teil dann aus der Seelenhalle eines Lavathors holen muss, was potenziell ziemlich tödlich ist. Natürlich haben wir uns auch was Besonderes ausgedacht, was passiert, wenn es tatsächlich mal jemand schafft, seine ganze Seele wiederzubekommen. (Vorher hat man auch schon das Goodie, dass der Makel verschwindet.) Das wird irgendwann in der Zukunft auch mal groß enthüllt werden. Aber vorher hat man mit dem Grundbuch durchaus genug Material für ein paar Jahre Spiel.
Mit der ganz zurückgewonnenen Seele ist durchaus auch noch weiteres Spiel möglich, dass dann allerdings ganz anders. Auf einem epischen Level sozusagen. ;) Aber wie gesagt: das ist Material für ein eigenes Quellenbuch. :)

Beral:

--- Zitat von: Vampirecat am 28.10.2008 | 20:09 ---Welche Motivation sollte ein Charakter aber haben, es sei denn, er ist ziemlich krank, nicht seine eigene Seele zu suchen? Das ist schließlich etwas höchst Intimes und Persönliches... warum sich etwas Fremdes einverleiben, was gar nicht zu einem gehört?

--- Ende Zitat ---
Weil das nach Joseph Campbell ein wesentliches und zentrales Element eines Mythos ist. Während Opus Anima durchgehend wie ein Mythos aufgebaut ist und sehr viel Tiefenwirkung hat, ist die Charakterentwicklung auf Regression programmiert, auf eine Wiederherstellung der verlorenen Verhältnisse, statt eines Aufbruchs nach vorn. Damit gibt Opus Anima das Bild eines pathologischen Mythos ab, pädagogisch kontraproduktiv. Finde ich schade, denn von der Richtung der Charakterentwicklung abgesehen scheint das Spiel sehr gut gelungen. Für mich eine Quelle der Inspiration :)

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