Medien & Phantastik > Sehen

HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)

<< < (160/439) > >>

Lichtschwerttänzer:
Oder genauer gesagt,  hättest du das Recht andere Eunuchen für ihr Interesse zu beleidigen und ihr Fachwissen zu verleumden.

Eulenspiegel:
Er hat niemanden beleidigt.

Arlecchino:

--- Zitat von: Eulenspiegel am  8.08.2017 | 23:40 ---Stell dir vor, du wärst auch ein Eunuch aus dem 25. Jahrhundert: Würde es dich dann nicht interessieren, wie die Menschen des 21. Jahrhunderts Sex gemacht haben? - Selbst wenn es dir nur von einem anderen Eunuchen erzählt wird? ;)

--- Ende Zitat ---

Möglicherweise. Aber ich würde die Interpretationen mit der durch die Umstände gebotenen Prise Salz nehmen und vermutlich auch nicht allzu ernst. Hängt aber auch damit zusammen, für wie wichtig oder präzise entsprechender Eunuch seine Interpretation hält ;)*



--- Zitat von: Eulenspiegel am  9.08.2017 | 00:08 ---Er hat niemanden beleidigt.

--- Ende Zitat ---

Möchte ich nochmal betonen. Falls das so rübergekommen ist, tut mir leid. Ich hab persönlich keine hohe Meinung von dem Interessengebiet (v. a. im Bezug auf fiktionale Medien), bin mir aber bewusst, dass das nur meine subjektive Auffassung ist (und in jeder Hinsicht fehlbar). Auch wenn meine Worte von der Leber provokant formuliert waren, lag es mir fern, Jemanden zu beleidigen. Sollte das passiert sein entschuldige ich mich dafür.


*disclaimer, weil far off-topic:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Mir ist bewusst, dass prinzipiell jede Beschäftigung mit historischen Themen auf rein theoretischer Grundlage basiert und deswegen der gleichen Fehleranälligkeit unterliegt. Ob Jemand Aufzeichnungen über Schwertkampfstile studiert oder versucht anhand von historischen Zeugnissen und/oder Literatur bestimmte Kernthemen einer Epoche oder die Lebensrealität der Menschen zu der Zeit zu rekonstruieren - Beides ist im Grunde Trockenschwimmen, das ohne eine fundierte Selbstbehauptung und die Annahme von vorübergehenden Fakten gar nicht möglich ist.

Gerade im militärhistorischen Bereich und im Bezug auf Waffen- und Kampfhistorie sehe ich Faktenbehauptungen und Einschätzungen allerdings etwas kritischer, vor allem wenn sie mit Erfahrungen aus dem Re-enactment oder modernen Kampftraining begründet werden, das versucht, diesen historischen Quellen nahezukommen. Die aus dem Bereich kommenden, formulierten Meinungen sind oft ziemlich dogmatisch und lassen Selbstkritik oder das Eingestehen von mangelnder Einschätzungsmöglichkeit gerne vermissen (sieht man u. a. gut in den Kommentaren des Videos). Kurz: jeder, der in seiner Freizeit in einer Turnhalle das Schwert schwingt, ist Experte auf dem Gebiet uind wie diese Expertenmeinungen dann formuliert werden kann man sich gut auf jedem beliebigen Mittelaltermarkt zu Gemüte führen. Selbst mit moderner Kampfausbildung wird das nicht unbedingt immer akurater oder bescheidener.

Richtig problematisch ist das aber immer, wenn es sich auf fiktionale Medien bezieht und versucht diese in Kontext zu setzen. Da ist dann sehr schnell sehr viel "total unlogisch", "unhistorisch" oder "schlecht recherchiert". Ist generell ein Problem mit (pseudo)historischen Medien. Handelt es sich dann letztlich sogar um ein Setting mit Fantasy-Elementen, ist das angelesene Fachwissen im Grunde so weit außerhalb sicherer Ufer, dass es in Phantastereien mündet, die wichtige Aspekte (Inszenierungsabsicht, Film- und Videopproduktion, Dramaturgie etc.) völlig vernachlässigen.

Arya Stark, die die Kunst zu Töten und zu Kämpfen von gesichtslosen Assassinen im Dienst eines lebendigen Fantasygottes gelernt hat, kämpft gegen einen weiblichen Fantasy-Ritter im freundschaftlichen Trainingsduell. In dem Kontext ist es völlig irrelevant wie realistisch es ist, wie irgendwie, irgendwann historisch (welche Epoche? Umstände? Kann man das überhaupt vergleichen?) möglicherweise mit einer echten, vergleichbaren Waffe gekämpft wurde. Der Kampf, ihre Bewegungen sollen ihren Werdegang innerhalb der Settinglogik der Fantasywelt charakterisieren - und als Assassine des Vielgeischtigen Gottes kämpft man offensichtlich irgendwann so. Mit Schnörkeln und unnötigen Bewegungen. Vielleicht tuts Arya auch einfach nur, weils ihr Spaß macht. Viel wichtiger ist, dass es innerhalb der Geschichte Sinn ergibt und visuell reizvoll genug ist, auf der Mattscheibe zu landen, was widerum die Showrunner und Produzenten entscheiden - eben auch hauptsächlich aus diesen Gesichtspunkten.

Nur als kurze Erklärung. Bei Bedarf kann man ja da per PM oder in einem eigenen Thread weiterdiskutieren, ich will den hier nicht noch weiter ins Abseits treiben.

Lichtschwerttänzer:
UPS he did it again

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)du machst genau das, was du anderen unterschiebst.
Du scheinst noch nicht mal überhaupt keine Ahnung von dem Thema zu haben, sondern dieses Vakuum mit Vorurteilen gefüllt zu haben
Wir wissen eine Menge über die Kampfkünste dieser Zeiten aus den Fechtbuchen, z.B. I.33 - und  Werken wie Silvers Paradoxes of Defense.
Und nebenbei wenn die Kampfchoreographie so bescheiden ist wie bei den Sandvipern oder gar den den gescheiterten Aushilfsclownsaka Dothraki oder der Battle of Bastards

pharyon:
Mir gefällt die aktuelle Staffel auch sehr. Anfangs befürchtete ich, dass die Nebenfiguren zu kurz kommen, was sich aber nicht bewahrheitet hat.

Bezüglich der methodischen Auseinandersetzung mit Film-/Serien-Kämpfen:
Ich fand den Beitrag erhellend und unterhaltsam, kann selbst aber der Thematik nicht viel abgewinnen (mal mehr, mal weniger). Können wir uns wieder auf die Serie konzentrieren? Die neueste Folge bestand ja aus wesentlich mehr als dem Duell.

Meine derzeit offenen Fragen:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)1. Wie stehen die Wetten, dass Grauer Wurm stirbt/überlebt?
2. Wie stehen die Wetten, dass die vergiftete Dothraki-Prinzessin überlebt?
3. Was meint ihr, welche Hauptfigur in der 7. Staffel stirbt?
4. Wird Jon das Knie beugen oder wird es eine andere Lösung geben?

Grüße,

p^^

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln