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HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)

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Lichtschwerttänzer:
Was hier alle anscheinend nicht einkalkulieren, ist das Winter is coming und die Uhr tickt(Belagerungen zu der Zeit im Winter waren die Hölle und Katastrophe für Belagerer) - dazu Dany Sansa im Rücken hatte und das alles in mehr oder weniger ungesichertem Gebiet.

Dany ging über die Edge, well done Sansa, Varys ….
Mit Misandeis Ermordung war No Quarter praktisch gesetzt, wenn eine Festung - Stadt im Sturm genommen wurde war No Quarter, let´s slip the dogs war, das bedeutete Tage von Massaker, Mord, Vergewaltigung und Plünderung mindestens von den Legionen Roms bis Ende des 18 Jh die Norm.

Cornwallis kapitulierte bei Yorktown, weil ein Belagerter  der die Belagerer zum Sturm zwang die Regeln der zivilisierten Kriegsführung verletzt hatte und kein Anrecht mehr auf Pardon hatte
 

Crenshaw:
Im Großen und Ganzen dürfte das Feuer der Serie jetzt ausgeraucht sein.


Ich möchte gerne kurz rekapitulieren.


Unmissverständlich, unaufhaltsam wie Valar Morghulis zeichnet sich Folgendes ab:

Die ersten vier Staffeln, die Martin als Buch jahrelang geschrieben hatte, bilden ein faszinierendes, hochkomplexes Fantasy-Universum aus grauen Charakteren, deren Motivationen stets nachvollziehbar bleiben. Zu recht führte dieses Meisterwerk zu einer der größten und populärsten Franchises aller Zeiten. An dem Narrativ von Season I-IV werden sich künftige (Fantasy-) (TV)-Produktionen messen müssen.

Nach dem Abschied von Martins Vorarbeit zeigt sich, dass eine Serie zu adaptieren, doch etwas anderes ist, als diese selbst zu schreiben. Dies wird v.a. daran deutlich, dass komplexe Charaktere, an denen Martin Ewigkeiten feilte (Tyrion, Jaime, Cersei, Jon), von den Autoren ohne Martins Federführung entweder verhindert werden, sich wesentlich effektiv einzubringen (Sir Davos), oder gar verhunzt (Tyrion) bzw. ins stumpfe Aus geführt werden (Jaime, Cersei). Dies gilt nicht für rundum alle Charaktere der Serie, wird aber gerade bei den großen Protas sehr augenfällig.

Die einfacher gestrickten Nebenfiguren wie Hound, Dondarrion, Quiborne, Gendry, Melisandre, kommen hingegen besser weg, weil sie nicht dieselbe epische Schwungweite wie die großen Protas mitbringen. Sie bringen meist ein klares Motiv und weniger Charakterzüge mit (Rache an X, Zweck: supporte Y) und lassen sich daher mit weitaus weniger Screentime effektiv so vorantreiben wie es ihrem Wesen entspricht. Das sind regelmäßig auch extrem beliebte Charaktere wie Old Bear Mormont, Leanna Mormont, Ser Barristan Selmy), etc.

Alles in allem eine wahrlich große Serie, mit einer "joah"- tauglichen Abschlußstaffel ohne viel Mysterium oder simpler Verarschung der Zuschauer  :d. Gut, manchmal etwas stümperhaft, nicht kongenial zu Martin ohne Martins Vorgaben, manchmal schwächelnd und oft zu voreilig.

AGoT aber immer noch der charismatische, ehemalige Klassenbeste, der sich in der Abschlußprüfung zu einer "2" zusammengerauft hat, nachdem er sich in der Vergangenheit doch ziemlich verändert hatte.

Mr. Ohnesorge:
Mit welcher Begründung sind Staffel 7 und 8 eigentlich in dem Format (weniger, dafür längere Folgen) konzipiert worden? Gibt es da irgendwo erhellende Aussagen/Interviews?

First Orko:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 15.05.2019 | 09:43 ---Dany ging über die Edge, well done Sansa, Varys ….
Mit Misandeis Ermordung war No Quarter praktisch gesetzt, wenn eine Festung - Stadt im Sturm genommen wurde war No Quarter, let´s slip the dogs war, das bedeutete Tage von Massaker, Mord, Vergewaltigung und Plünderung mindestens von den Legionen Roms bis Ende des 18 Jh die Norm.

--- Ende Zitat ---

mitlerlweil kommich mit deim style, you knwo ich erkenn meist was du meins und verstehe most of it aber das oben ist nur noch wtf und

Teylen:
Einmal so direkt gefragt: Ist Daenarys überhaupt wahnsinnig?

Die Handlungsweise ihrerseits war definitiv weder nett noch gnadenvoll, allerdings sehe ich nicht das man ihr unbedingt Wahnsinn zu schreiben kann. Gar einem der ihres Vaters gleichkommt. Schließlich herrschte Krieg und sie hat ihre Handlungsweise sowohl angekündigt als das auch andere Personen ihr dazu rieten.

Sie hatte zuvor bereits mehrfach geplant Kings Landing niederzubrennen oder gedroht andere Städte niederzubrennen. Wovon man sie mit dem Hinweis darauf das sie auch vom Volk geliebt werden könnte abbrachte.
Jetzt wurde ihr im Norden sehr deutlich gemacht das sie vom Volk nicht geliebt werden wird. Nicht vor der Schlacht gegen den Night King und nicht nach der Schlacht. Wo einerseits Jon gefeiert wird während sie isoliert da sitzt und auf ihren politischen Zug hin mit der Erhebung Gendrys gleich der Gegenzug von Sansa kommt.
In dem Kontext schwört sie ihren Vertrauten und die Person die sie liebt darauf ein das er das Geheimnis das sie stürzen kann - gerade wenn sie es auf die nette Weise versucht - nicht weiter trägt. Dieser geht dann direkt zu seiner Familie, die wiederum es direkt so platziert das eine größere Intrige entspinnt und Daenerys mit Varys einen Verbündeten an ihrer Seite nicht nur verliert sondern gegen sich agieren sieht.

Dann gibt es den Tipp von Tyrion doch noch ein Gespräch mit Cersei zu probieren, die nachdem Abschuss eines Drachens massives Oberwasser hat, und es kostet einer von Daenerys wahren Verbündeten den Kopf. Die ihr auch noch sagt: "Brenne Kings Landing nieder!". Was sich auch mit den Ratschlägen von Olenna Tyrell und der ersten Idee von Yara Greyjoy deckt.

Jetzt ist sie aber immer noch nicht ganz so weit also spricht Daenerys mit ihrem Geliebten dem sie sehr aktiv nachträgt das er sie verraten hat und die bedrohliche Information in Umlauf brachte. Nun und sie sagt ihm noch "Then it shall be fear" woraufhin er scheinbar keinen größeren Widerspruch leistet.

Dann sagt sie Tyrion das sie nur vielleicht auf die Glocken reagiert und das er es nicht wagen sollte sie zu betrügen. Woraufhin der in einer geraden Linie zu seinem Bruder läuft, der aus Daenerys Perspektive sie verriet, und befreit ihn. Er befreit ihn in dem er sich den Wachen gegenüber mit Namen und Position ausweist. Womit Daenerys wohl wissen dürfte wer das war wenn es heißt "Deine Hand wollte den Gefangenen sehen, und danach war der Gefangene weg".

Demhinzukommt das sie die Tage vor der Schlacht kaum schlafen und nichts essen konnte, weil letzteres von Varys vergiftet worden war.


Dann sitzt sie da auf Drogon auf der Stadtmauer.
Die Glocken läuten, wobei das läuten der Glocken ein falscher Alarm ist. Cersei hat zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgegeben und es braucht die Zerstörung eines Großteil der Stadt das Cersei es einsieht und Qyburn zu ihr durchkommt.
Die Lannister Wachen ergeben sich, vor Jon Snow und dem Mann dessen Freundin einige Tage davor auf Geheiß geköpft wurde.  Wenn Daenerys das sah, und es ist nicht ganz klar, wäre es ein weiteres Indiz dafür das sie sich mit einem "freundlichen" Ansatz nicht auf dem Thron halten kann da die Leute so schon zu Jon tendieren.
Also zeigt sie Zähne und greift an. Nicht direkt den Red Keep sondern halt die Stadt. Was enorme Scheiße für die Einwohner ist, aus Daenerys Perspektive jedoch die einzige Möglichkeit ihren Herrschaftsanspruch mit dem Umstand das raus ist wer Jon eigentlich ist durchzusetzen. Das heißt, aus Sicht der Kriegsplanung intelligent.

Wenn sie in Drachenlinie zum Red Keep geflogen wäre, Cersei frittiert hätte, wäre einige Monate später Aegon Targaryen auf dem Thron.

Allgemein schaut es auch nicht danach aus, als würde sie jetzt jenseits des niederbrennen von Kings Landing grausam sein.

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