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WoW ab 18?
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Thalamus Grondak am 11.03.2009 | 23:48 ---Ach, beim Taschengeld achten die Eltern drauf, aber bei WoW nicht??
--- Ende Zitat ---
Man achtet natürlich nicht im Detail darauf, was sich das Kind nun genau kauft.
Aber wenn ein Kind süchtig ist, dann reicht das Taschengeld häufig nicht aus und man will noch mehr Taschengeld. Und da werden Eltern dann fast schon automatisch hellhöhrig: "Wir haben dir doch erst 100€ letzte Woche gegeben. Wieso willst du denn jetzt noch mehr Geld?"
--- Zitat von: Wolf Sturmklinge am 16.03.2009 | 00:14 ---Warum sollten man da bei Pen und Paper Rollenspielen eine Ausnahme machen? Oder beim Fernsehen oder sämtlichen Computerspielen? Was ist mit meinem Neffen der jeden Tag gerne mit seiner Carrera-Bahn spielt? Oder meinem Bruder, der jeden Tag die Bildzeitung kauft? Big Brother?
--- Ende Zitat ---
Wie kommst du darauf, dass Pen&Paper Sucht erzeugt?
Klar, es gibt Leute, die liebend gerne Pen&Paper spielen. - Aber ich habe noch nie von einem gehört, der Entzugserscheinungen hat, wenn er mal kein Pen&Paper spielt.
Bei Fernsehen bin ich durchaus für eine Begrenzung für Jugendliche. - Sie sollten imho nur eine begrenze Zeit pro Tag bzw. pro Woche fernsehen dürfen.
Bei Solo-Computerspielen tritt auch keine Sucht wie bei MMORPGs auf: Hier fehlt die soziale Komponente, aus der man MMORPG süchtig wird. Außerdem fehlt der soziale Druck, sich regelmäßig für Raids zu treffen, und seien Kollegen nicht "im Stich zu lassen".
Wenn jemand wirklich 16 Stunden täglich Carrera-Bahn spielt und auch die Ferien nicht genießen kann, weil er immer an seine Carrera-Bahn denkt oder nicht in die Ferien fahren will, weil er keine Lust hat, auf seine Carrera-Bahn zu verzichten, dann würde ich von Sucht sprechen.
Da bezweifle ich allerdings, dass es siginfikant so etwas gibt.
Das gleiche für den Bild-Leser: Wenn es tatsächlich jemanden gäbe, der 16 Stunden täglich Bild liest und der niemals ins Ausland fahren will, weil es dort keine Bild gibt, und der seine sozialen Kontakte vernachlässigt, weil er mit Bildlesen beschäftigt ist, dann würde ich von Sucht sprechen.
Allerdings bezweifle ich, dass es solche Bildleser gibt.
Der letzte Punkt Big Brother:
Keine Ahnung, ob Big Brother suchterzeugend ist. Ich habe zwar hier auch noch nie von einem Big Brother Süchtigen gehört, allerdings habe ich mich damit auch nicht sonderlich beschäftigt.
Falls ein Psychologe hier an Board ist, kann er ja mal etwas darüber schreiben, ob es auch Big Brother Süchtige gibt.
Kennst du einen Big Brother Süchtigen? Oder hast du schonmal von jemanden gehört, der Big Brother süchtig ist? (Und 2 Stunden täglich Big Brother sehen, ist NICHT automatisch süchtig.)
Moellchen:
Es gibt einfach Sachen die suchtgefährdeter sind als andere.
Ich glaube wirklich nicht, das jemand Schweißausbrüche bekommt, wenn morgens die Bildzeitung nicht auf demTisch liegt.
Aber wenn so ein WoW-Server abgerauscht ist, kann man sich gut schweibeperlte Gesichter vorstellen. Gerade wenn man dann das Forum des betroffenen Servers und die dort schnell erblühenden Frust-Threads liest.
WoW hat einfach ein gutes Suchtpotenzial. Das liegt an mehreren Sachen, eine ist sicherlich: Es hat einfach kein Ende.
Das Spiel geht immer weiter und weiter. Und wer an der Spitze seines Servers mitspielen mag, muss einfach Zeit investieren.
Und wer einer der Ersten sein mag, bei was auch immer genau, der muss eben mehr am Stück investieren…
Usw. usw. usw.
Das Schwert der boshaften Erdnuckel ist einfach cooler, wenn es eben nicht schon 100000 Leute auf dem Server besitzen, sondern nur der windige Krieger Bob.
;O)
Jedes MMORPG, was ich kenne, hat dieses Suchtpotenzial.
Die Frage ist, ob eine Alterseinschränkung etwas bringen würde. Aber, da scheinbar einige Eltern mit dem Phänomen „PC-Spiele/ Online-Spiele“ überfordert sind, wäre eine FSK von 18 vielleicht ein Signal.
Doch wenn ich sehe, wie sehr einige Erziehungsberechtigte auf die FSK achte, kann ich mich nur wiederholen: Es ist die Frage, ob eine Altersbeschränkung wirklich was bringen würde.
Thalamus Grondak:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 16.03.2009 | 00:46 ---Aber wenn ein Kind süchtig ist, dann reicht das Taschengeld häufig nicht aus und man will noch mehr Taschengeld. Und da werden Eltern dann fast schon automatisch hellhöhrig: "Wir haben dir doch erst 100€ letzte Woche gegeben. Wieso willst du denn jetzt noch mehr Geld?"
--- Ende Zitat ---
Dann geht das Kind halt Arbeiten, und dann sind die Eltern sogar noch stolz drauf, weil das Kind sein eigenes Geld verdient. Das es seine Kindheit nur mit Arbeit verschwendet, weil es Konsumsüchtig ist, da kommen die wenigsten drauf.
--- Zitat von: Eulenspiegel am 16.03.2009 | 00:46 ---Bei Solo-Computerspielen tritt auch keine Sucht wie bei MMORPGs auf: Hier fehlt die soziale Komponente, aus der man MMORPG süchtig wird. Außerdem fehlt der soziale Druck, sich regelmäßig für Raids zu treffen, und seien Kollegen nicht "im Stich zu lassen".
--- Ende Zitat ---
Gibts da auch Belege für? Meine Erfahrung ist, das Solo-Computerspiele genau so ein Suchtpotential haben (nur auf ein anderes Klientel bezogen.)
Wolf Sturmklinge:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 16.03.2009 | 00:46 ---Bla...
--- Ende Zitat ---
Ich hab auch noch niemanden gesehen der Entzugserscheinungen von WoW hatte. Somit existiert diese Sucht nicht. Dein reden!
Das Grauen:
--- Zitat von: Moellchen am 16.03.2009 | 06:04 ---Doch wenn ich sehe, wie sehr einige Erziehungsberechtigte auf die FSK achte, kann ich mich nur wiederholen: Es ist die Frage, ob eine Altersbeschränkung wirklich was bringen würde.
--- Ende Zitat ---
Dem kann ich nur zustimmen, habe ich letztens selber im Media-Markt gesehen! Ging da zwar nicht um WoW, aber dennoch um ein Spiel mit rotem FSK-Siegel (ich glaube es war GTA IV). Das hat der Sohn (ca. hmm... 9 Jahre alt) seinem Vater gezeigt und gesagt, er will das haben. Der hat sich's kurz angeschaut und mitgenommen. Kein Wunder, dass es dann nicht viel bringt. Sicher spiegelt das nicht alle Erziehungsberechtigte wider, ich denke aber durchaus, dass es ein recht verbreitetes Phänomen ist.
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