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HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)
Lyonesse:
Na ja, die Sklavenhalter hingen doch auch irgendwie mit dem Aufstand/der Verschwörung
der Söhne der Harpyie zusammen, oder? Dass sie da keinen großen Wert mehr auf eine
Verhandlung legte, war schon nachvollziehbar, nicht zuletzt wenn man das Genre bedenkt.
Die Tötung der Tarlys kostete Dany bei mir schon sehr viel mehr Symphatiepunkte - das
fand ich scheisse.
Talasha:
Die Sklavenhalter haben doch vorher 100+ kleine Kinder gekreuzigt, um den Weg in ihre Stadt "aus zu schildern". Danis "Fall" kommt auf jeden Fall nicht soooo überraschend gerade in Mereen läuft ja alles darauf hinaus, das sie Härte zeigen muss, die Sklavenhalter tanzen ihr ja auf der Nase herum. Jedes verdammte mal wenn sie versucht nett zu sein, fällt sie auf die Nase damit, teilweise recht brutal. Also zeigt sie z.B. gegen die Tarlys Härte.
--- Zitat von: Runenstahl am 28.06.2020 | 18:20 ---- In Staffel 4 Kreuzigt sie 100+ Sklavenhalter. Die sind ja alle böse. Gerichtsverhandlung braucht man nicht. Das es hinterher Sklaven gibt die freiwillig in die Sklaverei zurückwollen (was beweist das nicht alle Sklavenhalten totale Arschlöcher sind) kann da ruhig ignorieren. Die müssen schuldig gewesen sein sonst hätte die Zuckerdany sie ja nicht ans Kreuz genagelt.
--- Ende Zitat ---
wobei die Freiwilligen Sklaven in erster Linie extrem hoch qualifizierte Leute waren, zumindest in den Büchern. Wenn du als Hauslehrer für die Bratzen des Eigentümers, ein eigenes Zimmer und drei Mahlzeiten am Tag usw. usf. bekommst ist Sklaverei keine so extrem schlechte Sache. Für den der die Kartoffeln für das Essen des Hauslehrers schälen, oder noch schlimmer anbauen muss sieht die Sache dann natürlich deutlich anders aus.
Runenstahl:
--- Zitat von: tartex am 28.06.2020 | 20:06 ---Die Kritik an Staffel 8 hatte allerdings eher selten damit zu tun, dass Dany "böse" wird. Evtl. wird die Umsetzung kritisiert, aber eigentlich geht es meist um ganz anderes.
--- Ende Zitat ---
Um was denn ?
tartex:
--- Zitat von: Runenstahl am 28.06.2020 | 23:39 ---Um was denn ?
--- Ende Zitat ---
Kann man sicher eine paar Seiten weiter hier durchlesen.
Hier eine andere Aufzählung. Habe die jetzt nur kurz überflogen und nicht im Detail gelesen.
Mein gefühltes Hauptproblem: in den Staffeln bis 6 hatte ich den Eindruck, dass der Plot sich aus den Charakteren entwickelt. Bei Staffel 8 wurden die Charakter nur noch hin- und hergeschoben um den Plot schnell durchzudrücken.
Runenstahl:
Interessant. War nicht mein Eindruck.
Was die Liste angeht:
1. Jons Herkunft spielt keine Rolle (außer um Dany madig zu machen)
Jons Herkunft spielt keine Rolle weil er absolut nicht will das sie eine Rolle spielt. Und ja, das sie eine Rolle spielt um Dany noch weiter über die Klippe zu treiben ist halt auch nicht unwichtig. Er hätte auch mMn einen schlechten König abgegeben weil er für den Job zu ehrenhaft / stur und gutherzig ist. Oder wie wir RPG-ler es sagen: Rechtschaffen Blöd.
2. Daenerys unspektakulärer Untergang
Das ist wohl Geschmackssache. Ich fand den angemessen umgesetzt.
3. Drogons Verhalten
Ja was soll er denn tun ? Er findet seine tote Mutti in den Armen von jemandem den er als Verbündeten kennt. Drogo ist nicht CSI geschult und weiß halt nicht wer Dany getötet hat. Er ist sauer und entlädt seine Wut auf das einzige Objekt das aus dem ansonsten steineren Trümmerfeld / Thronsaal hervorsticht.
4. Cersei und Jaime hätten überleben können
Okay. Ich gebe zu die Darstellung der Trümmerschicht über den beiden war ein bißchen Dünn. Aber irgendwie wird dabei auch vergessen das Jaime eigentlich eh Tod war und die Wunden durch Euron kaum überlebt hätte. Aber ja, man hätte andeuten können das beim Durchgraben des Dungeons mehr Zeit vergeht etc.
5. Bran als neuer König
Das hat mich auch überrascht, macht aber Sinn. Wer, wenn nicht er kann Westeros "neutral" regieren. Er ist apatisch genug um keine emotionalen Entscheidungen zu treffen. Er hat mehr Wissen als andere und überhaupt kann er die Königreiche bestens im Auge behalten. Er ist auch derjenige dem die anderen am ehesten Zustimmen weil er keine Agenda zu haben scheint und vermutlich kein Haus (selbst die Starks) bevorzugen wird.
6. Bronn bekommt einen Platz im Rat
Bronn ist ein Söldner. Insofern ist seine Loyalität kein Fragezeichen. Warum soll er ein schlechter Meister der Münze sein ? Petyr war sicherlich gut im Umgang mit Geld aber anders als Bronn halt wirklich ein Verräter. Und Mace Tyrell erschien mir wahrlich unfähig. Bronns direkte unpolitische Art wird ihm dabei sicherlich von Vorteil sein.
7. Samwell, Mädchen für alles
Der gute Sam hat also für seine Verdienste ein paar Jahre Lehrzeit übersprungen und ist für die Heilung von Jorah (die seinen Lehrer in der Zitadelle beeindruckten) und seine Forschungen über die White Walker zum Maester ernannt worden. Und es scheint das Bran Danys Idee (ein paar Regeln für Maester zu lockern) auch umgesetzt hat. Paßt für mich.
8. Die Eiseninseln wollen keine Unabhängigkeit
Stimmt, das wirkt unstimmig. Allerdings waren die Eiseninseln die einzige Gegend in Westeros in der der Nachfolger scheinbar auch durch einen Rat gewählt werden kann. Insofern kann es Sinn machen das man jetzt beim Reich bleibt weil man somit in Zukunft die Chance hat selbst einen Platz auf dem Thron zu ergattern. Auch kann man mit gewählten Königen sicherlich besser leben als mit welchen die einem sonstwie aufgedrängt werden (auch wenn Euron dafür ein mieses Beispiel bildete, denn er war ja schließlich auch gewählt).
9. Meister der Flüsterer
Warum braucht Bran den wenn er alles sehen kann ? Ich gehe mal stark davon aus das Bran nicht alles sehen kann. Er muß sich darauf konzentrieren was er sehen will und er kann das nicht 24 Stunden am Tag machen und nicht auf mehr als eine Sache gleichzeitig. Und er kann sich auch kaum auf Dinge / Personen / Handlungen konzentrieren von denen er nichts weiß. Insofern macht es durchaus Sinn das auch er einen Spionagedienst brauchen wird.
10. Jons Verbannung
Ist eigentlich schonmal jemandem in den Sinn gekommen das die "Verbannung" genau das ist was Jon glücklich macht ? Fortan hat er keine Verantwortung mehr (wollte er nie) und er kann die Freiheit jenseits der Politik genießen und mit Tormund und Ghost durch den hohen Norden streifen.
11. Der Sinn der Nachtwache
Stimmt, die macht keinen Sinn mehr außer als Exilposition für ungewünschte Leute die man nicht einfach umbringen will.
12. Plastikflaschen in Westeros
Ist mir nicht aufgefallen. Fehler passieren aber den meisten Produktionen. Das man sowas eigentlich bemerken muß ist schon richtig. Und dafür kann man die Macher auch gerne Kritisieren.
13. Screentime für die falschen Sachen
Man regt sich echt darüber auf das Arya inmitten der Verwüstung ein scheinbar unverletztes weißes Pferd findet ? Die ganze Szene ist Surreal und spiegelt Erzählungen aus den Weltkriegen wieder. Derartige "unwahrscheinliche" Szenen machen die ganze Szenerie für mich ein wenig realistischer. Das empfinde ich nicht als "verschwendete" Screentime. Tyrions Stuhlrücken entspannte die ganze deprimierende / negative Situation wieder ein wenig, fand ich damit also ebenfalls durchaus Sinnvoll.
Ist halt alles Geschmackssache. Die Serie ist nicht perfekt und hat von Staffel 1, Folge 1 an Logiklücken. Ob die nun das Maß erreichen bei denen einem die Lust vergeht muß jeder selber wissen. Ich habe jedenfalls jede Minute genossen (oder mitgezittert) und finde die Serie äußerst gut gelungen.
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