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Musik: Warum soll man sich anhören, was man nicht mag?

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Alice Crocodile Coltrane:
Nun, dann möchte ich mal aufdringliche Animation als schlechtes Entertainment bezeichnen.


Nachtrag: Und ja, Animation hat erstmal per se nicht viel mit Musik zu tun. Verlagert sich die Aktivität darauf, bleibt ja wohl automatisch weniger Raum für die Musik.

Wenn jemand diese Art von Unterhaltung mag, werd ich sie ihm/ihr zumindest nicht streitig machen.

Hawk Inc.:
@alice: Um mal auf das Thema zurückzukommen "Warum soll man sich anhören, was man nicht mag?", dann hat das weniger was mit der Performance zu tun. Fällt mir gerade so auf. Die Entertainment Sache lenkt uns ein wenig vom eigentlichen Thema ab.

Oder verlangen jetzt die Verkünder des guten (weil eigenen) Geschmacks, das man auch den jeweiligen "Gottesdient" besuchen muß, um sich eine Meinung zu einem bestimmten Religionsstil erlauben zu können. Oder ehe mehrere Gottesdienste mit verschiedenen Predigern - weil der eine kann ja einen schlechten Tag haben. Außerdem kann man dann ja die verschiedenene Gemeinden kennenlernen.

auf dem Weg zur nächsten Messe

Hawk

Skele-Surtur:
Also wenn ich jetzt ganz gezielt auf die Themafrage abziele: "Warum soll man sich anhören, was man nicht mag?" dann bleibt darauf nur die Antwort: Soll man eben nicht. Man kann sich Sachen anhören. die man nicht KENNT, um herauszufinden, ob man sie mag oder nicht.
Es gibt Sachen, die man am Anfang nicht wirklich toll findet, die aber auch nicht abartig auf den Sack gehen. Die kann man sich dann "schön hören". Bei mir war das mit Subway to Sally so, die ich mittlerweile sehr geil finde.
Aber Dinge, und ich benutze dieses Wort ganz bewusst, wie "Echo Fresh" und Konsorten oder die DSDS-Retortenband Vol. XY brauch ich mir nicht länger anzuhören, weil ich weiß, dass das einzige Gefühl, dass sie bei mir erzeugen Brechreiz ist.
Ich habe sie gehört (erzwungener Maßen im Büro-Radio) und habe nach einmaligem hören beschlossen, dass ich das Zeugs nicht mag. Case closed.

Alice Crocodile Coltrane:



--- Zitat von: Hawk Inc. am  2.11.2008 | 13:38 ---@alice: Um mal auf das Thema zurückzukommen "Warum soll man sich anhören, was man nicht mag?", dann hat das weniger was mit der Performance zu tun. Fällt mir gerade so auf. Die Entertainment Sache lenkt uns ein wenig vom eigentlichen Thema ab.

--- Ende Zitat ---

Komische Ha(w)ken, die du da schlägst ;-)
Schliesslich bist du auf dieses Nebenthema eingestiegen.


--- Zitat von: Hawk Inc. am  2.11.2008 | 13:38 ---Oder verlangen jetzt die Verkünder des guten (weil eigenen) Geschmacks, das man auch den jeweiligen "Gottesdient" besuchen muß, um sich eine Meinung zu einem bestimmten Religionsstil erlauben zu können. Oder ehe mehrere Gottesdienste mit verschiedenen Predigern - weil der eine kann ja einen schlechten Tag haben. Außerdem kann man dann ja die verschiedenene Gemeinden kennenlernen.

auf dem Weg zur nächsten Messe

Hawk

--- Ende Zitat ---

Ist das an mich gerichtet, oder bezieht sich das nun auf das Thema im allgemeinen?
Kann dir nicht ganz folgen.



Exkurs:

Essen ist lebensnotwendig.
Deshalb würden wir noch lange nicht alles essen.
Doch je hungriger wir sind, desto weniger wählerisch sind wir.

Musik ist Luxus und nicht lebensnotwendig.
Deshalb und weil wir in Zeiten leben, wo Stille rar ist, gilt hier erst recht, dass wir noch lange nicht alles hören wollen.
Also warum sollten wir uns in diesem Bereich "Pflichtlektüre" aufbürden lassen?
Vielleicht bin ich toleranter, wenn mir ein Freund etwas vorstellt, auch, um ihn/sie besser kennen zu lernen.
Doch wenn ich eine andere Meinung dazu habe, wird uns das kaum entzwein.

Hawk Inc.:
@alice: Stimmt ich habe mich mitreißen lassen. Mea Culpa. Aber als ich es merkte, wolte ich einfach nur zum Thema zurück. Es ist so leicht ich ablenken zu lassen ;)

Nein, der Rest war nicht an Dich gerichtet, Alice, sondern an diejenigen, die verlangen man müsse erst einmal eine Stilrichtung quasi studieren, um mitreden zu dürfen. Und da ich schon oben pseudo-religiöse Vergleiche gesponne hatte, wollte ich an der Stelle wieder einsteigen.

Immerhin sind es die Musik-Propheten, die Missionare ihres Stils, die Verkünder und Ritter der einzig waren Musikrichtung diejenigen, die allzu oft von jedem anderen verlangen, sich intensiv einzuhören.

Wenn man dann immer moch keinen Gefallen daran findet, dann hat man sich eben nicht intensiv genug eingehört.

Ich habe oben schon zu erklärten versucht, woher mMn ein solches Verhalten kommt. Du warst damit nicht persönlich gemeint Alice.


Hawk

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