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Musik: Warum soll man sich anhören, was man nicht mag?
Stummkraehe:
Wozu zitierst du mein Posting, wenn du dich auf ein ganz anderes aus einem anderen Thread beziehst? Hellsehen gehört nunmal nicht zu meinen Fähigkeiten ::)
Neith:
...
lol
::)
Preacher:
Daß man es tatsächlich für nötig halten, daraus gleich einen eigenen Thread zu machen ::)
--- Zitat von: Brianna G. Sterling am 18.10.2008 | 16:14 ---Grundsätzlich muss sich jeder nur die Musik anhören, die er mag (Sonderfälle wie öffentlichen Raum mal ausgenommen).
Wenn man allerdings anfängt Künstler oder am besten gleich ganze Genres, von denen man keine Ahnung hat, als blödes Gefasel oder ähnliches zu diffamieren, dann muss man sich nicht wundern, wenn andere einen darauf hinweisen, welchen Blödsinn man da von sich gibt...
--- Ende Zitat ---
Das ist genau der Knackpunkt.
Wenn man einen Song kennt, eine Band und gar eine ganze Musikrichtung als "blödes Gefasel" abzutun ist ein Vorurteil, und nichts weiter. Auf Grundlage eines Songs kann man das nicht beurteilen.
Insofern hinkt der Vergleich mit dem Koch auch gewaltig. Treffender wäre es, wenn man auf Grundlage eines Gerichts, das den eigenen Geschmack nicht trifft sagt "der Kerl kann nicht kochen".
Die Aussage "dieses Genre interessiert mich nicht" oder "was ich davon kenne, animiert mich nicht dazu, mich näher damit zu beschäftigen" ist eine ganz andere als "nach 2 Sekunden fang ich an zu kotzen und die ganze Musik ist blödes Gefasel".
Das ist meine Meinung, dazu stehe ich. Was andere Leute für Musik hören ist mir doch scheißegal. Ich bin nur kein Freund davon, Pauschalurteile ohne Kenntnis der Materie in die Welt hinauszublasen. Abgesehen davon hab ich auch schon gesagt: Soll doch jeder nach seiner Façon glücklich werden.
Um also die Frage des Threadtitels zu beantworten: Soll man sich gar nicht. Aber dann soll man auch nicht drüber reden. Und wenn man es doch tut, dann muss man eben damit leben, daß das Urteil nicht eben ernst genommen wird.
Wenn jemand sagt "Metal ist nur Krach", dann muss er sich genau das gleiche anhören.
Echt, weshalb darüber eigens ein Thread eröffnet wird, entzieht sich meinem Verständnis.
--- Zitat von: Brianna G. Sterling am 18.10.2008 | 16:14 ---OT: Was hat dieser Thread eigentlich in der Speakers Corner verloren?
--- Ende Zitat ---
Ja wie jetzt? Erkennst Du etwa nicht die politische Brisanz dieses Themas? ;)
Ich verschieb's mal.
Plansch-Ente:
Ich finde schon, dass man sowas in einem eigenen Thread diskutieren darf - vielleicht sogar "sollte". Nicht, weil ich denke, dass dieses Thema so unglaublich wichtig ist, sondern weil dieses Thema IMMER wieder aufgetaucht ist und auch weiterhin auftauchen wird in allen möglichen Threads. Diese Tatsache allein reicht für mich schon als Existenzberechtigung dieses Threads. Es gibt offensichtlich Leute, die dieses Thema als diskussionswürdig betrachten und wieso sollte man es ihnen dann verbieten. Wenns einen nicht interessiert, brauch man hier ja nicht mitlesen. Ausserdem hat man so die Chance die aufkeimenden Musikdiskussionen aus den anderen Threads direkt hierher zu leiten und damit die "Abschweif"-Problematik direkt im Keim ersticken.
Zum Thema:
Meine Meinung deckt sich im Großen und Ganzen mit der von Jörg, teilweise allerdings AUCH mit der von Hendrik (um mal diese beiden als "Vertreter" der einzelnen Meinungen heranzuziehen).
Ja, es ist blödsinn ein ganzes Musikgenre nach dem hören von zwei Songs zu verteufeln. Aber ja, es ist auch Blödsinn, dass ich mich erst durch 10 Alben von 10 verschiedenen Künstlern durcharbeiten muss, um mir eine fundierte Meinung bilden zu können. Nehmen wir als Beispiel mal elektronische Musik. Die konnte ich bis vor kurzem auf den Tod nicht ausstehen. Ich KENNE allerdings so gut wie keine Songs wirklich. Ich habe aber schon jede Menge davon irgendwo mitbekommen und seien es nur wenige Augenblicke gewesen. Im Autoradio einer Mitfahrgelegenheit. Im CD Laden. Im Kaufhaus. In einer Disko. Auf einer Party. Und ich habe JEDESMAL fast einen Kotzkrampf gekriegt, wenn ich es gehört habe - und wie gesagt sei es nur für wenige Sekunden. Nun habe ich mir in der Zeit rausgenommen zu sagen: Ich finde elektronische Musik zum kotzen. Und JA, ich glaube auch, dass ich das sagen durfte. Das meine Meinung durchaus Berechtigung gefunden hat und das sie keinesfalls Dummfug war. Obwohl ich keine Künstler wirklich kannte und auch kein Lied irgendwem zuordnen konnte. Ich hab trotzdem einiges davon mitbekommen. Und wenn ich dann JEDESMAL nur das große KOTZEN bekommen habe und NICHTS mich JEMALS davon angesprochen hat, dann darf ich auch sagen: elektronische Musik ist scheisse. Ende der Diskussion.
Nun kann sich Geschmack natürlich ändern und ja, ich bin hier der Ansicht, dass man hin und wieder mal musikalische Tips von Leuten nachgehen sollte, auch wenn man eigentlich sagt: Nein, elektronische Musik ist scheisse. Wenn mir jetzt aber Person A von elektronischem Lied B erzählt und ganz begeistert davon ist, dann hör ich es mir gerne mal an. Ich kann dann ja recht schnell entscheiden, ob ich dem irgendwas abgewinnen kann oder nicht und dann "gelangweilt abwinken" oder halt "interessiert die Ohren aufmachen" ;) So erst neulich geschehen mit einigen Rap-Songs und einigen Industrial-Songs. Beides eigentlich so GAR nicht meine Baustelle. Aber mittlerweile gibt es auch da Songs wo ich mich eher im Takt wiege, als genervt den Raum zu verlassen.
Boba Fett:
1000% ack zu Hendriks Aussage.
Plus Nachtrag:
Meinungen sind wir Arschlöcher - jeder hat eines und hält seines für das wichtigste.
Musikrichtungen sind Schubladen - grobe Verallgemeinerungen in den Bewertungskriterien, um sich die Welt leichter zu machen.
Ich tendiere inzwischen dazu, Musik nicht mehr in Schubladen zu stecken, sondern nur noch zwischen "musik, die ich mag" und "musik, die ich nicht mag" zu unterscheiden, weil ich einfach zu oft überrascht wurde, was mir doch alles gefällt auf dieser Welt.
Wenn der Thread jetzt von einem DSA Fanboy gepostet worden wäre, und man hätte "Musik" durch "Rollenspiele" und "anhören" durch "spielen" ausgetauscht, käme jetzt der große Moralapostel-Entrüstungsansturm, von wegen, dass man doch über den Tellerrand gucken sollte und sich mal ausprobieren und auch mal anderem eine Chance geben und so. Funny, isn't it...
Funny auch, dass Hendriks Beitrag auch da gepasst hätte...
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