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HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)

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Hotzenplot:
Ach, man muss das ja auch nicht so ungemein ernst nehmen. Es ist Unterhaltung.

Es ist eben so, wie wenn man einige wunderschöne Rollenspielabende mit Polaris verbringt, die Gruppe dann was anderes will und man mit D&D im gleichen Setting weitermacht.  8]

Gawain:

--- Zitat von: Teylen am  8.05.2019 | 11:05 ---Seit dem nicht mehr.
Zumal es mit Qyburn und den Kindern auch noch explizit Varys abgeholt wurde.

--- Ende Zitat ---

Danke für den Hinweis! Die Szene hatte ich glatt vergessen. Zumindest das ist dann ja bedacht worden. Ich finde auch gar nicht nötig lange darüber zu disktuieren, was nicht innerweltlich alles hätte herbei erzählt werden können, um die Situation anders darzustellen. Das ist am Ende auch nicht zielführend und nur am Ende nur individuelle Fantastarei, was die eigene Sicht des jeweiligen Szenarios hergegeben hätte.

Was ich allerdings sehr wohl sinnig finde, ist kritisch zu betrachten, was gezeigt wird. Und da ergeben sich wirklich Lücken, die meinen Sehgenuss ordentlich einschränken, z.B. die nicht vorhandenen Späher, die völlig fehlende Übersicht aus der Luft - es wird ja immerhin im Anschluss eine Flotte gezeigt, die zwar um einen Felsen herum, aber keineswegs versteckt ist, das "Game of chicken", dass die wütende Danaerys mit Eurons Schiff spielt anstatt die Flott von der Seite zu verbrennen; die Willkür, manche gefangen zu nehmen und andere an Strand treiben zu lassen etc.

Das finde ich vieles im Gezeigten wenig plausibel, auch ohne noch über weiteres zu grübeln. Nichts davon fällt im übrigen für mich unter "Nerdrage". So sinnlose aufregend, nur weil Erwartungen gebrochen werden, ist das nicht. Es geht nicht mal um Erwartungen an Charaktere, sondern um die innere Logik des gezeigten.

Nichts davon muss stören. Mich stört vieles davon, auch weil ich finde, die Serie hat sich selbst einen höheren Standard gesetzt.
Ich werde es mit einigem Genuss zu Ende schauen und gleichzeitig hoffen, dass GRRM die Bücher noch fertigstellt und für mich einen erzählerisch höherwertigen Abschluss liefert. Das wäre mMn übrigens sogar möglich, wenn das Schicksal aller Charakter identisch bleibt. Es besser erzählen und einbetten, ginge allemal.


Edit: Im übrigen müssen wir noch ein paar Seiten aufholen, um die wilden Diskussionen um The Last Jedi einzuholen...

Teylen:

--- Zitat von: Gawain am  8.05.2019 | 15:39 ---Was ich allerdings sehr wohl sinnig finde, ist kritisch zu betrachten, was gezeigt wird.
--- Ende Zitat ---
Wobei es dahingehend auch unterschiedliche Wahrnehmungen gibt.
Bisher hat noch keine Armee, gar erfolgreich mit Spähern gearbeitet. Da hierbei keine gezeigt wurden, bin ich auch nicht davon ausgegangen das da welche sind.

Zumal man, die Szene mit Missandei und Grey Worm betrachtet, auch vergleichsweise tiefen entspannt war und wohl nicht damit rechnete das da Feinde um Dragonstone sind. Passend dazu hat man - das heißt konkret Varys - auch im Kriegsraum vor der Planung alle von Cerseis Armee-Pöppeln auf Kings Landing geschoben.
 
Wo man ganz offensichtlich auch keine Spione hat, andernfalls wäre Varys aufgefallen das Cersei die Mauer von Kings Landing mit Skorpionen zugepflastert hat. Zumal der Gedankensprung von "die Mauern" zu "Eurons Schiffen" nicht weit ist.
Wenn Varys nicht direkt Cersei in die Hände spielt um Dany weiter am Rad drehen zu lassen damit er Jon auf den Thron bringt.

Daneben fällt es zuerst Dany auf, und erst als Rhaegal fast auf dem Wasser aufschlägt den Leuten auf den Schiff. Was weiterhin für keinen großartigen Ausguck spricht. Das gleiche gilt für Dany, die sichtbar auf Drogon nicht mit Luftaufklärung beschäftigt war, sondern damit Rhaegal anzugucken und anzuschmachten.

Hinter zwei riesigen Felsen zu lauern, in einer Gegend die für Felsen und schwierige Navigation berüchtigt ist, ist meines Erachtens durchaus "sich verstecken".

Die wütende Dany hat sich durchaus überlegt die zu rösten. Nur wäre sie im Front-Angriff in die Reichweite des Skorpions rein. Rechts und Links waren Felsen. Zudem ist der Skorpion - von dem jedes Schiff einen hatte - auf einer Runden Plattform angebracht. Die man wohl drehen kann. Insofern hätte das nix gebracht.

Das man die Schiffsbrüchigen nicht gekriegt hat. Nu, vermutlich eine Mischung aus unwegsam um ranzukommen, Aversion gegen Landgefechte, mit dem aufräumen und gefangen nehmen beschäftigt.

Aedin Madasohn:
@Plausabilität von Blankwaffenzeitalter-Kriegsführung (aka Military-Porn)

ja, hier haben Drehbuchschreiber aus Hollywood extreme Bildungslücken

ja, hier hat das Publikum extreme Bildungslücken

könnte man es besser machen? geringfügig  >;D
es gibt versierte Personen (Militärhistoriker auf echten Militärakademien - also solche, die selber auch eine Offiziersausbildung in der Tasche haben)

interessiert es nur? nein!
reines Schwertgehampel auf Popcornniveau, wo die optische Umsetzung von Drehteam A das Drehteam B inspiriert.

Werke wie Anlitz des Krieges von John Keegan (3 Monographien; einmal für Mittelalter, der Waterloo-Teil ist für die mangelnde Leistungsfähigkeit von Reiterei gegen stehende Infanterie ebenfalls interessant) gibt es und würden einen jeden Drehbuchschreiber mehr als nur ein bissel Arbeit abnehmen.
aber Preisfrage, würdet ihr echt auch als "realistisch"TM erkennen, wenn es euch urplötzlich mal serviert wird? muhahahah (nicht böse gemeint)

ansonsten gibt es genügend Belegbeispiele, wo etwa Ritterheere sich (obwohl sie schon im Feindesland stehen) im unbefestigten Feldlager besaufen und dann im Morgengrauen mit runtergelassener Hose von eigentlich unterlegenen Lummels mit ohne Panzer erwischt zu werden.
Späher? Feldwachen?

@Skorpion(e)
Referenz wäre hier die römische Legion. Auch bei der Verteidigung der Lager gern eingesetzt. Harzhornereignis als "in Action", was für Feuermassierungen in einem antiken Gefechtsverlauf schon praktiziert wurde.
Aus der reenacment-Szene kann man auch auf modern vermessene Schussbilder und Trefferlagen zurückgreifen. Limitierende Größe dann der Verschleiß an den Verdrillten. Pferdeschweif und Mädchenzöpfe - schon nach wenigen Schüssen lässt die Spannkraft merklich nach. Überliefert ist übrigens, dass vorgespannte Torisionsbündel in der römischen Armee während einer Feldschlachtbeschießung gewechselt werden mussten. etc. pp  >;D >;D >;D
(Lichtschwerttänzer könnten hier garantiert auch noch viele Details beisteuern)

interessiert das wirklich irgendjemanden, wenn er Glotze gucken will?     

 :btt:


 


Lyonesse:

--- Zitat von: Teylen am  8.05.2019 | 16:01 ---... Das man die Schiffsbrüchigen nicht gekriegt hat. Nu, vermutlich eine Mischung aus unwegsam um ranzukommen, Aversion gegen Landgefechte, mit dem aufräumen und gefangen nehmen beschäftigt.

--- Ende Zitat ---

GoT war bisher aber keine Serie der Spekulationen; was nicht gezeigt oder erzählt wird, findet somit nicht statt.
Äh gut, Missandei wurde irgendwie gefangen genommen, ohne dass das gezeigt oder erzählt wurde, aber das
widerspricht jetzt mal nicht meiner vohergehenden These. ;D
Doofe Reisezeiten kann man auch in schönen, altertümlichen Lettern einblenden und jeder weiß Bescheid und muß nicht meckern.
Ich hätte gerne mal diese Skorpione im Einsatz gegen Smaug gesehen; natürlich im kompletten Schuppenkleid
und mit mieser Laune.

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