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HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)
Issi:
@
Turgon
Woran machst du fest, dass die Serie von Anfang an "Hollywood" war?
(Ehrliche und ernstgemeinte Frage)
Waldrand:
--- Zitat von: Issi am 7.07.2020 | 15:50 ---Keine Ahnung, welche Kriterien ein postmodernes Ende erfüllen müsste.
(Da kenne ich mich nicht gut genug aus)
Was ich halt finde: Man sollte die Zuschauer dafür belohnen, dass sie so lange begeistert zugeschaut haben.
Ihnen vielleicht Lust machen, dass sie es nochmal sehen wollen.
Doch das süße Bonbons, das fehlt am Schluss.
(Ich empfinde derzeit , aufgrund des Endes, keine Motivation, mir das nochmal anzuschauen)
Edit. "Es haben doch ein paar überlebt, die Welt geht weiter. Seid zufrieden"- ist in meinen Augen nicht süß genug.
Nicht bei so einer langen Serie.
--- Ende Zitat ---
Mmm, Grade denn Part vom Ende das am Ende des ganzen Gemetzels einfach nur ein die Welt dreht sich weiter auch nicht so anders als zuvor steht, und kein sie lebten Glücklich bis oder das gute hat gesiegt trallaa steht, also kein klassisches Happy Ende sondern ein das Leben geht weiter fand ich nochmal ein ganz starker und auch zur Serie passender Moment.
Überhaupt war für mich Staffel 8 nochmal wieder eine Steigerung nach den entäuschenden Hollywood Staffeln davor.
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Issi:
--- Zitat von: Waldrand am 7.07.2020 | 16:52 ---Mmm, Grade denn Part vom Ende das am Ende des ganzen Gemetzels einfach nur ein die Welt dreht sich weiter auch nicht so anders als zuvor steht, und kein sie lebten Glücklich bis oder das gute hat gesiegt trallaa steht, also kein klassisches Happy Ende sondern ein das Leben geht weiter fand ich nochmal ein ganz starker und auch zur Serie passender Moment.
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--- Ende Zitat ---
Ein klassisches Happy End wäre kein "Bittersüßes Ende".
Das Ende war mMn. jenseits von Beidem.
Die Emotionen waren eher abgeflacht. Es fehlte das "Oh, Ah, Cool."
("Bitter" ist ein Starkes Gefühl (Trauer/Schmerz), "Süß" aber auch (Freude/Glück) )
Statt "Schweppes" oder "Bitterlemon" gab es ein "Mineralwasser"mit Zitrone.
(Auf Fanta wollte ich nicht hinaus)
Turgon:
--- Zitat von: Issi am 7.07.2020 | 16:37 ---Woran machst du fest, dass die Serie von Anfang an "Hollywood" war?
--- Ende Zitat ---
GRRM selbst war ja früher Serienautor in Hollywood. Das merkt man in bestimmten Dingen seinen Büchern auch an.
Die Serie treibt das ganze weiter, in der Zuspitzung der Charaktere, (vermeintlichen) Vereinfachung von Plotlines und des Weißwaschens von Publikumslieblingen.
Jeweils ein Beispiel:
Ned Stark wird als der tollpatschige Außenseiter in King’s Landing apostrophiert, wo er im Buch durchaus ein sich seinem Status bewusster Adliger rüberkommt, der sich in den Intrigen des Small Council noch zurechtfinden muss.
Die Geschichte um Robb Stark und Jeyne Westerling wurde soweit verändert, dass selbst GRRM sich so weit davon distanziert hat, wie ihm möglich war, und mit Talisa Maegyr in einer derartart seichten, klischeetriefenden Art und Weise abgehandelt, dass man sich über GRRMs Reaktion nicht wundert. Damit haben sie auch Robbs Charakter komplett verändert.
Bei Tyrion und Arya wurden alle potentiell negativen Taten und Verhaltensweisen (soweit möglich) gestrichen. Bei Arya geht das sogar soweit, dass ihr langsames und stetiges Abgleiten in mörderische Gewalt nicht stattfindet. Umso mehr haben die Macher dann natürlich ihre Gewaltausbrüche inszeniert, die in der Serie mehr oder weniger aus dem Nichts kamen.
Issi:
--- Zitat ---Bei Tyrion und Arya wurden alle potentiell negativen Taten und Verhaltensweisen (soweit möglich) gestrichen. Bei Arya geht das sogar soweit, dass ihr langsames und stetiges Abgleiten in mörderische Gewalt nicht stattfindet. Umso mehr haben die Macher dann natürlich ihre Gewaltausbrüche inszeniert, die in der Serie mehr oder weniger aus dem Nichts kamen.
--- Ende Zitat ---
Ok, ich habe die Bücher bislang nicht gelesen, daher kann ich wenig dazu sagen.
Was ich in der Tat Hollywood typisch finde, ist 1. dieses "schwarz oder weiß."
Und auch 2. "Jeder muss für seine Taten bezahlen."
- Das ist im Grunde auch am Ende der Fall: Es kommt die große Abrechnung, bei der keiner der "Hoffnungsträger" wirklich gewinnt.
Ein sehr nüchternes Ende. (Auf den ersten Blick Hollywood untypisch)
Auf den zweiten mMn. allerdings nicht.
Weil es die Hollywood- typische Konsequenz aus 1. und 2. ist.
Kurz: Mit der Ausgangs Situation: (Einige "graue" Figuren,: Jon bricht seinen Eid, Dany tötet Werlose, dann auch noch diese "Inzest Geschichte" etc.) - muss am Ende eine Art Abrechnung kommen.
Ich könnte mir deshalb vermutlich auch kein Hollywood typischeres Ende, bei dieser Ausgangssituation vorstellen, als das, welches Letztendlich dabei rausgekommen ist.
Edit. Untypisch wäre mMn. gewesen, wenn viele graue bis schwarze Charatere überleben / bzw. ungstraft davon kommen.
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