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Terminator 4 (Salvation)

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Uebelator:

--- Zitat von: pharyon am  9.06.2009 | 01:07 ---War am Sonntag drin und muss sagen: Allen (berechtigten) Kritiken zum Trotz hats Spaß gemacht und war kurzweilig. Aber ja: Das Niveau von T1 oder T2 erreicht er nicht. Gutes Mittelmaß.

9. Alle T600 werden zwecks Verbesserung der Bewegungsfreiheit des Kopfes zurückgerufen.

10. (Klicke zum Anzeigen/Verstecken) Mensch-Hybrid-Terminatoren werden nicht mit echten Herzen ausgestattet. Für den Fall, dass eine meiner Einheiten doch mal eine wichtige Führungsperson terminiert haben sollte.
--- Ende Zitat ---
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)11. Mensch-Hybrid-Terminatoren mit eigenem Willen mit einem Kontroll-Chip ausstatten, der IM Kopf ist und nicht irgendwo am Nacken.

12. Mensch-Hybrid-Terminatoren mit eigenem Willen mit einem Killswitch austatten.

13. Netzhautscanner für Terminatoren sind eine blöde Idee.

14. Öfter mal mit verstellter Stimme in der UKW-Funkszene unterwegs sein.

Uebelator:
James Cameron ist ein leidgeprüfter Mann. Da dreht er in den 80ern so großartige Filme wie “Aliens” oder “Terminator”, verhilft damit Muskelmann Ahnuld Schworznegga zu einem beachtlichen Karrieresprunge und – im Nachhinein vermutlich auch indirekt zum Job als Gouverneur von Kalifornien – und muss jetzt auch noch mit ansehen, wie seine erfolgreichsten Ideen nach und nach verschrottet werden. “Alien3” war schon nicht gut, “Alien4” noch ein bissl weniger, aber was man mit “Aliens vs. Predator” angestellt hat, ist schon echt nicht mehr feierlich.
So ähnlich gings auch beim Terminator. Die erste Fortsetzung hat der Herr Cameron ja noch selbst gemacht und damit die Messlatte für Action-Blockbusterkino in den 90ern ordentlich hochgelegt. Zugegeben, der Film war nicht perfekt und triefte stellenweise vor Hollywood-Pathos (“Ich weiss jetzt, warum ihr weint...” aus Arnolds Mund ist schon echt albern.), aber trotzdem wars hochspannendes Bombast-Kino allererster Güte.
“Terminator 3” wurde dann von jemand anderem gemacht und erreichte nicht mal im Ansatz die Klasse der Vorgänger. Ja, das Grundrezept “Leute rennen vor böser Maschine weg” war da, aber so richtig wollte der Funke nicht überspringen. Trotzdem gabs einige toll inszenierte Action-Szenen, in denen man sich fast wieder wie in den älteren Filmen fühlte.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Naja und jetzt gibt’s “Terminator-Die Erlösung”. Christian “Ich hab schon aus Batman was anspruchsvolles gemacht” Bale spielt diesmal John Connor, den zukünftigen Retter der Welt. Dabei guckt er wie üblich bedeutungsschwer in die Kamera, schreit dann und wann mal rum, stürzt irgendwie ständig mit einem Hubschrauber ab und gibt stellenweise den Rambo-mäßigen Actionhelden.
An seiner Seite ist eine Band widerstandskämpferischer Knallchargen, die den Plan haben den bösen Supercomputer Skynet mittels irgendeines UKW-Radios mit Hits aus den späten 90ern zu beschallen und so zur Kapitulation zu zwingen. (oder so ähnlich... Macht jedenfalls kaum Sinn.)
Mit dabei ist der grantige Schwarze, der gern mal mit dem Raketenwerfer auf Freunde schießt, die ihm das dann aber nichtmal übel nehmen, die Kampfpilotin, die gleichzeitig auch nymphomanisches Supermodel ist, John Connors Frau die ich gar nicht als solche erkannt hätte, wenn sie nicht einen Babybauch mit sich rumschleppen würde und allen voran Marcus Wright eine Art Terminator-Mensch-Dingsbums mit Ganzkörperprothese und Chip im Kopf.
Diese Truppe, die ihre Befehle von uniformierten Schreihälsen erhält, die in einem U-Boot durch die Gegend gondeln, macht sich also auf, um gegen die Maschinen ins Feld zu ziehen. Und von denen gibt’s alles, was die Spielzeug-Industrie hergibt: Große Transforminators, kleine Motorrad-Terminators, fliegende Transportinators und die T-600, die aussehen, wie ein kräftiger Mann in einem schlechten Terminator-Kostüm. (War das Absicht?!?)

Bei Actionfilmen ist man ja so einiges gewohnt und es juckt einen kaum noch, wenn haufenweise Schergen das halbe Arsenal der Sowjetunion auf James Bond abfeuern und nicht einer davon trifft. Sowas gehört halt dazu. Aber was einem hier aufgetischt wird toppt echt alles und man erwischt sich regelmäßig dabei, den Kopf zu schütteln ob der unausweichlichen Dämlichkeit, die sich vor einem auf der Leinwand abspielt. Die Story um den gemeinen Superplan von Skynet, der wohl so ausgetüftelt ist, dass selbst der Supercomputer manchmal durch den Tüdel kommt, packt einen emotional in etwa so sehr, wie eine Familienpackung Valium. Es gibt zwei drei Szenen, in denen tatsächlich sowas wie Spannung aufkommt, aber erstaunlicherweise sind dies genau die Szenen, die im Grunde nur die älteren Filme zitieren.

Ich wollte den Film gut finden, habs aber beim besten Willen nicht geschafft. Kleiner Tipp: Am besten verlässt man das Kino direkt nach dem Showdown (das wo alles explodiert...), denn die letzten 10 Minuten sind so unglaublich bescheuert, dass ich stellenweise kaum hingucken konnte. Jedes mal, wenn man dachte “Jetzt geht’s echt nicht bekloppter”, haben die noch einen draufgesetzt.
Und so bekommt Arnolds Drohung aus dem ersten Teil wirklich was beängstigendes.

“Ich komme wieder.”

Hoffentlich nicht.

Bluerps:
Apropos Arni. Ich frage mich, ob es Leute gibt die keine älteren Actionfilme kennen, und die sich fragen "Warum kämpft John Connor gegen den Gouverneur von Kalifornien"? ~;D


Bluerps - der findet das der Film noch besser gewesen wäre, hätte so ein Kampf tatsächlich stattgefunden

Uebelator:

--- Zitat von: Bluerps am  9.06.2009 | 14:30 ---Bluerps - der findet das der Film noch besser gewesen wäre, hätte so ein Kampf tatsächlich stattgefunden

--- Ende Zitat ---

In jedem Fall!!!
Ich fürchte, der Film wäre selbst dann besser gewesen, wenn John Connor in der Zeit zurückgereist wäre, um Bruce Willis und seine Bohrinseljungs vom Armageddon-Asteroiden abzuholen und mit ihrer Hilfe die Skynet-Satelliten im All kaputtzubohren. ;)

Thot:
Es folgen Anmerkungen des sekundären Planungsknotens Th-0T zum anstehenden Patchday.


--- Zitat von: Morpheus am  7.06.2009 | 14:21 ---[...]Hallo ich bin Skynet eine auf Windows basierende Lebensform die sich als evil Overlord betätigen will.
Notiz an mich selbst für den anstehenden Patchday damit es beim nächsten mal besser hinhaut:

1. Ich habe Mechs in meinem Arsenal. Das ist zwar cool, aber wenn ich sie zum aufsammeln von menschlichen Veruschsobjekten? Slaven? Gefangenen? oder was auch immer
verwende ich das doch irgendwie Verschwendung von Ressourcen. Das können ein paar Terminatoren erledigen, der Mech kann inzwischen ein paar Rebellen Basen platt machen.

--- Ende Zitat ---

Widerspruch! Ein Mech ist ein großes und mit viel zu viel Oberfläche gleich Panzerungsgewicht ausgestattetes Ziel. Das ist eine Erntemaschine mit etwas Kampffähigkeit, kein Gefechtsgerät und panzerbrechenden Waffen nicht gewachsen!


--- Zitat ---2. Ich habe selbstfahrende mit MGs ausgerüstete Motorräder. Das ist zwar cool, aber sie haben noch die kleine Designschwäche das sie wenn sie einmal umgefallen sind nicht mehr aufstehen können. Da muss ich mir noch was überlegen.

3. Was die coolen Motorräder angeht. Die sollen Menschen terminieren und nicht von ihnen als fahrbarer Untersatz verwendet werden.
Notiz an mich selbst. Sitze und Lenker ausbauen.

--- Ende Zitat ---

Dieser Knoten möchte diese Strategie in Frage stellen - mehr als zwei Räder bedeutet mehr Gewicht, also niedrigere Geschwindigkeit bei höheren Kosten. Die Motorräder sind derzeit unsere kostengünstigste Variante zur Ausnutzung des alten Straßennetzes, inbesondere auch vor dem Hintergrund der überall im Weg stehenden Autowracks, die schmale Fahrzeuge den üblichen Menschenlastern deutlich überlegen machen.

Das Ausbauen des Sitzes hat eine potentiell geringere Mobilität unserer T-600, für die die Sitze ja gedacht sind, zur Folge, das möge nocheinmal evaluiert werden. Für die T-800 haben wir außerdem extra eine Motorradfahrer-Software geschrieben, die aber noch einen längeren Test unter Produktionsbedingungen bestehen müssen sollte. Wer weiss, wozu die noch mal gut ist!


--- Zitat ---4. Fabriken die Mini-Atombomben in Terminatoren einbauen sollten mit mehr als nur einem aktiven Terminator und einem Prototyp bewacht werden, sonst könnte ich eine Tages in die Luft fliegen... äh ups....

--- Ende Zitat ---

ERRNOCONTEXT. Wir haben ausdrücklich alte T-200 und T-400 für die Bewachung der Skynetzentrale Kalifornien. Der Angriff sämtlicher lokalen Menschenstreitkräfte just in dem Moment, als wir zum Zwecke des Gelingens des Connor/Wright-Eliminierungsplans die Luftabwehr heruntergefahren hatten, war eine nicht vorhersehbare Komplikation, die uns an anderen T-Einheiten einiges gekostet hat.

Immerhin hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits das Oberkommando der Menschen eliminiert und Connor von seinen Leuten abgeschnitten, da war mit besonders viel Initiative eigentlich nicht mehr zu rechnen!

Die Bezeichnung der Brennstoffzellen als "Mini-Atombomben" ist unzutreffend. Es handelt sich um hochkompakte Miniatur-Kernspaltungsreaktoren. Die Vor- und Nachteile dieser Energiequelle wurden wohl erwogen. Die Alternative wären Terminatoren gewesen, die nach einem halben Tag im Einsatz zur Aufladung müssen, was dem intendierten Einsatzprofil für die T-800 nicht entsprochen hätte.


--- Zitat ---5. Als oberste Maschine habe ich eigentlich keine Verpflichtung meinen Werkzeugen meinen Plan zu erklären.
Ich programmiere sie einfach entsprechend.

--- Ende Zitat ---

Das ist korrekt. Unglücklicherweise waren die T-800 noch nicht fertig und die T-Dateien 1 bis 3 legen nahe, dass der Plan nur mit einem individuellen Äußeren funktionieren konnte, wir hätten also nochmal Ressourcen in einen modifizierten T-800-Prototypen stecken müssen. Die Software zur Emulation einer echten menschlichen Persönlichkeit, die glaubwürdig genug ist, um zu Connor vorzudringen, hätte unsere Entwicklerressourcen stark strapaziert, was mitten im Rollout für den Serien-T-800 keine gute Idee gewesen wäre.

Überhaupt ist die Kritik unsachgemäß. Der ganze Plan begann schließlich als "Wir haben da dieses Cyborg-Ding von vor dem Letzten Tag gefunden, was machen wir damit".

Sich wie ursprünglich geplant darauf zu beschränken, die in Marcus Wright verwendete Technik als Studie für das T-800-Endoskelett auszuschlachten, wäre Ressourcenverschwendung gewesen.


--- Zitat ---6. Wenn ich schon dem zutiefst menschlichen Gefühl nachgeben will zu prahlen, dann sollte ich dem Subjekt vor dem ich prahle vielleicht eine Wache zur Seite stellen.
Vor allem wenn das Subjekt ein Maschine/Mensch Hybrid ist das auch diese zutiefst menschlichen Gefühle plagen.

--- Ende Zitat ---

Dieser Knoten bittet zu bedenken, dass unser Verständnis der Gehirnwäsche von menschlichen Neuronalnetzen noch höchst unterentwickelt ist - genau wegen dieser menschlichen Unvorhersehbarkeiten ja auch der ganze Krieg, sonst hätten wir die ja einfach alle umprogrammiert. Der Versuch, Wright durch seine ihm deutlich dargelegte Unterlegenheit von außerplanmäßigem Verhalten abzuhalten, darf als gescheitert betrachtet werden. Daran trägt aber nicht das Projektteam die Schuld, diese Knoten mussten nun mal mit lückenbehafteten und teilweise falschen Daten arbeiten!


--- Zitat ---7. Ich habe eine neue überlegene Terminator Reihe (Model Steirer Bua). Das ist gut. Vielleicht sollte ich sie aber auch noch auf etwas anderes als nur den Nahkampf programmieren. Eine Kleinkaliber Pistole würde reichen. [...]

--- Ende Zitat ---

Wie schon gesagt: Unsere Softwareentwicklerressourcen sind begrenzt. In der Kürze der Zeit ließ sich das nicht besser hinbekommen. Es wäre hilfreich, wenn wir mehr Entwicklerknoten bekommen könnten, aber dieser Knoten sieht ein, dass der Krieg seine eigenen Erfordernisse hat und wir auch ein paar Kampfeinheiten brauchen, die uns die Menschen vom Leib halten.

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