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HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)

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Skele-Surtur:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 24.08.2017 | 21:07 ---@Skele-Surtur
wäre sehr sehr ungewöhnlich in der Kultur, wäre prinzipiell überall ungewöhnlich

--- Ende Zitat ---
Ja, man müsste halt mal aufhören, alles nur nach unseren historischen Vorgaben zu betrachten und anerkennen, dass das ganze Fiktion ist und sich da jemand ausdenken kann, was er will. Gemessen an unserem Erbrecht im BGB wäre es jedenfalls völlig okay, da erben ja auch die hinterbliebenen Ehegatten - warum das jetzt so absurd und völlig unnachvollziehbar ist, erschließt sich mir nicht.

Denaerys halte ich nicht vor, dass sie jemanden als Verräter hingerichtet hat. Das hat sie iirc noch nicht mal behauptet. Sie führt einen Krieg. Sie hat zu besiegten Feinden gesagt: Dient mir oder sterbt. Sie wollten nicht dienen und sind gestorben. Das war mMn nicht unbedingt ganz in line mit ihrem "Sprengerin der Ketten"-Ding, aber als Grund, jemanden hinzurichten war es so gut wie jeder andere.


--- Zitat von: Spielleiter berlin am 24.08.2017 | 21:26 ---Grrm legt schon viel Wert auf irdische Bezüge in Allem 'rechtlichem'
Selbst für Robert war es bedeutsam, dass die Baratheon Familie eng mit den Targa verwandt waren.
Lannister haben tatsächlich überhaupt keine Legitimation - denn Roberts Kinder waren offiziell auch Baratheons. Irgendjemande, möglichst nahe verwandt mit Robert wäre Thronfolger.

--- Ende Zitat ---
Ja, legt er, aber er hat auch genug Abweichungen. Nebenbei hat G. R. R. Martin seit der Vierten Staffel nicht mehr in der Serie mitzureden und seit dem es keine Buchvorlage mehr gibt ist er auch mittelbar raus. Was jetzt in der Serie passiert ist von HBO. Das merkt man auch mMn deutlich, die Qualität der Story leidet massiv. Nur meine Meinung.

Nun kann ein Ehegatte rechtlich durchaus wie ein Verwandter behandelt werden => Siehe bürgerliches Recht. Zumal hier eine Verwandtschaft in direkter Linie zu den letzten beiden Königen vorhanden ist. Klar, auf Erden wurde das nicht so gehandhabt, zumindest nicht, soweit ich weiß. Aber daran ist GoT nicht gebunden.

Aber freilich: ihre militärische Macht dürfte der Hauptgrund sein, warum Cercei auf dem Thron sitzt. Das ist unbestritten. Ich sage nur: wenn man will, kann man sich eine Legitimation hier noch verhältnismäßig einfach zusammenschustern.

Lichtschwerttänzer:
Das BGB ist nicht das salische Recht und da GoT auf dem Rosenkrieg basiert

Spielleiter berlin:
Er ist tatsächlich raus, das stimmt:)
Ich persönlich finde die Serie eh furchtbar, etwa seit der zweiten Staffel, schaue sie auch nicht mehr und lese hier nur immer wieder erstaunt mit.
Ich denke GRRMs Grund Gerüst sollte schon berücksichtigt werden und das ist nun mal europäisches Mittelalter - da gibt es, rechtlich, keine Handhabe für das was wir nun in Lannister verwirklicht sehen.
Eigentlich sehr schade, dass man sich die Chance nahm Cersei stärker zu belassen in dem sie ihren schwachen Sohn schlicht einsperrt und so vor sich selbst schützt. Er war so kostbar für sie, dass ich dies Versäumnis nicht nachvollziehen kann.

Der Nârr:
Häh, Cersei hatte doch alle Legitimation, die sie brauchte: Sie hatte Gelegenheit und Mittel.



Skele-Surtur:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 24.08.2017 | 21:38 ---Das BGB ist nicht das salische Recht und da GoT auf dem Rosenkrieg basiert

--- Ende Zitat ---
Erstmal ist der Satz unvollständig. Also was? Also ist die Argumentation mit dem BGB nicht anwendbar?

Ich sage: GoT darf vom salischen oder sonst jedem Recht, wie wir es aus unserer Geschichte kennen, abweichen, weil es bei aller Orientierung an historischen Ereignissen immer noch Fiktion ist. Martin darf abweichen. HBO darf es auch.

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