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Warum Attribute?

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Feuersänger:

--- Zitat von: 1of3 am  9.03.2009 | 20:59 ---Jaaa... nur ist das leider erstmal langweilig, denn das gibts schon.

--- Ende Zitat ---

Ich hau nochmal in dieselbe Kerbe wie Keldance: nicht jeder, der RPGs spielt, ist automatisch schon so übersättigt, um nicht zu sagen overgamed, dass er auf der Stelle vor Langeweile einpennt, wenn irgendwo ein Konzept verwendet wird, das an anderer Stelle genauso funktioniert. Erstens ist irgendwann immer das erste Mal, zweitens sind bekannte Konzepte ebenso für einen Wiedererkennungswert gut, zumal wenn es nicht einer gewissen Spiellogik entbehrt.
Dass man irgendwann sagt "Wüüäääh, schon wieder Manapunkte durch Intelligenz, jetzt mach ich mir aber gleich in die Hose", kommt da erst sehr viel später. Ich habe zum ersten mal vor ca. 17 Jahren oder so Roll gespielt und bin noch nicht an diesem Punkt angelangt.

Funktionalist:
1of3 hat ja nicht gesagt, dass alles, was es vorher schon gab jetzt langweilig ist. Nur dass diese Manaregelung aus diesem Grund langweilig ist.
Ich bin geneigt ihm zuzustimmen.
;D

Der Spielleiter soll auch immer MEISTER heißen. das ist viel intuitiver. (oder so, habe ich gehört...)

Feuersänger:
Ich finde so eine Manaregelung nicht langweilig; maximal "wenig originell". Wenn wir mal "Mana" als "Magiepunkte" definieren -- btw nur aus Neugier, wer hat den Begriff eigentlich eingeführt? Ich kannte es glaub ich zuerst von Shadowrun, was aber sicher nicht das erste war; danach von Magic the Cardgathering, und von diversen Japano-mich-kann-man-nur-mit-Guidebook-spielen-Konsolen-RPGs.

Natürlich kann man Mana auch genausogut an Charisma binden, wenn man die Magie entsprechend erklärt. Oder völlig losgelöst von Attributen, die ja nichtmal existieren müssen, wie wir hier lernen. Das kann ich solange gut finden, wie die Erklärung plausibel und stimmig ist. Wenn sie völlig an den Haaren herbeigezogen ist, damit um jeden Preis das Klischee gemieden wird, finde ich's albern und wäre mit einer "langweiligen" Int-Regelung glücklicher.

Ein:
@Mana: Larry Niven, 1969, Not Long Before the End

Tudor the Traveller:
Ich weise erstmal die Behauptung zurück, Fertigkeiten seien grundsätzlich irgendwie spezieller, präziser oder feiner aufgelöst als Attribute. Das ist eine Frage der Gestaltung!

Ich kann, wie schon gesagt, Attribute fein, grob oder was dazwischen auflösen. Beispiel: Körperkraft, Geschicklichkeit, Geisteskraft. Oder: Stärke, Schnelligkeit, Fingerfertigkeit, Stamina, Beweglichkeit, Intuition, Gedächtnisleistung, Auffassungsgabe, Willenskraft... usw. bis hin zu Sehkraft, Tastsinn, Gehör...
Das geht mit Fertigkeiten genauso: z.B. Kraftakt, Reflex, Willensakt. Oder eben feiner aufgelöst in beliebig viele einzelne Fertigkeiten.

Der Unterschied ist doch, dass das eine die gegebene körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit verwendet und das andere Erfahrung und Erlerntes, also Technik. In meinen Augen ist bei vielen Dingen eine Kombination der beiden sinnvoll, da sowohl das "Potenzial", das man (von Natur aus) mitbringt und die Erfahrung bei einer Aktion wichtig sein kann. So ist es durchaus so, dass man bei einer körperlich anstrengenden Aktivität den Mangel an z.B. Kraft mit entsprechender Technik wettmachen kann oder eben den Mangel an Erfahrung mit überdurchschnittlicher Stärke.

Und noch etwas zu den "Aspekten". Ich denke, Attribute, ebenso wie Fertigkeiten, liefern einen eher mathematischen Ansatz, indem sie gewisse Eigenschaften bzw. Fähigkeiten in Zahlenwerte packen. Die angesprochenen Aspekte sehe ich als so etwas wie den "literarischen" Ansatz, der die Fähigkeiten eher bildhaft erfasst und dann relativ zum Durchschnittsmenschen (oder -wesen)  bewertet. Prinzipiell umgeht dieser Ansatz meines Erachtens nicht das Aufstellen von Attributen, sondern nennt und regelt diese nur anders. So kann ich festlegen, der Charakter hat Stärke 20, bei einem allgemeinen Durchschnitt von 10, womit sofort klar ist, der Typ ist extrem stark. Oder ich sag einfach "der Charakter ist extrem stark". Macht in meinen Augen keinen wirklich großen Unterschied, außer dass ich bei dem Zahlenwert etwas leichter Abstufungen machen kann (der Typ ist ziemlich stark, aber nicht ganz so stark wie Paul, der extrem stark ist).

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