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Warum Attribute?
Feuersänger:
Das erinnert mich an Unknown Armies. Zumal sich ja I und E sowie S und Z quasi entgegenstehen. Das kann man dann auch so horizontalen Linien eintragen, mit "0" in der Mitte, und dann halt Marker setzen je nachdem wie extrem man vom Durchschnitt abweicht.
Eulenspiegel:
@ scrandy und Tudor
Man könnte auch sagen, dass 0 der Durchschnitt ist. Und erst, wenn jemand eine Fertigkeit auf -5 kann, dann kann er sie überhaupt nicht.
In diesem Fall hätte man also In(2) + Lesen(-5) = -3
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: scrandy am 10.03.2009 | 16:18 ---Ich denke eigentlich nicht in Schubladen. Die Attribute bzw. die klassische Nischenbildung ist Schubladenorientiert. Und die versuche ich hier darzustellen bzw. die Inkompatibilitäten mit manchen Charakterstrukturen aufzuzeigen.
--- Ende Zitat ---
Attribute sind nicht schubladenorientiert. Sie sind vielmehr einfach da. Bestimmte Berufe legen bestimmte hohe Attribute nahe, das ist nur logisch. Kämpfer haben automatisch hohe Stärke? Sehe ich nicht so. Zum Ersten spricht überhaupt nichts dagegen, auch mal Attributswerte nahe am Durchschnitt zu verwenden und zum Zweiten gibt es genug Systeme, bei denen Geschicklichkeit für die Trefferwahrscheinlichkeit mindestens ebenso wichtig ist.Magier sind intelligent? Auch hier: Nur so intelligent, wie sie mindestens sein müssen. Falls Magie hohe Anforderungen an die Intelligenz stellt, weil man sich komplizierte Formeln merken muss, oder weil man bestimmte komplexe Prinzipien verstehen muss, dann mag das sein. Aber so muss Magie nicht funktionieren. Es spricht nichts dagegen, dass ein Magier simpel seine Formeln auswendig lernt, wozu eine durchschnittliche Intelligenz ausreichen könnte, und seine wahre Macht stammt aus irgendeiner magischen Quelle, nennen wir sie Potenzial. Die Intelligenz ist nur die Hürde, die er nehmen muss, um überhaupt zaubern zu können. Niemand schreibt vor, dass Intelligenz irgendwie die Zauberei verbessern muss. Um mal auf D&D 3 einzugehen (weil es ein bekanntes System ist): Ein Magier MUSS nicht zwingend über exorbitante Intelligenz verfügen. Gut, auf höheren Stufen wird sie ein die Grade limitierender Faktor, aber wenn man ohnehin die mittleren Stufen anpeilt, ist es auch gut, eine hohe Weisheit zu haben, da diese die für Magier ebenfalls wichtigen Willenswürfe beeinflusst. Und eine hohe Konstitution für Konzentrationswürfe. Und eine hohe Geschicklichkeit für die RK und die Angriffswürfe mit Fernzaubern. Und hohes Charisma für Bezauberungsmagie... Also ist Intelligenz eines von mehreren wichtigen Attributen und es ist eine Frage der persönlichen Gewichtung, in welche Richtung man den Magier entwickelt.
Jetzt kommen natürlich die D&D-Spieler und widersprechen ;)
Tudor the Traveller:
Andere Attribute:
Aggressivität
Umsicht
Reaktionsvermögen
Wahrnehmung (zu Umsicht)
Widerstandskraft
Ausstrahlung
Mir fällt gerade ein: Ein interessanter Ansatz wäre es, die sechs pvarischen Prinzipien aus Hârnmaster als Attribute zu verwenden.
Luft - Wahrnehmung, "Flatterhaftigkeit" / Abgehobenheit, Sterilität
Feuer - Aggressivität, Kreativität, "Hitze"
Materie - Schöpferische Kraft, Gier
Erde - Regenerationsfähigkeit, Naturverbundenheit, Bodenständigkeit
Wasser - Trägheit, "Kälte"
Geist - Intellekt, Willenskraft, Magie
Das Ganze dann als ein drei-achsiges Kreuz, bei dem die Mitte Durchschnitt ist. Daraus ergibt sich auch direkt eine Persönlichkeit.
Metall-Geist-Achse: Schwerpunkt Materie: Die Person ist auf Materielles fixiert, neigt zu Gier, aber auch zu großer schöpferischer Kraft; Schwerpunkt Geist: Die Person ist intellektuell, verfügt über hohe Willenskraft und Geistesschärfe, hohes magisches Potenzial
Luft-Erde-Achse: Luft: Die Person ist flatterhaft, verfügt über eine gute Wahrnehmung, neigt aber zu abgehobenem Denken; Erde: Die Person ist bodenständig, hat eine gute Konstitution und ist oft naturverbunden.
Feuer-Wasser-Achse: Feuer: Die Person hat ein heißes Temperament, ist aggressiv, aber auch kreativ und reaktionsschnell. Wasser: Die Person ist gefühlskalt und logisch, neigt zu Trägheit, ist aber sehr anpassungsfähig.
So in der Art.
Feuersänger:
Och, diese "anderen Attribute" sind eigentlich auch wieder nur dieselben Nudeln in nem anderen Topf. (Äh, merkt man dass ich gerade Essen mache?) Würde von oben nach unten auf D&D-Terminologie übersetzt bedeuten: Stärke, Weisheit, Gewandtheit, Intelligenz (was du grad gestrichen hast), Konstitution, Charisma.
"Aggressivität" = Stärke ist dabei noch der größte Stretch, aber beide Attribute sollen wohl die gleiche Funktion im Spiel erfüllen, nämlich zeigen wie fürchterlich man angreifen kann. Und bei D&D würfelt man Wahrnehmung auf Weisheit statt Intelligenz, aber andere Systeme wie Shadowrun machen es eben andersrum.
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