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[begeistert die Welt von...] HeroQuest/HeroWars und Glorantha
Falcon:
ok, ich bin tatsächlich verwirrt. Wieso reden alle immer von RuneQuest, wenn jemand nach HeroQuest fragt und wieso ist "erzählt mir bitte von Glorantha mit HeroQuest oder HeroWars" keine Einschränkung, die jemanden dazu verleiten könnte etwas von GURPS zu erzählen?
und man kann auch von der Welt erzählen ohne auf die Regeln einzugehen (ändere dahingehend auch den Titel). Mythologie scheint Glorantha also auszumachen.
und mal Butter bei die Fische, ist das deutsche HeroWars wirklich so kaputt, fehlerhaft (auch Schreibfehler) und schlecht gelayoutet, daß es nicht spielbar ist? Selbst HQ Fans raten mir davon ab.
und kann es sein, daß das deutsche HW später rauskam als das englische HQ?
danke soweit.
Zornhau:
--- Zitat von: Falcon am 3.01.2009 | 01:53 ---ok, ich bin tatsächlich verwirrt. Wieso reden alle immer von RuneQuest, wenn jemand nach HeroQuest fragt und wieso ist "erzählt mir bitte von Glorantha mit HeroQuest oder HeroWars" keine Einschränkung, die jemanden dazu verleiten könnte etwas von GURPS zu erzählen?
--- Ende Zitat ---
Wenn Du NUR nach HQ fragst, dann wirst Du vornehmlich zum Regelsystem und weniger zur Umsetzung in das Glorantha-Setting zu lesen bekommen.
Fragst Du aber auch nach Glorantha, dann ist es nun einmal so, daß Glorantha seit 35 Jahren Spielwelt ist (eigentlich ist diese Welt noch älter, da Greg Stafford sie lange vor den Glorantha-CoSims von 1974 ausgedacht hatte). - Glorantha wird seit 1977 DURCHGÄNGIG nach dem RuneQuest-System (in unterschiedlichen Ausprägungen) bespielt. Für dieses RQ-System sind auch die umfangreichsten und z.T. nie wieder für ein anderes Regelsystem verfügbar gemachten Beschreibungen der Welt, der Völker, der Kreaturen, der Magie, usw. erschienen. Somit liegt 31 Jahre Glorantha-Beschreibung vor. Was bereits aktuell zu Glorantha von Mongoose erschienen ist, stellt im Umfang schon die Jahrzehnte vorher in den Schatten (aber Mongoose ist ja für Quantität vor Qualität bekannt). - Für HW und HQ zusammengenommen sind seit 2000 einige wenige Bände erschienen. Das sind - mit sehr geringem Output - nochmal parallel 8 Jahre HW/HQ-Glorantha-Beschreibungen. - Hinzu kommen nicht explizit mit Rollenspiel-Angaben versehene Setting-Publikationen wie King of Dragonpass, The Entekosiad, The Glorious Reascent of Yelm und andere. Diese enthalten viel zu Mythologie und Kulturen der Welt, kommen aber ohne Spielwerte daher.
Man KANN NICHT etwas zu Glorantha sagen, ohne gleichzeitig auch RuneQuest in allen seine Ausprägungen aufführen zu müssen. Es geht nicht ohne RuneQuest.
Zudem wird einem nie das Problem, daß Glorantha "gregged" wurde, verständlich sein, wenn man nicht die RQ UND die HW/HQ-Publikationen kennt.
--- Zitat von: Falcon am 3.01.2009 | 01:53 ---und man kann auch von der Welt erzählen ohne auf die Regeln einzugehen (ändere dahingehend auch den Titel). Mythologie scheint Glorantha also auszumachen.
--- Ende Zitat ---
Man kann von DIESER Welt leider eben NICHT erzählen, ohne auf die RQ-Regeln einzugehen, da anfangs Welt und Regeln eng verknüpft waren und noch immer DAS PRÄGENDE Glorantha beschreiben. Die Post-Gregging-Glorantha-Informationen sind nämlich nicht unproblematisch.
--- Zitat von: Falcon am 3.01.2009 | 01:53 ---und mal Butter bei die Fische, ist das deutsche HeroWars wirklich so kaputt, fehlerhaft (auch Schreibfehler) und schlecht gelayoutet, daß es nicht spielbar ist? Selbst HQ Fans raten mir davon ab.
--- Ende Zitat ---
Daß HQ-Fans Dir davon abraten, würde mich nicht wundern. - Frag mal HW-Fans, warum sie Dir NICHT zu HQ raten.
HW ist m.E. ganz grundsätzlich solider und seriöser aufgemacht (insbesondere die Multisim-Version im Hardcover). Kein "Learning to surf" als Charakterziel *seufz*, kein Puma-Totem-Volk-Charakter mit dem Namen "Mr. Puma" *kotz*. - In HW sind die Beispiele entlang der wichtigsten Völker in STIMMIGER Eingliederung in die Welt aufgeführt.
Die US-Fassung von HW steckt VOLLER Schreibfehler und sinnentstellender Passagen. Das ist mieseste US-Produktionsqualität eben. - Die deutsche Ausgabe hat die Errata eingearbeitet, verwendet eine angemessene, stellenweise sehr gute deutsche Sprachlichkeit gerade auch bei heikel zu übersetzenden Begriffen, und ist - wie schon gesagt - grundsolide. (Ich wünschte mir manchmal, NEUE deutsche Rollenspielprodukte wären so solide produziert - insbesondere, was das Sprachgefühl anbetrifft, da sich bei deutschen Rollenspielproduktionen die PISA-Ergebnisse offenkundig niederschlagen.)
Es ist so spielbar, wie HQ. - HQ hat ein paar "Abkürzungen" eingebaut, die man aus den HQ-Regelübersichten entnehmen kann. Die in HW zu verwenden ist kein Problem.
HW hat die Angaben für die Gottheiten der Orlanthi komplett nach HW-Regeln (inklusive der Mystiker, die bei HQ herausgefallen sind) beschrieben. Es GIBT KEINE Angaben für die HQ-Regeln zu den Orlanthi-Gottheiten.
Ebenso der Kreaturenband: Nur HW-Angaben, HQ-Angaben existieren dazu nicht.
Die Regeln sind zwar sehr ähnlich, dennoch verwende ich lieber die - zwar etwas unübersichtlich organisierten - HW-Regeln lieber. Bei Conversions sowieso.
Ein:
@Falcon
So chaotisch finde ich es garnicht aufgebaut. Es ist einfach nur bis obenhin mit Beispielen vollgestopft.
Gravierende Schreibfehler gibt es nur an einigen Stellen, an denen statt eines W eine 5 steht.
Es funktioniert wunderbar, aber um mal Robin zu zitieren: "It's a toolbox."
Arbo:
Also ... ich habe mir HW vor einer Weile zugelegt, per EBay im Doppelpack mit Glorantha. Bin bisher leider nicht dazu gekommen, es zu spielen.
Aber trotzdem mal meine "kleine" Einschätzung. Positiv ist das Format!!! Ich nehme drei Ausrufezeichen, weil es mich wirklich begeistert hat. Es macht einfach Spaß, die HW-Variante in die Hände zu nehmen und darin herumzublättern.
Vom System her: Ja, O.K. - aber auf mich hat es immer etwas kompliziert und umständlich gewirkt. Alleine der Kampf, den fand ich zwar wirklich schön anders gelöst als in anderen, "herkömmlichen" RS, aber dennoch irgendwie ... nicht so ganz mein Ding. ABER es kann auch sein, dass ich (!) das erst mal "live" beim Spiel erleben muss; vielleicht "fühlt" es sich dann viel einfacher an, als der erste Eindruck vorgibt (Midgard ist ein ähnliches Beispiel: Wirkt extrem doof, altbacken ... beim Spiel ist es aber seltsamerweise erstaunlich flüssig).
Auf jeden Fall kann ich jenen zustimmen, die dem System einen gewisses "Cineastentum" zugestehen. Ich weiß nicht, ob es wirkich "Cineasmus" ist, ob sich das mit diesen doofen Kateogieren wie "storylastig" einfangen lässt. Das System ist jedenfalls eines: Anders als viele andere Systeme. Dadurch wirkt es auch heute noch erfrischend!
Alles in Allem: Ein System, was durchaus dazu anstachelt, ausprobiert zu werden.
No Go ist für mich die Welt: Eine Welt mit Entenmenschen ... NEIN! Das geht überhaupt nicht! Bäh ... Sorry, da habe ich ganz, ganz schilmme Erinnerungen dran. Jedenfalls ist das EIN Grund dafür, dass sich neulich jemand über mein Glorantha-Buch freuen konnte. ;)
Arbo
Der Nârr:
Ich lese hier eigentlich nur von Problemen hier, Problemen da.
Also für einen "begeistert von"-Thread halte ich das Ergebnis hier eher für durchwachsen:
- hohe Hürde beim Einstieg (viel lesen), schwieriger Zugang
- Regelwerksproblematik: beide scheinen diverse Schwächen zu haben, "kompliziert und umständlich" oder "unorganisiert" sind keine Attribute, die bei mir Begeisterung hervorrufen (zumal ich Hero Quest schon unorganisiert und schwach strukturiert finde, da möchte ich garnicht drüber nachdenken, was mich in HeroWars erwartet)
- Informationspolitik von Issaries
- HQ braucht Arbeit / straffe Führung, Spiel ist inkonsistent
- was zur Hölle sind Gregging und Post-Gregging?
Warum genau begeister HeroQuest, HeroWars und Glorantha denn nun?
Warum sollte ich mich für HeroQuest, HeroWars und Glorantha entscheiden und nicht für ein anderes System?
Was sind die Stärken?
Was kann ich (womöglich nur) mit HeroQuest, HeroWars und Glorantha erreichen?
Zu HeroWars und HeroQuest habe ich mal gelesen, dass HeroWars nie als fertiges Produkt gedacht war, sondern auf den Markt geschmissen wurde, als das Geld für die Entwicklung ausging. Als dann wieder genügend Geld in der Kasse drin war und die Entwicklung weitergeführt werden konnte, wurde es fertiggestellt und als HeroQuest verkauft, so wie das System als fertig betrachtet wurde.
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