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[Pathfinder] Produktqualität

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Kinshasa Beatboy:

--- Zitat von: Falcon am  1.02.2009 | 14:39 ---gut, jetzt weiss ich was gemeint ist :)
aber liegt bei deinem Beispiel nicht auch die Gefahr, daß jemand (du?) sagt, das stammt ja nur aus der griech. Mythologie und ist nur verändert/weitergesponnen?
--- Ende Zitat ---

Klar. Aber im Sinne der Lebendigkeit und Spielbarkeit des Settings ergeben sich gigantische Unterschiede. Natürlich ist es wahnsinnig schwer, einerseits eine Spielwelt aus dem Nichts zu erschaffen, die zu 100% mit 3.x kompatibel und andererseits mit originellen Ideen aufwartet.

Aber nehmen wir doch mal Oliofs Beispiel der Raven Queen: Wenn man die Raven Queen wie das Abziehbild darstellt, als das sie momentan wirkt, liefert man den Spielern viel zu wenig Hirnfutter für eigene Ideen. Wieviel besser wäre es, die Phantasie der Spieler zu befeuern, damit diese aus der Welt etwas Eigenes, Lebendiges machen?

Kinshasa Beatboy:
Hab meinen Edit etwas ergänzt. Deshalb der Doppelpost. Verzeihung.

Bei DSA stimme ich Dir nicht zu, Falcon. Klar sind die Götter ebenfalls ein platter Aufguss der römischen und griechischen Mythologie. Geschenkt. Aber schau Dir beispielsweise mal die Regionalspielhilfen an. In jeder RSH findest Du Dutzende, wenn nicht gar Hunderte von Ideen, die sich direkt in eine Kampagne integrieren lassen. Natürlich passt das Ausmaß der Detailfülle nicht jedem und es bleibt selbstverständlich entsprechend weniger Platz, sich mit seiner Spielgruppe eigene Nischen zu suchen. Aber darum gehts hier im Thread nicht. Vielmehr findet man bei DSA schöne Ideen halt im Überfluss! Wenn Paizo sich in seinen Chronicles nur ein Scheibchen davon vielleicht im Tausch gegen den Projektmanager der APs von Paizo abschneiden könnte, wäre das eine wahnsinnige Verbesserung.

Ich hatte beispielsweise oben mal Korvosa und Absalom erwähnt: schau Dir dazu mal meinetwegen die Stadtbeschreibung von Perricum an. Dort findet sich jeweils ein kurzer Eintrag zur Wagenspur Rondras und zu den Säulen Kors. Was für coole Geschichtchen! Danke! Sowas bringt eine Spielwelt zum Leben, weil es sich dabei einfach um schöne Ideen handelt, die einer Gegend oder Region etwas Besonderes verleihen. Und alleine in Perricum findest Du mindestens 143 solcher Details. In Absolom und Korvosa zusammen aber leider nur 7.

Wie gesagt: gegen cleveres Klauen habe ich nix. Die Idee der Apotheose hat Paizo für Golarion schließlich auch aus der griechischen Mythologie übernommen und das hatte ich im Eingangspost ja explizit gelobt. Damit kann ich als Spieler was anfangen, mir dazu selbst ein paar Gedanken machen und dann die Spielwelt im Sinne unserer Gruppe ein wenig gestalten. (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Mein Charakter für unsere Pathfinderrunde wird beispielsweise ein Kleriker des Aroden sein. Eigentlich gibt es keine aktiven Kleriker des Aroden mehr, weil alle mit dem vermeintlichen Tod des Aroden ihre Kräfte verloren haben. Für meinen Charakter, gemeinsam mit den anderen Priestern seines etwas abgelegenen Arodentempels, gilt dies jedoch nicht. Um es abzukürzen: der Tempel wurde abgefackelt, mein Charakter konnte fliehen, es tauchten bereits ein paar Schurken auf und Organisationen auf und so ergeben sich für den SL ganz organisch haufenweise Flags und ein klares, episches Spielziel für den Charakter: was ist mit meinem Gott geschehen? Fertig ist die Hintergrundgeschichte.
Mit der äußerst platten Raven Queen, ob aus der griechischen Mythologie geklaut oder nicht, kann man hingegen ohne enormen kreativen Eigenaufwand nur den 08/15-Abziehbild-Totenpriester machen. Da ist nix spannend dran, weil zu wenig Zeit, Mühe und Liebe investiert wurde (oder die Schreiberlinge zu schlecht waren).

Settembrini:
Nun ist es zweifelsfrei.

Falcon:

--- Zitat ---In jeder RSH findest Du Dutzende, wenn nicht gar Hunderte von Ideen, die sich direkt in eine Kampagne integrieren lassen
--- Ende Zitat ---
ahaa, wir kommen der Sache näher. Es geht dir gar nicht um den literarischen Anspruch (die Qualität), sondern um die Verwertbarkeit der Ideen für Abenteuer/Kampagnen.
Und da genügt meistens zum Spielen billig, dreistester, aber inhaltsreicher Ideenraub  (siehe DSA).

Man kann Verwertbarkeit ja durch zugängliche, hervorstehende Konflikte erreichen. Das geht auch mit billigen Spinnengöttingen oder Sonnengöttern. du panscht da zwei Dinge zusammen Imho.

denn wer frische eigenständige Ideen will, spielt eh Earthdawn. ;)

Kinshasa Beatboy:

--- Zitat von: Falcon am  1.02.2009 | 15:36 ---ahaa, wir kommen der Sache näher. Es geht dir gar nicht um den literarischen Anspruch (die Qualität), sondern um die Verwertbarkeit der Ideen für Abenteuer/Kampagnen.
Und da genügt meistens zum Spielen billig, dreistester, aber inhaltsreicher Ideenraub  (siehe DSA).

Man kann sowas ja durch zugängliche, hervorstehende Konflikte erreichen. Das geht auch mit billigen Spinnengöttingen oder Sonnengöttern. du panscht da zwei Dinge zusammen Imho.

denn wer frische eigenständige Ideen will, spielt eh Earthdawn. ;)
--- Ende Zitat ---

Stimmt, ich pansche das zusammen, denn mir geht es in diesem Fall alleinig um die Verwertbarkeit im Spiel. Und noch einmal ja: Earthdawn macht das auch super, keine Frage.

Ansonsten kenne ich ja Deine abgrundtiefe Abneigung gegen DSA und es macht vermutlich wenig Sinn, an der Stelle weiterzudiskutieren  ;) Vielleicht nur so viel: alles klauen die nach meinem Eindruck nun auch wieder nicht und wenn sie klauen, machen sie es halt oft sehr gut. Die Wagenspuren der Rondra und die Säulen des Kor sind z.B. eventuell geklaut, aber ich wüsste erstens nicht, wo das herkommen sollte, und zweitens werden die Ideen sehr elegant in die Welt integriert :D

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