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[Opus Anima] Endzeit?
Darkling ["beurlaubt"]:
Oft, wenn nach Endzeit gefragt wird wird auch Opus Anima genannt, aber ich hab nie so recht verstanden, warum.
Ja, im Hintergrund von Kurip-Aleph gab es eine Katastrophe, die die Welt zerrissen hat, aber das ist, da es im Setting weit in der Vergangenheit liegt, fürs Spiel ziemlich irrelevant!
Die Folgen der Katastrophe sind behoben, der Wiederaufbau bereits vollzogen und innerhalb des Settings spielen die "blinden Tage" auch keine große bzw. praktisch überhaupt keine Rolle. (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Okay, Ryont bildet eine Ausnahme, aber ist auch nur eine von vielen Schollen und fällt damit nicht merklich ins Gewicht...
Reicht "in der Vergangenheit des Settings ist mal was ganz Schlimmes passiert" bereits aus, damit ein Rollenspiel in die NDE-Ecke gehört, auch wenn dieses Schlimme im Spiel völlig(!) unbedeutend ist?
Ist Opus Anima eurer Meinung nach wirklich ein Endzeitrollenspiel und falls ja, warum?
Dom:
Die Frage ist doch: Was macht Endzeit überhaupt aus? Woran kann man Endzeit erkennen?
Für mich ist Endzeit, wenn a) eine große Katastrophe gerade passiert ist und b) die Auswirkungen spürbar sind. Meist handelt es sich dann um die Wiederentdeckung des Landes und Artefakte aus der Zeit vor der Katastrophe oder die Neuordnung der Gesellschaft.
Endzeit in OA findet man weniger in der Neuordnung der Gesellschaft, denn die ist im Setting ja bereits abgelaufen. Dagegen die Wiederentdeckung des Landes und der Artefakte aus vergangenen Zeiten kann man bei OA thematisieren. Aber zugegeben ist das wohl kein zentrales Thema.
Greifenklaue:
Für die GK hat Oliver Fedtke das thematisiert.
Korrekterweise ist es eigentlicxh nur dann Apokalypse, wenn die Katastrophe (kurz) bevor steht, der Fall B) ist ja eigentlich Post-Apokalypse.
Aber trotzdem fühlt es sich häufig ähnlich an und so gesehen ist Post-Apokalypse eine Untergruppe der Apokalypse.
@OA konkret: Bisher hätte ich es eher auch nicht in Endzeit eingeordnet vom _oberflächlichen_ Lesen.
Waldviech:
--- Zitat ---Dagegen die Wiederentdeckung des Landes und der Artefakte aus vergangenen Zeiten kann man bei OA thematisieren.
--- Ende Zitat ---
Was sich bei OA allerdings auch anders anfühlen dürfte als etwa bei Degenesis, Endland, o.a. Bei OA wäre hier wohl eher ein latent "pulpiges" Feeling angesagt, mit "zivilisierten" archäologischen Expeditionen (von rivalisierenden Universitäten), zwielichtigen Antiquitätenhändlern oder cthuluesken Nachforschungen in alten, staubigen Archiven.
Ein anderer wichtiger Punkt bei klassischer Postapokalypse ist auch, daß es im neuen, finsteren Zeitalter oft keine eigenen technischen Fortschritte gibt und viel entweder vergessen wurde oder auf altem, nicht mehr verstandenen Schrott basiert. Das ist bei OA nun absolut nicht der Fall - hier hat man die zuvor unbekannte fibritbasierte Dampftechnik erfunden und dem Post-Apo-Feeling schon vor knapp eineindhalb Jahrhunderten ein Ende gesetzt. ("Eigener Fortschritt" deswegen, da Elektrizität ja nicht mehr funktioniert und man andere Wege finden musste, als die alten auf Elektronik basierenden...)
alexandro:
OA folgt eher der Fantasy-Tradition (große Katastrophe beendet goldenes Zeitalter), denn der Endzeit/Post-Apo - Tradition. Die Fantasy-Mythologie wird noch mit ein wenig Sci-Fi (interstellarer Krieg) und Horror (Nebel, Seelenräuber) "aufgerührt" und bildet eigentlich einen recht interessanten Mix, den man sonst kaum irgendwo findet.
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