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HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)

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Teylen:

--- Zitat von: viral am  6.05.2019 | 22:22 ---Reisezeiten sind noch absurder.
--- Ende Zitat ---
Naja, es wurde da einfach ein bis zwei Monate nach vorne geschnitten?

Teylen:
Ansonsten bin ich hauptsächlich verwirrt.
Unter anderem auch weil das Internet echt nicht ansich halten konnte und mächtig gespoilert hat.

Im konkreteren zur Folge:
Die Feier-Szene fand ich sehr gut gestaltet und es war meiner Meinung nach mit eine der besten und stimmigsten Szenen durchaus seit längeren.

Das Brienne und Jaime zusammenfanden war sehr gut gemacht und erstmal nur schön.
Die 180° Wendung von Jaime der sich davon stiehlt wiederum verstehe ich einfach nicht.
Ich mein, wortwörtlich weiß ich nicht einmal was die Autoren glauben das ich als Grund annehmen sollte. Gar nichts.
Er ist haßerfüllt weil...? Ich mein die Liste seiner Schandtaten gut und (un)schön, aber der Punkt war doch das er sich seit dem Cousine-Mord weiterentwickelt hat. Ich kapiere es nicht. Stehe da komplett auf dem Schlauch. Zumal ich auch keine Ahnung hab wo er hin will. Nach Kings Landing? Nachdem er Cersei so abserviert hat? Hä?

Bronns Intermezzo fand ich da auch eher bizarr als alles andere.
Es wurde davor doch der Punkt gemacht das Cersei ihm eine Vorrauszahlung bietet. Ebenso wie der Umstand das Tyrion schlicht kein Geld hat und auch schlecht Highgarden versprechen kann?

Das Gendry zu einem Baratheon wurde war passend. Auch der Austausch mit Arya.
Wobei ich es ein klein wenig Schade fand. Allerdings nachvollziehbar von der Charakterentwicklung.
Das sie jetzt nicht mehr zurück nach Winterfell will, hrm, bin mir da unsicher.

Ghost, wir haben dich kaum gesehen, und jetzt bist du weg.
Mach's gut und hab Spaß im Norden, zusammen mit Tormund.

Das Cersei nicht faul war und die Drachenkiller-Machinen in Serienproduktion gab war schon halbwegs gewitzt und cool.
Ebenso erklärt es weshalb Rhaegal die Schlacht überlebte - dramaturgisch gesehen. Das ihn die Armbrust-Speere runterholen können fand ich glaubwürdig umgesetzt. Es war glaubwürdiger als das Bronn mit einem Armbrust-Speer Drogon abschießt.

Der Hinterhalt an sich war imho auch nachvollziehbar. Man kann sich hinter den Klippen von Dragonstone gut verstecken, gerade wenn man Zeit hatte das Terrain zu studieren und vielleicht auf ein paar Felsen Späher (zu klein um aus der Luft in der Höhe zu sehen - selbst wenn Danerys geschaut hätte).
Der Schlachtverlauf war mir dann aber um einiges arg zu schnell. Sowohl die Ninja Gefangennahme von Missandei, als auch die Zerstörung oder der Grund weshalb die nicht ein für allemal den Sack zugemacht haben. Nun, oder ist das zweier Feld und Drogon im Hintergrund alles was blieb? Weshalb schießt dann Cersei nicht von der Mauer mit den Armbrust-Speeren?
Wobei anfliegen, Feuerbrunst und dann an der Mauerentlang ggf. eine Lösung wäre?

Wohin gehen eigentlich jetzt Sam und Gilly? Zurück zur Mauer (er trägt immernoch schwarz), zur Maester Ausbildung oder zum Landsitz der Tarleys?

Das es Missandei erwischt hat fand ich doch frustrierend. Nun und war der Teil der mir gespoilert wurde.
Einerseits mit der "kontextfreien Zusammenfassung mit anderen Bildern" und dann dem Hinweis das es einen PoC Charakter erwischt (womit die Auswahl auf zwei reduziert war, und das Bild hatte einen kopflosen weiblichen Körper).
Andererseits weil ich mir so dachte das es doch eine nette Abwechslung gewesen wäre, wenn da Greyworm in den Kühlschrank gegangen wäre - wenn es schon einen Charakter erwischen muss.

Das Gelaber um die Wichtigkeit von Schwänzen. Kombiniert mit dem beseitigen eines weiblichen Charakter und dem Umstand das ein weiterer stark Richtung wahnsinn geht. Da versteh ich die Überschrift des einen Artikel das GoT schon für einige vielleicht einen Tacken mysgon rüberkommt. Aber mal schauen was die nächsten Folgen da noch so bieten. Ist ja noch nicht Ende Gelände ^^

So, einmal im groben die Gedanken zur Folge ^^;
Edit: Hab mal die Spoiler-Klammer weg gemacht..

Cass:
Aber egal, wie man es dreht und wendet - selbst haetten sie den Hinterhalt glaubhaft umgesetzt (moeglich waere es ja gewesen! Dany wird uebermuetig, greift Flotte an, Rhaegal wird Opfer ihres Uebermuts, aber zumindest ein paar Schiffe darf sie noch versenken...), ergibt es denn irgendeinen Sinn, dass Euron mit seiner anscheinend unschlagbaren Armada dann genau einen Gefangenen nimmt statt die ganze Meute Schiffbruechiger (!) auszuloeschen? Der Sieg wird einfach als viel zu total dargestellt und dann nicht so durchgezogen. Das ist so bezeichnend fuer die ganz auf Schockeffekt setzende Strategie, die schon viele andere bedeutende Plotelemente in Mitleidenschaft gezogen hat. Aber dieses Mal war es fuer mich wirklich der letzte Tropfen im Fass...

Was jetzt immer klarer wird ist der entscheidende Unterschied zwischen Martins Storytelling und dem der Show. Martin schrieb Schurken, aber wenig Antagonisten im narrativen Sinn (die Moral spielt dabei keine Rolle). Mit Tywin, Stannis, Roose konnte man Spannung erleben, weil sie die Protagonisten ihrer eigenen Geschichte waren. Sie handelten und mussten dann die Konsequenzen ihres Handelns erleben, zum Guten oder Boesen. Seit D&D notgedrungen allein am Ruder sind servieren sie uns Antagonisten, d.h. Schurken die nur dazu dienen, als Hindernisse fuer die Helden zu fungieren. Dazu laesst man sie unverdienten Sieg nach unverdientem Sieg erringen (20 Good Men; Teleport-Euron...), um die finale Konfrontation mit den Protagonisten kathartischer zu gestalten. Standard-Storytelling-Methode und nicht an und fuer sich schlecht, aber nimmt der Serie ihren phantastischen Realismus und damit irgendwie ihren Charakter. Haette man Euron ein klein wenig fuer seine Siege planen, arbeiten, bauen sehen, waere man doch zum gleichen Ergebnis gekommen. Pilou ist ein prima Schauspieler, und die Buchversion haette eine tolle Vorlage fuer eine wirkliche und glaubhafte Bedrohung geliefert, derer der Plot ja bedurfte. Ein oder zwei Episoden mehr haetten genugt, um diese und andere offene Enden (Tully? Arryn? Dorne? Second Sons?) glaubhafter einzubauen. Aber leider scheint dafuer einfach kein Wille mehr vorhanden zu sein. Stattdessen: plot lo vult.

Dreamdealer:
Bisher die beste Folge der Season, was aber wirklich nicht schwer war. Einige schöne Szenen Tyrion/Varys - Arya/Hound - Arya/Gendry - die Feier, dafür aber auch unnötige oder merkwürdige Stellen z.B. Bronn/Tyrion oder mit unnötigem Fanservice Jamie/Brienne. Was die Folge aber geschafft hat, dass ich wieder Lust habe weiterzuschauen, da
ich keine klare Vorstellung davon habe, wie es ausgehen wird.

Prophezeiung: nächste Folge Schlacht um Kingslanding - letzte Folge Intrigenfolge der Überlebenden Jon/Dany/Cersei/Sansa/Varys/Tyrion (wobei nicht zwangsläufig alle es schaffen werden) - Team Arya ist beunruhigt

Hotzenplot:
Grundsätzlich gut, aber viel zu hektisch. Ich fand einige Szenen schön und im Gegensatz zu vielen fand ich Bronns Auftritt cool. Von mir aus hätte man sich Jamie und Brienne sparen können oder aber man hätte sich mit der Entwicklung der Liebschaft Zeit lassen müssen. So wirkt es wie ein klassischer Trostf*ck im Suff, mehr nicht.  ~;D  :gasmaskerly:
Plötzlich wissen alle von Jons Geheimnis, das geht mir auch zu schnell.
Ein Drache wird mir nichts, dir nichts abgeschossen.
Miss Sunday (oder wie die heißt), hätte Cersei ruhig einfach in die Tiefe reißen können, als die Alte sie angepackt hat.

Ganz allgemein finde ich einige Charaktermotivationen nur noch schlecht gemachte Fassade.

Ne, sorry, die Folge lässt mich allgemein im Meckermodus zurück. Schade.

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