Medien & Phantastik > Sehen
HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)
6:
--- Zitat von: First Orko am 7.07.2020 | 15:43 ---Containerschiff-Kapitän zu Showrunner halte ich zwar für ne hart wackelige Analogie :o - aber für Spass lass ich mich mal drauf ein: Wenn das Ding im ersten Sturm die Hälfte der Container verliert, dann sollte man sich mal anschauen, wo die Verlademanschaft Mist gebaut hat.
Aber wenn seit mehreren Routen lang konstant Container verloren gehen, keiner mehr weiß, was in den vorhandenen ist, Kühlconainer nicht angeschlossen sind, ein Teil der Manschaft im Hafen festsitzt, der Rest betrunken unter Deck - dann wäre mal der Zeitpunkt, wo man mal fragen könnte, was der Käptn eigentlich monatelang so macht 8]
--- Ende Zitat ---
Da kann dann schonmal sowas wie Cleopatra von 1963 oder Apocalypse Now rauskommen...
Ehrlich gesagt gefällt mir der Vergleich irgendwie gar nicht.
Jiba:
--- Zitat von: Grubentroll am 7.07.2020 | 16:13 ---Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich mit jemanden der den Unterschied von Anfang der Serie hin zum Ende nicht sieht diskutieren soll.
Das ist wie wenn mir jemand erzählt der Himmel ist grün.
--- Ende Zitat ---
Naja, also...
dass sich die frühen Staffeln signifikant von den späteren unterscheiden bestreitet hier doch eigentlich keiner. Auch Orko nicht.
Er behauptet lediglich, dass GoT nie sonderlich konsistent war. Und davon abgeleitet, fehlende Konsistenz nicht das Hauptproblem der späteren Staffeln ist.
Da würde ich übrigens sogar mitgehen. Wie lange wer bei einer Überlandreise braucht oder nicht... damit steht und fällt keine Geschichte. Das sind Details. Die groben Striche von Charaktermotivation, Build-Up/Payoff, der von mir schon angedeutete von Social zu Psychological Storytelling... das ist, was der Serie das Genick gebrochen hat.
Denn im Ernst: Ich sitze bei keiner Serie da und zähle nach, wie realistisch jetzt die Reise von A nach B war. Das sind dann die Elemente an denen man sich dann festhält, wenn man analysieren will, was einem nicht gefallen hat. Die eigentlichen Probleme liegen meist tiefer und ganz woanders.
ErikErikson:
Ab wann ist es denn schlechter geworden, und welche Staffel war noch gut?
Turgon:
--- Zitat von: Grubentroll am 7.07.2020 | 16:13 ---Die Serie war am Anfang relativ intelligent aufgebaut, den Charakteren wurde Zeit zur Entwicklung gelassen.
Reisen haben Zeit gebraucht, Schlachten wurden erstmal nur als Element zum Zwingen der Handlungsrichtung eingesetzt, sogar lange ohne diese direkt zeigen zu müssen. Kämpfe waren nicht dafür da, damit Leute die Gore porn zu sehen kriegen sondern meistens entweder um zu zeigen wie Charaktere in Krisensituationen agieren (Ned bedächtig, Jaime arrogant und selbstverliebt, etc), oder auch hier wieder um die Handlung voranzutreiben jenseits von "wie grausam können wir Menschen umbringen".
--- Ende Zitat ---
Am Anfang wurden Kämpfe überhaupt nicht gezeigt, weil das Geld dazu fehlte ;-)
--- Zitat ---Gegen Ende hin war die Action nur noch reiner Selbstzweck und Show, wie der unsäglich dämliche Kampf von Euron gegen Jaime an der Bucht.
Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich mit jemanden der den Unterschied von Anfang der Serie hin zum Ende nicht sieht diskutieren soll.
--- Ende Zitat ---
Am Anfang war die Serie vielleicht besser (und kein Quatsch), aber schon sehr modern und Hollywood. Darauf wollte ich hinaus. Für mich war sie von Anfang an zu viel Hollywood.
Es ist klar ersichtlich, ab wann die Serie auf sich allein gestellt und die Macher sich selbst etwas einfallen lassen mussten. Damit sind sie nur noch mehr in Hollywoodklischees usw. abgeglitten. Aber offenbar haben sie damit alles richtig gemacht, die Serie ist ja außerordentlich gut weitergelaufen.
Tegres:
--- Zitat von: ErikErikson am 7.07.2020 | 16:28 ---Ab wann ist es denn schlechter geworden, und welche Staffel war noch gut?
--- Ende Zitat ---
Meistens wird die 5. Staffel als der Anfang vom Ende gesehen (im Übrigen auch die Staffel, in der nur noch zum Teil auf vorhandenes Buchmaterial zurückgegriffen werden konnte). Staffel 6 wird durchaus als gut angesehen, da am Ende die Schlacht der Bastarde und die Machtübernahme von Cersei in Königsmund gezeigt werden, die beide wiederum hervorragend inszeniert sind. Was davor passiert, wird hingegen kritischer gesehen.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln