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Etwas Neues zum deutschen Pathfinder?

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Wormys_Queue:

--- Zitat von: Falcon am  9.06.2009 | 01:18 ---Aber wenn Drudenfusz das sagt, dann müssen die Wotzies das eben so meinen.
--- Ende Zitat ---

Ich hab Drudenfusz mit einem Satz zitiert, der Rest stamm von mir. Und ich bin mir sogar sehr sicher, dass er mir an mehr als einer Stelle vehement widersprechen würde.

Kurz: Für den Inhalt meiner Posts zeichne ich durchaus selbst verantwortlich.


--- Zitat ---Die richtigen Charakterrollenspieler betrifft das aber nicht so stark, die spielen ja keine Kämpfe und wenn dann nur Duelle.
--- Ende Zitat ---

Falls das ein Seitenhieb sein sollte: Falsch geraten. Kämpfe gibts bei mir mehr als genug, auch wenn ich den Spielern oft Optionen einräume, die Begegnung auf andere Weise zu lösen.


--- Zitat ---Ausserdem wird ja gerne unterschlagen, daß auch die Monster "mehr" können. Und wenn alle super sind, ist keiner mehr super (der Goblin ist ja immer noch ein Goblin).
--- Ende Zitat ---

Das ist für mich nicht die Lösung, sondern Teil des Problems. Wenn ich zwei normale Menschen nehme und den beiden sukzessive neue Kräfte verleihe, dann sind die am Ende in Relation zueinander gesehen immer noch gleichstark. Das Problem ist aber, dass die jegliche Bodenhaftung bzgl. der anderen normalen Menschen verloren haben. Um eine etwas überzeichnete Analogie zu bemühen, interessiere ich mich viel stärker für den Konflikt Batman vs. Joker als für den Konflikt irgendwelcher übermenschlicher Superhelden.

Die 4E hält die Balance aufrecht, indem sie beide Seiten stärker macht. Von 3.5 aus gesehen für mich leider ganz genau die falsche Richtung.

Das geht natürlich erst dann wieder wenn Drudenfusz uns allen erlaubt das Balancingsystem so zu benutzen,wie es gedacht ist.
Und die Poweranzahl ist ja sowieso ähnlich gering wie in 3.5 (ein D&D4 Magier hat da nur 4-5 Zauber).


--- Zitat ---Charakterpowers als "Gleichgeschalteter als 3.5" zu bezeichnen (weiss jetzt nicht wer es dieses mal geschrieben hatte) ist ähnlich albern, wie 3.5 Vorzuwerfen, daß alle einen BAB haben oder das Nahkämpfer und Fernkämpfer beide gegen AC würfeln. Wie gesagt, darüber kann man eben nicht reden. Du brauchst dich ja auch nicht rechtfertigen.
--- Ende Zitat ---

War ich glaube ich nicht. Allerdings bin ich auch kein großer Fan davon, dass die Klassen jetzt alle nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Natürlich kann man unterschiedliche Texturen draufkleben, keine Frage, aber die Unterschiede sehe ich persönlich gerne auch im Regelsystem verankert. Sonst könnte ich ja gleich Gurps spielen.



--- Zitat von: Enpeze am  9.06.2009 | 07:54 --- Sie ist perfekter Ausdruck der 4e Philosophie daß ausschließlich gut und leicht bespielbare Elemente im Spiel auch beschrieben werden sollten.
--- Ende Zitat ---

Noch einer dieser Dealbreaker. Die Beschreibung eines Settings sollte sich nicht am kleinsten gemeinsamen Nenner orientieren, sonst passiert genau das, was in der 4E geschehen ist. Ihr geht die Tiefe verloren.

Ich sehe das genau anders herum als Du. Es gibt keine nutzlosen Informationen. Und es gibt auch niemals genug davon. Glücklicherweise hat der Mensch ein Gehirn, dass es ihm erlaubt, Informationen zu filtern und das auszusortieren, was man nicht brauchen kann. Aber von vorneherein festzulegen, alles, was nicht unbedingt wichtig ist, draußen zu lassen, führt lediglich zu einer Ausrede von Setting (aka PoL).

Deswegen versteh ich ja auch nicht, wieso sich einige daran stören, dass es in Golarion völlig unterschiedliche Regionen gibt, und das ganze als unzusammenhängenden Flickenteppich im negativen Sinne bezeichnen. Da frag ich mich doch glatt, in welcher Welt die eigentlich leben, wenn sie das so sehr stört.

Letzten Endes geht es dabei dann immer nur um die alte Leier: Ich kann nichts damit anfangen, also hats gefälligst nichts im Setting verloren.

Oder positiver ausgedrückt: Das wahre Leben ist schon komplex genug, da hat mans im Spiel gerne einfach und übersichtlich.


Ich schließe mich übrigens Falcons Bitte um Auslagerung der Diskussion an.

Selganor [n/a]:

--- Zitat von: Wormys_Queue am  9.06.2009 | 11:10 ---Ich schließe mich übrigens Falcons Bitte um Auslagerung der Diskussion an.

--- Ende Zitat ---
Vorschlag der Moderation (da inzwischen in dem Thread alles kreuz und quer ging):

Wie waere es mit einem eigenen Thread zu Infos zum deutschen Pathfinder (den die Leute die das anderenorts verfolgen dann aktualisieren koennen) und die 4e-Philosophie/... wird in einem anderen neuen Thread weitergefuehrt (falls gewuenscht)

Aus dem Thread hier rauszusortieren was zum einen Thema ist und was zum anderen ist nahezu unmoeglich (besonders wenn in einem Posting zu mehreren Themen diskutiert wird)

Enpeze:

--- Zitat von: Windjammer am  9.06.2009 | 09:35 ---Das ist ja alle schön und gut. Dann habe ich Dich einfach falsch verstanden. Du findest die neue Kosmologie "großartig", nicht notwendigerweise deren Darstellung im neuen Ebenenhandbuch. Die ich scheiße fand. Ich rechne fix damit, dass einige Schwächen des Buches in Folgebänden, wie im für 2010 angekündigten The Plane Below: Secrets of the Elemental Chaos, wieder ausgebügelt werden, und hoffe, dass ich dann mein Fazit von damals zurückziehen kann:
--- Ende Zitat ---


Ich muß leider sagen, daß Du mich nicht falsch verstanden hast. Ich finde auch die Ausarbeitung des Manuals vorzüglich, nicht nur die Kosmologie. Das Manual hat exakt die richtige Textgröße und einen lockeren Informationsgehalt der einen nicht erschlägt und gut verwendbar ist. Im Gegensatz zu früheren Schwafelpublikationen mit einer stets übertriebenen und daher oft nutzlosen Informationsdichte.

Auch nach Lesen Deiner Rezension im dnd gate, die ich zwar handwerklich gut finde, bin ich allerdings in nahezu keinem Punkt Deiner Meinung, abgesehen von Deiner Bemerkung zum Artwork welches wirklich ein wenig mehr aus den Previewbüchern haben sollte. Du machst hierbei den Fehler zu sehr Deine Rezension nach Richtlinien der der vergangenen Jahre und vor allem 3x zu gestalten, ohne die neue Philosophie der vierten Edition wirklich in all ihrer schlanken Genialität zu erwähnen und wahrscheinlich bis jetzt auch ihrer Andersartigkeit noch nicht zu verstehen. Man kann diese "noch-nicht-angekommen-Haltung" bei vielen eingefleischten D&D Fans erkennen die 4e spielen. Vielleicht ändert sich sie sich in dem Moment in dem Du unter Verwendung der offiziellen Materialien mit 4e in den Paragon bzw. Epiclevel vorstößt.

Ich sage: 4e zu spielen wie ihre Vorgängerversionen bzw. zu erwarten, daß die Materialien so präsentiert werden wie früher, wird zu Frust führen. 4e zu spielen bedeutet auch die Philosophie von 4e zu verstehen und in den eigenen Spielen anzuwenden.


--- Zitat von: Windjammer am  9.06.2009 | 09:35 ---"Auch die Ebenen selbst wurden nicht (wie angekündigt) im Bereich der Spielbarkeit interessanter gemacht. Stattdessen wurden sämtliche Gefahrenzonen vom ätzenden Mageninneren eines Astral Dreadnought bis zur Amnesiegefahr bei Berühren des Unterweltflusses Styx einfach aus dem Spiel rausgelöscht, ohne dass etwas vergleichbar interessantes hinzugefügt wurde. Was hier entsteht, ist eine Kosmologie, die sowohl auf als auch unter der Oberfläche nur mehr als eine beispiellose Verharmlosung und Verniedlichung zu bezeichnen ist – was für so einiges am Spieltisch sorgen wird, aber gewiss nicht für gesteigerte Spannung beim Erkämpfen epischer Erfolge."
--- Ende Zitat ---

Amnesie ist nicht als Combat-Condition in den Regeln vorgesehen und wird daher weggelassen. Fällt unter Bespielbarmachung und Entfernung von spielverzögerndem und unbalanciertem Ballast. Und was Amnesie mit gesteigerter Spannung zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel. Wenn Du gesteigerte Spannung in 4e haben willst verwende 4+ Level-Encounter und denk Dir ein paar gefährliche Kampfumgebungen aus.

Wenn Du aber wirklich aus irgendwelchen (für mich unerfindlichen) Gründen willst, daß der Styx Amnesie herruft, dann spiels einfach rollenspieltechnisch durch. Wie uns Falcon ja schon seit Monaten erklärt ist DnD angeblich für solche Fluff-Effekte bestens geeignet. Mit dem Ruf nach Regeln für z.B. Amnesie reihst Du Dich in die Riege derjenigen 4e Gegner ein, die das gleiche für Schmiedekunst, Volksansprachen und Korbflechten fordern.

Bin übrigens auch dafür die (mitunter interessante) Diskussion auszulagern, da sie vollkommen am Thema "neudeutsche Pfadfinder". vorbeigeht.


Enpeze:

--- Zitat von: Christian Preuss am  9.06.2009 | 10:13 ---Sorry, aber da muss ich Dir widersprechen. Bei mir läuft gerade eine funktionierende offene Kampagne. Das einzige, dass ich hausregeln musste, waren die Aktionspunkte, die jetzt wie Bennies funktionieren. Diese Hausregel hatte aber nichts mit Realismus zu tun, sondern eher damit, dass einige Spieler so schlecht würfeln, dass schon Würfel durch die Gegend geflogen sind.
Die Guidelines zum Thema zum Gruppenlevel passende Gegner und die Trasureparcels ignoriere ich. Dazu benutze ich die Zufallstabellen aus OD&D. Ich orientiere mich gleichzeitig an die Moralregeln aus dem OD&D. (Habe ich schonmal gesagt, dass die D&D-Enzyklopädie ein klasse Werkzeugkasten ist?)
Ansonsten werden die normalen Regeln verwendet mit samt Skillchallenge und DMG Seite 42.
Momentan funktioniert es wunderbar. Ich muss mich allerdings noch dran gewöhnen, dass Dramatik keinen Einfluss auf meine Beurteilungen haben darf.


--- Ende Zitat ---

Wie lange spielt ihr das schon so? Ich spiel mal Cassandra und sage es wird nicht anhaltend sein. Ich kenne eine Gruppe, die anfänglich von der offenen Spielart wie ihr sie betreibt begeistert war dann das gleiche 11 Monate lang praktiziert hat und nun frustriert das handtuch wirft.

6:
@Enpeze:
Nach 11 Monaten erst Level 5?
Kein Wunder dass sie sehr frustriert waren.
Was hat die Gruppe den so frustriert?
(Wir spielen übrigens seit etwa 1 Monat. Die Hälfte der Spieler kennt diese Art des Rollenspiels aber schon seid mindestens 5 Jahren)

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