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Eure Meinung: nWoD als Nachfolger der oWoD

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Oberkampf:
@Eulenspiegel
Mit der Satire könntest Du recht haben [obwohl ich nicht sicher bin, ob Lancea Sanctum nicht im Gegenteil ein Kotau vor der religiösen rechten ist (wobei das selbst für mich offensichtlich falsche Latein ja eher für die Satiredeutung spricht)].

@subthema des Thread
Grundsätzlich begrüße ich ja, dass dieser Clansmüll genau wie die Sekteneinteilung bei V:tR nicht mehr existiert, denn dadurch werden vielleicht endlich mal die individuellen Ziele der SCs und NSCs in den Vordergrund gestellt, und man muss sich mit etwas Glück nicht dauernd mit Clans-stereotypen und "lustigen" Malkavianer-(N)SCs rumschlagen.

Auf der anderen Seite ist mir noch nicht klar, was bei einer V:tR-Chronik die Charaktere denn zusammenhält. War ja bei Camarillachroniken schon schwer genug, aber da gab es wenigstens die Schwarze Hand als allgegenwärtigen Bösewicht. werwölfe haben die Geister und die starke Rudelfixierung, Wechselbälger die Bedrohung durch die Feen - was bringt Vampire zur Gruppenbildung? Da so ein offensichtlicher Gegner fehlt, wird nach meiner Ansicht das herunterspielen der Clans wieder völlig unterlaufen. Früher konnten die Ventrue und Brujah eben nicht miteinander, aber man musste gegen den Sabbat zusammenhalten - jetzt sind Clansvorurteile zweitrangig... aber ein gemeinsamer Feind fehlt auch... 

Noch zur Regelmechanik:
Durch das neue Kampfsystem ist es, glaube ich, auch interessant geworden, statt Intrigengelaber mal richtige Action in die Abenteuer zu bringen. Insofern hat man jetzt halt mehr Freiheiten.

Imago:

--- Zitat ---Ja, ich halte es fuer eine eher schlechte Idee das Gehenna 'ausgearbeitet' wurde und das auch noch in einem Auswahl Menue Stil.
--- Ende Zitat ---

Das (Auswahl Menü) ist wirklich fast das einzige Positive was ich über das Gehenna-Buch sagen kann. Und eine Sache die mir an einigen Requiem- bzw nWoD-Produkten wahnsinnig gut gefällt.
Geschmäcker und so. ^^

Waldviech:

--- Zitat ---Und eine Sache die mir an einigen Requiem- bzw nWoD-Produkten wahnsinnig gut gefällt.
--- Ende Zitat ---
Oh Ja ! Dito. Die Bandbreite der Möglichkeiten bei vielen Subsystemen ist imho weit größer als in der oWoD (naja, mit Ausnahme von Mage vielleicht). Vampire kann über die Möglichkeit beliebig viele eigene Blutlinien zu schaffen so ziemlich alles von Sonja Blua über "30 Days of Night" bis hin zu "Brennen muss Salem" oder gar (würgs) "Bis zum Morgenrot". Changeling kann von Peter Pan über "Labyrinth" bis hin zu Alieninvasionen oder gar Castlevania (ja, mit Changeling kann man sich theoretisch Vampire basteln) ebenfalls unheimlich viel. Hunter kann sowohl "Supernatural" als auch "Lara Croft", "Akte X" oder gar "Ghostbusters" (MIT Ionenstrahler !), "The Skulls" und "Alien 2" sein. Die Promethean-Bandbreite reicht von Frankenstein über ETA Hoffmanns "Sandmann" über Pinnochio bis hin zu Terminator und Colossus. Das ermöglicht eine sehr viel vielfältigere und abwechslungsreichere Herangehensweise, als sie noch in der oWoD möglich war. Nur haben so viele verschiedene Möglichkeiten natürlich einen Preis: Die einzelnen Spielergruppen müssen sich über vieles selber einen Kopf machen....wie beispielsweise hier:


--- Zitat --- Da so ein offensichtlicher Gegner fehlt, wird nach meiner Ansicht das herunterspielen der Clans wieder völlig unterlaufen
--- Ende Zitat ---

Klar kann es in einer VtR-Kampagne einen offensichtlichen Gegner geben. Nur wird der SL sich Gedanken drüber machen müssen, wer das sein könnte. Kloppen sich in der Stadt der SCs die Covenants bis auf´s Blut ? Treibt VII in der Metropole sein Unwesen ? Sind die Vampire mit den örtlichen Werwölfen verkracht (Dabei ist egal, ob es ein paar hundert Kilometer weiter weg anders sein könnte) ? Thront über der Stadt ein monolithischer Forschungskomplex von Cheiron Inc. und die Vampire laufen Gefahr als Testobjekte des Pharmakonzerns zu enden, wenn sie sich zu offensichtlich breit machen ?
Nicht zu vergessen, daß in der nWoD die Menschheit um einiges mehr "Biss" hat! Da es keine vampirische Weltregierung gibt, stellen Polizei, Geheimdienst usw. eine seeeehr viel größere Gefahr dar. Geheime Eingreiftruppen der Regierung wie die TFV kriegen eine Stadt auch schonmal vampirfrei. An potentiellen Gegnern besteht wirklich kein Mangel - man muss sich aus dem großen Haufen nur erst welche rausgreifen - anders als in der oWoD, wo die Fronten klar waren....

8t88:

--- Zitat von: Tümpelritter am 13.11.2009 | 19:10 ---Durch das neue Kampfsystem ist es, glaube ich, auch interessant geworden, statt Intrigengelaber mal richtige Action in die Abenteuer zu bringen. Insofern hat man jetzt halt mehr Freiheiten.
--- Ende Zitat ---
Ich empfehle "Requiem For Rome" Campaignbuch. Es hat ein Soziales Kampfsystem dass genau so tötlich ist wie das normale! :d

Und noch mehrere gute Moves meiner Meinung nach, was ich auch meine mit "Es ist keine Romanvorlage sondern etwas dass man am Spieltishc gebrauchen kann (die nWoD als Stting und Buch allgmein) ist:
Als ein Beispiel: Dass der New Orleans krieg in Vampire nun gut gemacht ist: In der oWoD wurde dir echt viel spannendes darüber erzählt was in dem Krieg so passiert...
Das Setting setzt die Spieler 5 Jahre nach dem krieg... *gähn*
In der nWoD haben Sie es für "mittden drin statt nur dabei" geschrieben.

Horatio:
Hab inzwischen das WoD Regelwerk  gelesen und ansonsten im Internet ein wenig über das Requiem Setting recherchiert. Mehr Konflikt auf lokaler Ebene, kein Metaplot der eigene Entwicklungen nur bis in eine gewissen Tiefe zulässt und wohl auch wesentlich weniger „fiction disguised as a game“ Hintergrundbände als früher. Selbst die Clans wirken ikonischer und konsistenter als noch zu Maskerade Zeiten.

Ich kann jeden verstehen, der erst mal eine Träne um ein geliebtes Element, wie bspw. seinen Lieblingsclan weint, der nun nur noch eine Blutlinie ist und ich gebe zu, ich als Ventrueliebhaber habe da nochmal gewonnen, weil die nWoD Ventrue einfach noch ein Stück mehr meinem Idealbild vom modernen Vampire entsprechen :D.

Was ich allerdings sagen muss, ist da mir zumindest im WoD GRW viel zu viel Prosa zum Strecken des Contents drin war.. ich hoffe mal bei den Setting Bänden haben sie das nicht nötig^^.

Bezeichnend finde ich auch, dass unsere vor nicht ganz einem Jahr in Maskerade gestartete Vampire Chronik in Trier, immer mehr Requiem Elemente auftauchen (bspw. die Kirche der Verdammten). Für den Rahmen in dem Live Domänen oder Rollenspielrunden sich üblicherweise bewegen, bieten Bünde und Familienbande einfach eine eine bessere Basis für Konflikte als Weltübergreifende Clanstrukturen.. mal sehen, die SL spielt mit dem Gedanken einen RetCon auf Requiem durchzuführen und so viel müsste man da bei uns gar nicht tun..

P.S.: Hat sonst wer noch das Gefühl, das Ron Edwards' Socerer sowohl für die Herangehensweise mit dem Setting, wie für das Regelwerk eine gewisse Inspiration war? Irgendwie bezeichnend, wenn man bedenkt das gerade er ein großer Kritiker der oWoD war.. (auch wenn sie in ihren Regelbüchern immer noch das „imposible thing before breakfast“ durchziehen :D).. und ja ich finde das neue besser, auch wenn ich die Requiem Regeln nur über die System Analyse von John Kirk aus dem Design Pattern Buch kenne^^.

P.P.S.: Wie setzt sich die nWoD eigentlich so durch? Bin erst letztlich eine paar 19-jährigen begegnet die Maskerade spielen.. wie geht das denn?

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