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HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)

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AlucartDante:
Hm ich bin unsicher, aber ich glaube ich. Dadurch das Charaktere sterben, wird ihr Verhalten wichtig. Weil ihr Verhalten wichtig wird, will man darauf achten, was wer wann gemacht. Was war schon vorher absehbar, wenn man genau darauf achtet?

Wenn alle Charaktere noch leben und alles was sie gemacht haben, völlig egal ist, dann schaut man es sich eher nicht nochmal an...

Gwynplaine:
Ich fand Folge 5 wieder extrem mies.

- die Schlacht war kompletter Schwachsinn
- Jamies Entwicklung war komplett unglaubwürdig (schon seit letzter Folge). Schön war auch sein Satz zu Tyrion, dass er sich nie groß um die Menschen (von King's Landing) geschert hat (warum ist er noch mal zum Königsmörder geworden?
- es zeigt sich leider wieder, wie sehr Emilia Clarke, Kit Harrington und Maisie Williams mit dem Schauspiel überfordert sind.
- usw.

Echt schade!

Das Finale werde ich zwar schauen, habe aber keine großen Hoffnungen mehr, das es ein würdiger Abschluss wird. 

Wisdom-of-Wombats:
Also nachdem ich gesehen habe, wie hingeschludert die 7. Staffel erzählt wurde, habe ich mir für Staffel 8 nur noch gewünscht, dass es endlich vorbei ist. Die Serie wird schlechter und verliert ihren Ruf, seit auch das letzte bisschen aus den Büchern von Georg R.R. Martin fertig erzählt ist. Jetzt ergeht sich der Plot viel zu oft in vorhersagbarem Fan-Service. So als ob nicht Martin das Ende schreibt, sondern die Erwartungen der Zuschauer. Die 8. Staffel hat sich mit der in fast vollkommener Dunkelheit gedrehten Schlachtszene in Folge 3 keinen Gefallen getan. Auch der Überraschungsangriff aus Folge 4 war irgendwie seltsam gestellt verglichen mit Folge 5. Für mich wirkt es immer noch so, als müssen um jeden Preis alle Charaktere in irgendeiner Form getötet werden. Anders als in den Büchern, wo seitenweise Angehörige der Häuser genannt werden, wirkt Westeros inzwischen sehr leer was den Adel angeht. In den Büchern dürfte das alles nicht so auffallen, da es wirklich genug "Ersatz" gibt. Aber in der Serie werden es immer weniger und weniger Leute verglichen mit den ersten drei Staffeln.

Bei Folge 5 hält aus meiner Sicht nur der Erzählstrang um Arya mit den Büchern stand. So könnte ich mir das tatsächlich vorstellen, dass Martin es beschreibt, wie Arya in das Massaker von Kings Landing gezogen wird. Fast alles andere kommt viel zu kurz. Der Verrat von Varys? Billige Methode den Charakter aus dem Weg zu schaffen. Das Ende von Cersei? Interessant. Die Serie schafft es, mir Cersei sympathischer darzustellen als Daenerys. Sowohl beim Walk of Shame als auch in ihren letzten Szenen hab ich mit Cersei gefühlt und sie tatsächlich bedauert. Die Parallelen ihres Endes mit dem Ende Maegery Tyrell fand ich fast schon cool. Zwei Frauen, die sich nichts geschenkt haben, kommen quasi "nebenbei" um - ohne sich ihres Schicksals wehren zu können.

Daenerys hingegen ist jetzt wohl die Mad Queen. Die Frage ist nun: trauen sich die Serienmacher sie tatsächlich herrschen zu lassen? Ich glaube ja eher nicht. Am Ende muss wohl Jon oder Arya ran, um ihr das Handwerk zu legen.

Große Fragen für mich bleiben:
- Überlebt Tyrion?
- Wird Sansa tatsächlich alle überleben (so wie Tyrion es ihr voraussagt?)
- Kehrt Arya am Ende zu den Faceless Men zurück, weil ihr klar wird, dass sie ihnen etwas schuldet? (Glaub ich ja nicht)
- Was wird aus Drogon? Der muss eigentlich auch noch abserviert werden.
- Ist Bran wirklich so nutzlos wie ich glaube? ;)
- Ansonsten hoffe ich auf gute Enden für Brienne und Ser Davos.

AlucartDante:

--- Zitat von: Gwynplaine am 15.05.2019 | 00:00 ---- es zeigt sich leider wieder, wie sehr Emilia Clarke, Kit Harrington und Maisie Williams mit dem Schauspiel überfordert sind.

--- Ende Zitat ---

Ach komm, ich kann es ja nachvollziehen, dass man andere Folgen besser fand. Aber wie Leute manchmal von überforderten Schauspielern oder schrecklich miesen Drehbuchautoren schreiben, ist mir ein Rätsel. Ich mochte ja die Schauspielerinnen von Charmed auch gerne und die Drehbücher von Xena - Die Kriegerprinzessin. Aber ich denke selbst wenn man Game of Thrones nicht mag, muss man sagen, dass Drehbuch, Kulisse und Schauspieler einfach echt top sind. Unabhängig davon ob man einige Sachen gerne anders und besser hätte.

Puh, wenn ich mir meine eigene Arbeitsleistung angucke, was bin ich denn, wenn schon Leute wie Emilia Clarke, Kit Harrington und Maisie Williams als überfordert gelten?

Noir:
Kit Harrington finde ich tatsächlich auch oft sehr hölzern. Bei Emilia Clarke bin ich oft über die feinen Nuancen in der Mimik begeistert. Das finde ich tatsächlich richtig gut. Wenn da ihr Blick plötzlich in Bruchteilen von Sekunden von "freundlich" zu "bösartig" wechselt. Zuletzt imho geschehen, als sie zum ersten mal Jon trifft. Fand ich gut. Ob das jetzt "gutes Schauspiel" oder nicht ist, weiß ich nicht. Ich fands gut.

Von der neuen Staffel gefällt mir nicht sehr viel. Alles zu gehetzt. Alles zu schnell. Da hätten gut und gerne noch 2 volle (a.k.a. jeweils 10 Folgen) Staffeln kommen müssen um alle offenen Fragen und alle Charakterentwicklungen plausibel erzählt und beantwortet zu bekommen.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Bzgl. schlechte Drehbücher: Da wird der Night King 7 Staffeln lang als DER BÖSEWICHT aufgebaut. Ein Mystisches Wesen ... niemand weiß wer er ist ... was er will ... warum ... und wieso ... und dann erfährt man über ihn und seine Beweggründe genau ... gar nichts. Er ist dann einfach tot. Schade drum. Weiter gehts. Das ist wirklich richtig schlecht gelöst worden.

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