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[Würfelmechanismus] Selbst gewähltes Risiko
ChristophDolge:
Ich würde empfehlen, dieses Risiko irgendwie zu triggern - man muss sich den Zugang zu einer solchen Probe durch den Einsatz einer Ressource erkaufen.
Holothuroid:
--- Zitat von: Der Dolge am 10.03.2009 | 23:25 ---Ich würde empfehlen, dieses Risiko irgendwie zu triggern - man muss sich den Zugang zu einer solchen Probe durch den Einsatz einer Ressource erkaufen.
--- Ende Zitat ---
Das ist natürlich sehr clever. Hätte dann ein bischen was von Trollbabe.
Sharrow:
Einerseits habt ihr recht, das es recht aufwendig und langwierig sein kann, die Würfel nacheinander zu werfen. Andererseits ist doch gerade das coole daran, das Erfolge von mal zu mal immer unwahrscheinlicher werden und man irgendwann aufgeben muss/kann, weil es zu schwer wird. Wäre die Regel "Jeder Erfolg macht alle darauf folgenden Erfolge schwerer" nicht da, gäbe es keinen Grund, jemals mit dem Würfeln aufzuhören, da die Fehlschlag-Wahrscheinlichkeit immer die gleiche bliebe.
Da das System außer diesem Mechanismus keinen anderen Zufall kennt und sonst sehr starr ist, wäre auch das seltenere Triggern der Probe keine wirkliche Lösung. Man 'kauft' die Probe ja bereits mit dem Risiko, einen Fehlschlag zu würfeln. Das ist teuer genug, finde ich. Gummipunkte werden ja schon zu genüge für 'Sichere Würfel' verbrannt.
Man müsste das System also irgendwie schneller machen, ohne die Essenz zu verlieren.
Idee: Man darf beliebig viele W6* gleichzeitig werfen. Jede 4-6 (50%) ist ein Erfolg (und erhöht das Ergebnis um 1) und jede 1 bedeutet einen sofortigen katastrophalen Fehlschlag. Reichen die Erfolge nicht aus, darf man nach würfeln, muss dann aber auch bei der 2 einen Fehlschlag hinnehmen. Bein dritten Versuch ist es auch die 3 u.s.w. Außerdem steigt die Härte des Fehlschlages. So werden Spieler einerseits ermutigt, beim ersten Wurf ein höheres Risiko einzugehen und die Probe mit einem Wurf zu schaffen (schnell), können aber andererseits (als letzte Rettung) weiter machen, wenn es nicht klappen sollte und kommen immer mehr in Bedrängnis (Todesspirale).
* Ich habe hier einen W6 genommen, da bei diesem System ein W20 viel zu viele Erfolge ermöglichen würde, bevor die erste 1 kommt. Außerdem hab ich die Erfolgschance pro Würfel auf 50% fest gelegt, da es keinen Spaß macht, 20 Würfel zu würfeln und nur dreieinhalb Erfolge zu haben.
Scrandy hat übrigens genau die Stimmung angesprochen, die ich mit diesem System erreichen wollte. Danke für das coole Beispiel :)
Eulenspiegel:
Zum oberen System:
Ich bin noch für eine Zusatzeregel:
Der Spieler darf sich aussuchen, ob er einen Wurf als Erfolg annimmt oder nicht. (Angenommen, er muss mindestens 10 würfeln, um einen Erfolg zu haben und benötigt noch zwei Erfolge. - Dann würfelt er eine 20. Da kann es für den Spieler besser sein, wenn er sagt: "Nee, die 20 akzeptiere ich nicht als Erfolg.")
--- Zitat von: Sharrow am 11.03.2009 | 15:20 ---Einerseits habt ihr recht, das es recht aufwendig und langwierig sein kann, die Würfel nacheinander zu werfen. Andererseits ist doch gerade das coole daran, das Erfolge von mal zu mal immer unwahrscheinlicher werden und man irgendwann aufgeben muss/kann, weil es zu schwer wird. Wäre die Regel "Jeder Erfolg macht alle darauf folgenden Erfolge schwerer" nicht da, gäbe es keinen Grund, jemals mit dem Würfeln aufzuhören, da die Fehlschlag-Wahrscheinlichkeit immer die gleiche bliebe.
--- Ende Zitat ---
Nicht ganz:
Wenn der Spieler niemals aufhört zu würfeln, dann würfelt er mit 100% Sicherheit eine 1.
Spieltheoretisch ist es sinnvoll, sich vorher ein Limit zu setzen und dann aufzuhören:
Er kann sich zum Beispiel sagen: "Ich versuche noch 20 Erfolge zu erzielen und höre dann auf."
Die Wahrscheinlichkeit, dass ihm das aber gelingt, liegt bei unter 50%. (Selbst, wenn 2-19 Erfolge sind, ist die Wahrscheinlichkeit, 20 Erfolge zu erzielen, ohne eine 1 zu würfeln, nur 36%.)
Allgemein würde ich empfehlen, maximal 13 zusätzliche Erfolge zu sammeln. (Die Wahrscheinlichkeit, dass du 13 zusätzliche Erfolge erzielst, falls 2-19 Erfolge sind, liegt bei ca. 50%. Solltest du mehr zusätzliche Erfolge wollen, ist es wahrscheinlicher, dass du währenddessen eine 1 würfelst.)
--- Zitat ---* Ich habe hier einen W6 genommen, da bei diesem System ein W20 viel zu viele Erfolge ermöglichen würde, bevor die erste 1 kommt. Außerdem hab ich die Erfolgschance pro Würfel auf 50% fest gelegt, da es keinen Spaß macht, 20 Würfel zu würfeln und nur dreieinhalb Erfolge zu haben.
--- Ende Zitat ---
Bei W6 hat man bereits bei 4 Würfeln eine Wahrscheinlichkeit von 50% eine 1 zu würfeln.
Bei 9 Würfeln liegt die Wahrscheinlichkeit, eine 1 zu würfeln sogar bei 80%. (Während man durchschnittlich 4,5 Erfolge erzielt.)
Ansonsten ist dieses System imho unfair gegenüber den Leuten, die sich nicht so gut mit Mathematik auskennen. (Oder es bevorzugt die Leute, die sich mit Mathe auskennen.)
Angenommen, ich benötige noch drei Erfolge. Was ist jetzt die bessere Wahl:
- Ich würfle 3W6 (und beim scheitern würfel ich nach).
- Ich würfle 4W6 (und beim scheitern würfel ich nach).
- Ich würfle 5W6 (und beim scheitern würfel ich nach).
- Ich würfle 6W6 (und beim scheitern würfel ich nach).
- Ich würfle 7W6 (und beim scheitern würfel ich nach).
Wolfenburg:
Ich finde das Obere System mit Spielkarten sehr reitzvoll, da dann irgend wann der Fehlschlag kommen muss und auch pro wurf (oder Zug) wahrscheinlicher wird. System: jedes Bild zaehlt als automatischer erolg, das Ass als Fehlschlag und die Zahlen nur als erfolg wenn sie ueber dem aktuellen liegen.
Auch wenn es viele wuerfe oder Zuege sind glaube ich nicht, dass es zu langwierig wird, da man ja schon vorher weiss wann man aufhoeren will (ich ziehe N-Karten) und jeder Zug instantan entschieden werden kann. Was wuerde ja langwierig macht ist nicht das Wuerfel rollen sondern das Auswerten. Bei Karten kann man noch einfuehren, dass man nur 3 sec Zeit hat zu ueberlegen.
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