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[Tim Kirk's Hearts & Souls] Superhelden mit Herz, Systembeschreibung!

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Jed Clayton:

--- Zitat von: Horatio am 10.11.2009 | 20:51 ---Shazam! Freu mich drauf.

Versuche noch einen Platz für die PTA Runde zu ergattern, ansonsten bin ich zeitlich ungebunden und stehe zur Verfügung^^. Die Diskussion führen wir am besten dann im Dreieich Thread weiter :).

PN mit Chara Konzept müsste raus sein.

--- Ende Zitat ---

Hab' ich bekommen, alles klar. Eine Antwort dazu habe ich dir auch schon als PM geschrieben.

Die Spielwerte sind gleich gemacht, das ist kein großes Thema. Zumeist geht alles Wichtige schon aus der Hintergrundgeschichte hervor, und die hast du mir ja bereits gegeben.

Nocturama:

--- Zitat ---Ich habe es so verstanden, dass beim Eintreten eines Stress Events die zugehörigen Stresspunkte verschwinden.
--- Ende Zitat ---

Das konnte ich nicht aus dem Buch rauslesen - was aber nichts heißen muss (wäre aber echt interessiert, wo das steht... Ich find's wirklich nicht). Heißt also, dass ein selbst eingeleitetes Stress Event die eben angesammelten Punkte auflöst? Wenn ich also schon absehen kann, dass der Kampf zu hart wird und nicht gewonnen werden kann, beende ich ihn als Spieler selbst und streiche mir die 3-4 Punkte.
Ich weiß nicht... das kommt mir verglichen mit den anderen Methoden als sehr viel vor. Ich müste es aber mal im Spiel ausprobieren.

Andere Frage: Ich habe ja als SL wenig Möglichkeiten, meine Villains zu skalieren. Sie stecken entweder 2, 4, oder 6 Stress ein und sind hin. Geht das nicht bei 3-5 mitspielern ziemlich flott? Da kann jeder einmal Stress verursachen, schon haben sie den Kampf geschafft. Was für Erfahrungen habt ihr in euren Runden gemacht?

Skyrock:
Ich habe jetzt nochmal die Volltextsuche angemacht, und als einzigen Beleg S.10 gefunden:

--- Zitat ---Regeneration
transforms wounds already taken back into
Stress, which the player can trigger as an
alternate Stress event such as fatigue, power
strain, or dehydration.
--- Ende Zitat ---
Wenn der Stress so oder so bleiben würde wenn ein Event ausgelöst wird, wäre der Effekt unnötig, oder?


--- Zitat von: Nocturama am 14.12.2009 | 21:40 ---Andere Frage: Ich habe ja als SL wenig Möglichkeiten, meine Villains zu skalieren. Sie stecken entweder 2, 4, oder 6 Stress ein und sind hin. Geht das nicht bei 3-5 mitspielern ziemlich flott? Da kann jeder einmal Stress verursachen, schon haben sie den Kampf geschafft. Was für Erfahrungen habt ihr in euren Runden gemacht?

--- Ende Zitat ---
Du musst deine Monologe und deinen Stressabbau möglichst stark für deine Schurken anspielen, sonst sind sie in der Tat kurzlebig. Selbst wenn man bedenkt, dass ein durchschnittliches Stress Event noch nicht das Ausscheiden des Schurken bedeuten muss (auch wenn es ihn immer wirklich treffen sollte, wie ein neuer Stress Trigger).

Ausgeprägte Überzahlen verträgt H&S mit seiner groben Skala nicht sehr gut, da haben die Helden natürlich alleine schon durch ihre breitere Stressverteilung einen großen Vorteil.
Pro-aktiv gespielte Schurken, die einzelne SCs verstärkt zu defensiven Handlungen zwingen, weichen das auf, aber zu weit kann man es auch hier nicht treiben.

Jed Clayton:

--- Zitat von: Nocturama am 14.12.2009 | 21:40 ---Das konnte ich nicht aus dem Buch rauslesen - was aber nichts heißen muss (wäre aber echt interessiert, wo das steht... Ich find's wirklich nicht). Heißt also, dass ein selbst eingeleitetes Stress Event die eben angesammelten Punkte auflöst? Wenn ich also schon absehen kann, dass der Kampf zu hart wird und nicht gewonnen werden kann, beende ich ihn als Spieler selbst und streiche mir die 3-4 Punkte.

--- Ende Zitat ---

Ich denke, genau so ist das gemeint.
Ich sähe keinen besonderen Sinn darin, wenn danach noch Punkte stehen blieben, mein Punktestand also verteilt über die Session nur immer höher wird.


--- Zitat ---Andere Frage: Ich habe ja als SL wenig Möglichkeiten, meine Villains zu skalieren. Sie stecken entweder 2, 4, oder 6 Stress ein und sind hin. Geht das nicht bei 3-5 mitspielern ziemlich flott? Da kann jeder einmal Stress verursachen, schon haben sie den Kampf geschafft. Was für Erfahrungen habt ihr in euren Runden gemacht?

--- Ende Zitat ---

Hehe. Das ist genau das Phänomen, das ich in meinen ersten drei oder vier Spielsessions mit H&S erlebt habe. Man kann dort die tollsten Villains ins Rennen schicken und alle ihre coole Fähigkeiten und bösen Aktionen beschreiben, aber so eine Gruppe von 5 Helden fertigt die superschnell ab. Aber dann erinnerte mich Skyrock daran, dass es schließlich auch eine Reihe von Möglichkeiten zur Vermeidung von Villain Stress gibt.

Natürlich vermeiden oder neutralisieren die Villains ihren Stress anders als die Heroes. Siehe S. 45, rechts: "How do villains' Drives work?"

- Gloating
- Taunting
- Soliloquies
- Casual Dispatch
- Deathtraps

Insbesondere das Taunting und Soliloquies (beschrieben auf Seite 46 links) sind in diesem System ausgesprochen wichtig, denn damit gibst du den Villains ihre Persönlichkeit und ihren individuellen Touch. Außerdem erfahren so alle beteiligten Helden, mit wem sie es zu tun haben und wie die Pläne der Bösen aussehen! H&S ist kein Detektivspiel. Die Villains plaudern alles freimütig aus!

Wenn ich Taunting und Soliloquies weglasse oder hinauszögere, haben die Spieler das Gefühl, nur gegen eine Pappwand aus uninteressanten, namenlosen Gegnern zum Wegprügeln anzulaufen. Namen und Eigenheiten sind ausgesprochen wichtig. "Da steht halt ein Typ in einem roten Overall und er hat eine seltsame glänzende Brille auf..." wirkt nicht so gut wie "Spüre die infernalische Macht von Red Kite, du Insekt!"

Ich erfinde hier mal kurz ein Beispiel für die Stress-Regeln:
Angenommen Batman (Deftness - Spectacular) prügelt sich in einer Lagerhalle mit dem Joker (Deftness - Exceptional [2] und Resolve - Ordinary! [4]).

Batmans Spieler würfelt mit seinen drei 4-seitigen Würfeln 3, 3 und 4 gegen die [2] des Jokers. Das bedeutet NICHT, dass der Joker bereits Faustschläge von Batman einsteckt. Er weicht trotzdem aus, duckt sich ab, tritt in einen Schatten oder hinter eine Containerwand. Er beginnt lediglich, Stress zu spüren, ist aber nicht verletzt oder benommen. (Eine "Verletzung" oder "Benommenheit" wäre ja bereits das Resultat eines Stress Events!)

... Später im selben Zweikampf hat Batman bereits 1 Stresspunkt und der Joker hat 3 Stresspunkte, hält aber mehr aus, mindestens 4, weil sein Wahnsinn ihm übermenschliche Willensstärke (Resolve) gibt. Der Joker wirft einen seiner eigenen Clown-Goons auf ein Förderband, das den unglücklichen Goon in eine gewaltige Schrottpresse fährt (casual dispatch). Das streicht einen seiner 3 Punkte weg. Danach schwingt sich der Joker behände auf ein Metallgerüst und stößt mit einem Fußtritt ein großes Ölfass um, das nun auf Batman zurollt. Auf den Panels, in denen das passiert, stößt er außerdem sein perverses Joker-Lachen aus (taunting), das durch die gesamte Lagerhalle schallt. Dadurch wird er eventuell wieder einen einzelnen Punkt Stress los. Auf dem Bild, nachdem Batman flink über das rollende Fass gesprungen ist (diese Würfelprobe ist leicht für ihn), kichert der Joker von seinem Gerüst aus weiter und erzählt Batman in aller Ruhe: "Selbst wenn du mich hier aufhalten solltest, läuft mein neuer Plan bereits perfekt. Ich habe drei Stadtviertel weiter eine Bombe versteckt, die über ganz Gotham Giftgas verströmen wird. Der Zeitzünder dafür liegt in einem Tresor im tiefsten Keller der Bank, die meine Helfershelfer heute Nachmittag überfallen haben. Dir bleiben noch 5 Minuten, Fledermaus." (Soliloquy) Diese Ansprache streicht auch den dritten Stresspunkt weg.

Joker wieder auf 0 Punkten, Batman auf 1 Punkt.

Der Konflikt läuft weiter.

Anm.: Diese Genre-Imitationen führen unter anderem dazu, dass Helden und Schurken in H&S nicht einfach mit ihren besten Waffen aufeinander schießen und bei einem einzigen Würfelwurf tödliche Treffer landen können.

Nocturama:
Das Stress-System finde ich auf den ersten Blick gut. Ich hätte nur gerne mehr Möglichkeiten, um meine Villains stärker zu machen. Die Formen des Villain-Stress-Relief sind mir auch etwas zu wenig. Sie passen gut auf den Muhahaha-4-Colour-Villain, aber meine Runde ist mehr Modern Age. Da wäre der Todesfallenbauende, seine Pläne verratende Schurke eher fehl am Platz.
Und wenn ich Gegner wie einen klassischen Werwolf, Godzilla oder einen Roboter gegen die Spieler schicken will? Auf die passt keiner der Stress Reliefs, die im Buch vorgeschlagen werden.
Für den One-Shot mache ich es erstmal BTB. Wenn meinen Spielern das System gefällt und wir es weiterspielen, werde ich mir aber Hausregeln überlegen, um vielfältigere Villains basteln zu können.

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