Medien & Phantastik > Hören
Musik und Politik - Untrennbar verknüpft?
Urias:
Servus!
Ich hab schon des öfteren mit einigen Leuten darüber geredet ob es verwerflich ist Songs von Bands zu hören mit deren politischer Meinung man nicht einhergeht oder sogar entgegensteht (in meinem Freundeskreis wären das wohl klar diverse rechts-orientierte Bands) oder ob es möglich ist die Musik gut zu finden und die politische Meinung der Band komplett auszublenden. Jetzt würd mich interessieren wie ihr das seht. Ist Musik und Politik so eng verknüpft dass man es nicht getrennt sehen kann oder sind das zwei paar Schuhe?
Peace,
Dominik
Gaukelmeister:
Naja, wenn man nur politisch korrekte Texte/Bands hören will, bleibt nicht viel übrig. Aber wenn Bands sich klar als Propaganda-Bands positionieren, finde ich es ziemlich panne, sich darauf zurückzuziehen, dass einem die Musik aber so gut gefällt.
Smendrik:
Musik und Politik sind nicht untrennbar miteinander verknüpft. Musik und Emotionen aber schon.
Musik war immer schon eines DER Mittel schlechthin auszudrücken was einen bewegt. Deswegen wird sie wohl sehr gern als politisches Medium benutzt.
Für mich persönlich gehört der Text eines Liedes genauso zur Musik wie die akkustische Begleitung. Eine Band kann noch so musikalisch ausgereift sein, wenn der Text rechtes Gedankengut verherrlicht lehn ich sie ab.
Sollte aber die gleiche Band politisch neutrale Texte singen und mir gefällt sie, dann ist mir die private politische Vorstellung der Band (beinahe) egal und ich würd sie hören
Crimson King:
Rechtsradikale Inhalte fliegen bei mir aus dem Hörer. In anderen Bereichen bin ich tolerant. Ich höre auch diverse Bands mit ausgeprägt christlichen Texten oder chauvinistischen Inhalten, wobei ich erstere einfach ignoriere, letztere eher ironisiere.
Marktliberale Texte, mit denen ich wohl auch so meine Probleme hätte, dürften in der gängigen Populärmusik auch rar gesät sein. ;)
8t88:
Ja, ich kann so etwas durchaus ausblenden.
Ich lese ja auch Comics mit fragwürdigem Inhalt ohne diese Meinung anzunehmen.
Warum soll das bei Musik nicht auch gehen?
Ich mag auch My Chemical Romance, kenne Sie aber erst seit dem Blakc Parade Album. Der Alte Kram klingt auch cool, auch wenn der im Gegensatz zu Black Parade "Emo" ist. Das macht mich noch lange nicht Emo.
Und Ärzte Hören macht mich nich zum Punk... genausowenig wie mich Amon Amarth nicht zum Heiden macht...
So what?
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