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HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)
pharyon:
Ich fand die 5. Folge gut, an einigen Stellen grandios inszeniert, mit Abstrichen beim Drehbuch und manchen Charakteren.
Allerdings bin ich mir bzgl. einer Sache nicht so sicher:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Warum glauben alle, dass Cersei (und Jaime) tot ist? Immerhin haben wir in dieser Staffel eine halbe Dothraki-Armee gegen den Nachtkönig und gerade in dieser Folge Arya diverse Katastrophen überleben sehen. Nach der gleichen Logik könnten die Lannisters noch zu dritt sein, oder zumindest Cersei noch überlebt haben. Ich bin mir da nicht sicher.
p^^
Kreggen:
Ich finde es extrem spannend, hier zu lesen, wie sehr die Meinungen doch auseinandergehen. Wie die gleiche Folge, die gleiche Szene, so unterschiedliche Emotionen auslösen, so unterschiedlich wahrgenommen werden. Ich selber bin kein Fan der Serie, nur der Bücher, und lese sehr gerne hier mit.
Kaskantor:
Jap, Varys ist seit gestern auch mein tragischer Held der Serie.
Er hat jetzt gefühlt nach ewigen Zeiten mit Ned Stark gleichgezogen.
Von Tyrion war ich ein wenig enttäuscht, dass seine Loyalität über die offensichtliche Vernunft gesiegt hat. War bis dato mein Lieblingscharakter.
Der Hund hatte den coolsten Spruch ever gebracht. „Ja, eindeutig du!“. Da musste ich gut schmunzeln.
Ich könnte mir vorstellen, dass auf Arias Liste jemand anders die Hitliste anführen wird. Mal schauen, ob sie wieder den final blow ansetzen wird:).
Interessant für mich wäre noch, was Bran sowie Bron gerade treiben.
Mir geht das alles insgesamt zu allen Staffeln vorher im Vergleich, ein wenig zu schnell und krass ab. Auch fand ich die Szene von Danis Alleingang lächerlich. Sie hat mit einem Drachen mehr Verwüstung angerichtet, als mit allen dreien zusammen. Es flog auch nicht ein einziger Pfeil in deren Richtung, da hätte man sich das zeigen der englischen Bogenschützen auch sparen können.
Von Jons mehr oder weniger zusehen war ich maßlos enttäuscht. Als Frauen und Kinder abgeschlachtet wurden, hätte ich erwartet, dass er Grauer Wurm im Zweikampf stellt. Ned Stark hätte das nicht geduldet, schätze ich und ich fand immer das Jon das meiste seines Ziehvaters übernommen hätte.
tartex:
Mich ärgert, wie Varys und Tyrion dumm geschrieben wurden, damit Daenerys schnell mal böse werden konnte.
Das nenne ich 'lazy writing', wenn klar sichtbar ist, dass zuerst ein Resultat am Blatt steht, und dann wenig überzeugend versucht wird alle anderen Charaktere und Ereignisse halt irgendwie in die Richtung zu drehen, um das gewünschte Endergebnis zu erhalten.
Das haben die Berater nicht verdient, die ja 7 Staffeln lang als die klügsten und erfahrensten von ganz Westeron aufgebaut wurden.
Die Warteszene bis zum Glockengebimmel empfand ich allerdings als eine der spannendsten und emotionalsten Szenen seit langem.
Und dann sagte meine Suspension of Disbelief "Auf Wiedersehen", als ein einziger Drache die gesamte Wehranlage plus Burg wegbrannte als sie Papiermaché. Also Papiermaché hält deutlich mehr aus... Auch das Volumen an Feuer das da gespuckt wurde...
Und Euron kommt natürlich zufällig genau in dem Moment an der Stelle als einziger aus dem Wasser. Letzte Folge konnte ich den Stretch nach der Seeschlacht noch verzeihen. Ein weiteres Mal war es aber echt schwach.
Der Moutain-Kampf war auch ein einziges Klischee. Mir hat GoT immer deshalb zugesagt, weil es Klischees bricht. Damit ist es ja schon einige Staffeln vorbei. Am Anfang war es ja noch Brechung der GoT-Erwartungshaltung, das mal etwas nach Klischee abläuft. Inzwischen aber eindeutig nicht mehr.
tartex:
Also mit mehr Filmminuten und Fingerspitzengefühl hätte man denselben Outcome auch plausibel darstellen können, aber stattdessen lag der Schwerpunkt in Staffel 8 ja wohl darauf mit Big-Budget-Schlachtszenen zu trumpfen. (Und 2 Folgen reiner Exposition.)
Man vergleiche das mal mit Staffel 1, wo die gesamte Schlacht übersprungen wurde und man sich stattdessen auf Charaktere und Intrigen konzentriert hat.
Schrecken des Krieges und der Plünderung darstellen: auch super, aber in Episode 5 haben wir wohl schon nach einem Drittel der investierten Zeit mitgekriegt, was sie uns sagen wollen. Und die verbleibende Zeit ist ja echt begrenzt.
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