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Tut sich noch etwas Innovatives im Indiebereich?
PiHalbe:
--- Zitat von: tempestrider am 12.08.2009 | 21:53 ---Wie alt ist Don't Rest your Head jetzt?
Ist nix Revolutionäres dran.
Und trotzdem hat mir seit Jahren kein Spiel mehr so eine geile Gänsehaut verpasst.
Es macht eben einfach ein paar Dinge, die andere auch schon gemacht haben, besser
--- Ende Zitat ---
Das sehe ich genauso. DRYH ist ein klares Beispiel von "Neuerungen aufgegriffen und so kombiniert, dass nachher alles tatsächlich Sinn ergibt". In gewisser Weise ist das revolutionär. :D
Ich glaube schon, dass es immernoch viele neue Ideen und Ansätze gibt, dass diese nur nicht so prominient hervor treten, wie seinerzeit (fühl ich mich alt …). Sind eben nicht mehr alle in geschlossener Formation unter dem Forge-Banner vereint.
Die Frage ist natürlich auch, was man nun als Innovation auffasst. Wenn man einmal gesehen hat, dass es mehr als nur klassische Rollenspiele gibt, dann wirft einen so schnell nichts mehr um, habe ich das Gefühl. Die Maßstäbe verschieben sich und man wird unempfindlich gegenüber Neuerungen.
Darüber hinaus gibt es solch eine Flut von Indie-Spielen, dass es schwer ist unter all den "Kopien" die echten Neuerungen auszumachen. Das macht es vermutlich auch nochmal schwerer, echte Innovationen zu finden.
Solange gebe ich mich aber auch damit zufrieden, wenn die Spiele einfach besser werden und die neuen Konzepte besser aufgearbeitet werden.
--- Zitat von: tempestrider am 12.08.2009 | 21:53 ---Bitte um Zurechtweisung ;-)
--- Ende Zitat ---
Fühle Dich hiermit zurecht gewiesen! :ctlu:
alexandro:
Evtll. sollte man noch "Empire of Dust" erwähnen (alleine wegen der durch dieses Spiel vollzogenen "unheiligen Hochzeit" von Sandbox-play und Metaplot >;D).
Holothuroid:
--- Zitat von: Alexandro am 12.10.2009 | 16:10 ---Evtll. sollte man noch "Empire of Dust" erwähnen (alleine wegen der durch dieses Spiel vollzogenen "unheiligen Hochzeit" von Sandbox-play und Metaplot >;D).
--- Ende Zitat ---
Erzählen Sie mehr! ;D
(Auch gerne in einem neuen Thema.)
Horatio:
Hm.. also ich denke es kommt drauf an was man sich unter "Inovationen" vorstellt.
Viele der frühen Indies sind fast schon „nur“ Designthesen gewesen und nicht viel mehr als ein in Regeln eingebettetes Szenario gewesen (bspw. Puppetland oder My Life with Master, so geil ich die auch finde) oder sind den anderen Weg gegangen und haben quasi nur neue Denkweisen und Ansätzen in sonst eher klassische Systemansätze gebracht (bspw. Sorcerer).
Zu den Indies die mich am meisten wegen ihrer Konsistenz beindruckt haben gehören bspw. PTA, Polaris und DitV und die sind alle schon Indies der zweiten oder dritten Genration.. und ehrlicherweise, gerade bei Dogs habe ich aber das Gefühl, da muss noch mal dran gearbeitet werden, das System ist von der Grundidee her toll, hat aber ein paar Quirks über die man mal nachdenken sollte.
Von den ganzen Indie Ideen ist meines Erachtens auch einfach noch nicht genug im Mainstream Sektor angekommen. Zwar scheint mir gerade Sorcerer einiges an Einfluss auf das nWoD-Regelwerk gehabt zu haben, aber die ziehen immer noch ihre „Impossible thing before breakfast“ Nummer durch. Ebenso können sich viele Mainstream Regelwerke mal eine Scheibe davon abschneiden, wenn es darum geht wie man Szenarios erstellt oder das Setting so aufbereitet, dass es mehr ist als nur Prosa sondern eine Spielunterstützung. Das ein Rollenspiel mehr ist als nur Würfelmechanismus + Setting ist mir auch erst durch Indies klar geworden.
Im Indie Bereich geht es doch um viel mehr, als nur das neue kleine schicke Szenario mit der geilen Idee zu schreiben, das der geneigete User dann zweimal spielt um sich dann auf die Suche nach dem nächsten Kick zu begeben. Hier geht es, wie auch in den Mainstream Systemen, darum Ideen zu erproben und Ansätze zu verfeinern UND insbesondere auch darum so groß und unübersehbar zu werden, dass endlich all diese, in der Indie Szene schon lange bekannten, Ideen auch in den Mainstream einfließen!
btw.: Mich wundert, dass hier keiner Western City erwähnt. Ist Western City jetzt etwa keine echte Innovation sondern „nur ein Hack von PTA" bei dem die Szenen im voraus gebastelt werden, die Personen unter allen Spielern gleichmäßig verteilt werden und es Task- anstatt Conflict-Resolution gibt?
Mir wurde es damals als „ein besseres PTA“ vorgestellt. Das trifft es natürlich nicht, aber zeigt wie PTA oft wahrgenommen wird; bei PTA wurde mir von mehreren Leuten nach durchlesen erzählt: „Das kann nicht funktionieren und ist eigentlich auch gar kein Spiel“. Das System von Western City ist dagegen so klar aufbereitet und gibt einem so gut eine Struktur vor, dass selbst der konditionierteste klassisches Sim gewöhnte Rollenspieler damit klarkommt und genau so etwas braucht die Szene! Für mich eine kleine Revolution und die auch noch aus Deutschland.
Eine der Kernfragen hinter jedem Rollenspiel (Indie oder nicht) ist doch: Was macht das System? Wohin treibt es die Spieler, was unterstütz es und was drängt es beiseite. Das ist doch eine der Grundideen hinter dem Big Model.. und da könnten schon kleinere Variationen unglaublich viel ausmachen. Spielt bspw. mal mit den selben Leuten PTA und WC und schaut wie unterschiedlich die Spiele verlaufen und welche Tendenzen sich ergeben^^.
Bad Horse:
Wir haben hier ein Western City Board, da das System aus einer Challenge hier hervorgegangen ist. ;)
Aber Jörg wird sich freuen, dass dir sein System so gut gefallen hat.
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