Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[Pathfinder] Produktqualität
Belchion:
Stimmt, Wee Jas und Kelemvor Lyonsbane (beide FR) waren zwar auch schon nicht-böse, aber immer sehr gesetzestreu.
Kinshasa Beatboy:
--- Zitat von: oliof am 1.02.2009 | 13:31 ---Es gibt eine Idee bei 4e, die einige Leute gaaaanz toll und innovativ finden: Die Raven Queen, eine gute Todesgottheit. Meinst Du sowas?
--- Ende Zitat ---
Ne, eigentlich nicht. Selbst wenn die Raven Queen eine "gute" Gottheit wäre (was sie meines Wissens nicht ist: Unaligned), würde ich das noch nicht für innovativ halten. Innovativ fänd ich, wenn die Raven Queen eben nicht der 756. Aufguss eines komplett austauschbaren Totengottes und zudem ebenso dummdreist wie schlecht aus der griechischen Mythologie abgekupfert wäre. (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Für die 4E geht das übrigens aus meiner Sicht sogar noch in Ordnung, da ja in den Regelbüchern selbst an Fluff nur das Allernotwendigste aufgenommen wird und der Rest ja in Settingbüchern kommen soll.
Dennoch: Die Raven Queen wohnt in einem Palast namens Letherna und spinnt den Lebensfaden. Gähn. Wieso fügen die nicht ein Fitzelchen eigenes Material ein? Oder klauen wenigstens die spannenderen Teile der griechischen Mythologie anstatt nur irgendwelche Namen mit Copy/Paste einzufügen? Vielleicht entstammt die Raven Queen einem epischen Konflikt der 3 Moiren und hatte ursprünglich andere/weniger Gebiete als Göttin zu beackern? Vielleicht liegt dieser Konflikt noch nicht sonderlich lange zurück, wodurch sich die Kontrolle der Raven Queen beispielsweise über Träume noch nicht vollständig ausnimmt. Eine der Moiren war vielleicht böse/hinterlistig/gut/intrigant/whatever, wurde im Konflikt nur vertrieben und sinnt auf Rache? Woher stammt die Quelle der Kraft für Kleriker? Was passiert mit den Klerikern der untergegangenen Moiren? Und so weiter. Das ist doch eigentlich nicht weiter schwer und schon hat man allein aufgrund des Settings Dutzende Aufhänger für coole Konflikte in der Kampagnenwelt, die man bei Bedarf aber auch genauso leicht ignorieren kann. Aber nein: die Raven Queen ist eine Feindin von Orcus. Gähn. Nun klarer?
oliof:
Ja.
Provokante These: Wer so gut ist, verdient aber mit anderen Produktarten (Stichwort: Romane) viel besser.
Kinshasa Beatboy:
--- Zitat von: oliof am 1.02.2009 | 14:22 ---Ja.
Provokante These: Wer so gut ist, verdient aber mit anderen Produktarten (Stichwort: Romane) viel besser.
--- Ende Zitat ---
So provokant finde ich das gar nicht. Das ist aus meiner Sicht vollkommen offenkundig. Allerdings sind die Branchenbesten weniger bei Romanen als vielmehr bei MMORPG zu finden. Schau Dir mal an, welche Storylines World of Warcraft den Leuten um die Ohren pfeffert. Das ist dem Paizozeugs selbstverständlich um Lichtjahre überlegen, weil die einfach die besseren (und viel, viel, viel mehr) Autoren haben. Im Rollenspielbereich tummeln sich von den wirklich guten Leuten halt nur noch die echten Liebhaber oder Verrückte. Genau deshalb hatte ich ja aber die Frage gestellt: Paizo schafft es in den APs, eine bemerkenswert hohe Qualität zu liefern. Dagegen fallen die Chronicles wahnsinnig ab. Merken die das selbst nicht? Oder sehen die das anders?
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ganz am Rande: auch DSA, so kritisch man der Detailfülle und dem Flair gegenüber eingestellt sein mag, hält seit Jahren ebenfalls ein erfreulich hohes Niveau. Wenn Ulisses aber die Produktzahl erhöhen würde, ginge das Niveau zwangsläufig runter, da die Qualität der Autoren einfach nicht in der erforderlichen Breite verfügbar ist. Aber auch für DSA gilt: mit Thomas Finn und Bernhard Hennen verdienen die beiden besten Schreiberlinge ihr Geld sicherlich nicht in erster Linie mit Rollenspielprodukten - sondern mit Romanen. Punkt für Oliof :D
Falcon:
gut, jetzt weiss ich was gemeint ist :)
aber liegt bei deinem Beispiel nicht auch die Gefahr, daß jemand (du?) sagt, das stammt ja nur aus der griech. Mythologie und ist nur verändert/weitergesponnen?
und bei DSA ist doch ALLES geklaut und du sagst es wäre hohes Niveau.
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