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[LICHTLOS] Vorstellung

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MiThiel:

--- Zitat von: reinecke am 25.05.2009 | 17:01 ---Die Feindschaft der vier Fraktionen mutet mir ein bisschen an, wie diese Feindschaft zwischen den Kulten bei Degenesis.
Gibt es hier die gleichen Probleme? (Gemischte Gruppen etc.)

--- Ende Zitat ---

Den Degenesis-Vergleich hör ich oft, und dann ist doch alles anders. Wundere mich, woran das liegen mag. :D (Bei Lichtlos ist die Welt noch gar nicht untergangen, es wurde nichts vergessen oder verfremdet vom alten Wissen, die Fraktionen unterscheiden sich stark von den Degenesis-Kulten.)

Fraktionen mischen geht auf sehr vielfältige Weisen. Es ist auch jeder ein Anarchist (regeltechnisch), der die jeweilige offizielle Doktrin verweigert und zB unter den puristischen Hadantern trotzdem ein bisschen Magie oder Technik verwendet, oder der ein Dissident unter den technokratischen, dekadenten Rothmaren ist. Leben tut er dennoch in der jeweiligen "Kultur".

Aber auch weniger subtile Mischungen mit offenkundigen politischen Feinden sind kein "Problem". Die Fraktionsspaltung gibt es genau genommen ja erst seit 60 Jahren, die Menschen sind sich nicht ansatzweise so fremd und spinnefeind, wie bei den Kulten von Degenesis. Es gibt verschiedene Organisationen, politische wie religiöse, die inoffzielle, fraktionsübergreifende Missionen verfolgen. Wenn man natürlich vorsätzlich einen Hardliner spielt, wird's zankiger, aber keine Fraktion besteht nur aus Hardlinern, die nicht über die engen Doktringrenzen hinausblicken können.

Vom Balancing her traten bisher auch keine Probleme auf; Schattenläufer sind sehr mächtig, wenn sie Zeit haben, aber in spontaneren Kampfsituationen kaum zu gebrauchen.
Um die legendäre Traumkraft zu erlangen, muss man sogar mischen, denn die 8 Wege zu diesem religiösen Mythos scheren sich nicht Fraktionsgrenzen, wenn es um die seelischen Voraussetzungen geht. Hadanter sind anfangs etwas schwach, da ihnen Magie und Technik gleichermaßen fehlt, aber sie haben epische Nahkampf-Vorteile, die mit ein bisschen Ausbau sehr schnell dahin kommen, dass sie die anderen Fraktionen gerad auffressen - wenn sie nah genug kommen.

@Reinecke: Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage, ansonsten müsstest Du genauer beschreiben, welches Problem Du befürchtest. ;)



--- Zitat von: Aristagon am 25.05.2009 | 17:06 ---Cooler gebrauch von texturen und satelitenaufnahmen für die Map. Das mit der leuchtenden Schrift muss ich mir merken, sieht sehr gut aus. Hmmm wenn die Challenge vorbei ist schau ich es mir mal genauer an.

--- Ende Zitat ---

Ich werd's Helge weiterleiten, danke. :)

@Challenge: Ja, ich hab kein gutes Timing im Tanelorn erwischt, aber ich wollte für die NordCon etwas Vorlauf mit der Forenvorstellung haben.

MiThiel:
Sorry für den Doppelpost. Aber der sehr interessante Dark future-Thread,
http://tanelorn.net/index.php/topic,47824.msg918844/topicseen.html#new,
zusammen mit meiner Überlegung, dass ich Euch vllt nicht gleich mit so viel Material zuballern kann, ;)

hat mich einen einzelnen Schnipsel einer Fraktion von Lichtlos herausnehmen und mit einer konkreten Frage versehen lassen.

Ich habe nicht versucht, die Rothmaren, die den Untergang ihrer Welt durch die Lebenden Schatten mittels Wissenschaft und Technik zu verhindern versuchen, zu einer reinen Dark future-Fraktion zu machen, obgleich es da viele subtile Anleihen gibt.

Meine Frage vorweg: Ist das Subtile nun gerade motivierend zum Spielen, bzw. ist das eine verfolgenswerte Bastelrichtung, oder fehlt da doch noch ein bisschen Effektehascherei?

Hier die Rothmaren charakterlich kurz eingedampft und mit Plotbeispielen versehen:

Sie sind häufig ...

1. konservativ
2. dekadent (sie verdrängen die Weltlage)
3. in aller Stille religiös (ängstlich)
4. obrigkeitshörig und opportun (bequem, abhängig)

ihr faschistisches Regime (Feindbild für die SC) sähe sie gern als ...

1. stolz auf Staat, Militär und Wissenschaft (in dieser Reihenfolge)
2. pflichtbewusst und loyal gegenüber Staat, Militär und Wissenschaft
3. strebend nach persönlicher und staatlicher Effizienz – daraus soll Reichtum und Stärke resultieren
4. mutig genug, die Unbillen der Gegenwart mit Würde zu ertragen

und sie spielen sich wie ...

1. Hightech in den Golden Twenties (Jazz, Flapper; hier: Dekadenz, Verdrängung; HUMOR)
   Plotbeispiel: Harmlose Antihelden gründen eine Widerstandszelle; wer kocht jetzt den Kaffee?
2. Subtile Dark future (Soziale Eiszeit, Rache der Natur – die Grenzen des Totenreichs fallen; DARK)
   Plotbeispiel: Sklaven unter der Führung eines uralten, mächtigen Geistes proben den Aufstand
3. Die Ratten auf dem sinkenden Schiff (müssen nicht gleich Slumbewohner sein - oder doch?)
   Plotbeispiel: Wildnisunkundige schlagen sich nach Sakamoto Airport durch (ca. 3.500 km)
4. nüchterne Erforscher der Torwesen, um sie kalkuliert bekämpfen zu können; DARK)
   Plotbeispiel: Ein neues Spürgerät wird von einer Gruppe Soldaten im Toten Ring (einem Salzwüstengebiet) erprobt

Waldviech:
Kleine aber feine Anmerkung zu eurer Chronologie:

Es würde der Welt sehr wahrscheinlich gut tun, wenn ihr den Punkt mit der jüngeren Space-Opera-Vergangenheit rausstreichen würdet (also die Weltraumprogramme NACH ersten Weltuntergang), da sie Logiklöcher und Fragen aufwerfen würden:
Zum einen ist der Grund, warum Raumfahrt abgeschafft wurde, enorm fragwürdig - wenn eine Unterwanderung durch technisch anscheinend höher entwickelte Aliens mit anschließender Invasion ansteht, ist es eine gelinde gesagt strunzdumme Idee, jegliche Raumfahrt abzuschaffen und alle Raumschiffe einzumotten. Was, wenn die feindlichen Aliens eigene Schiffe bauen (falls sie es nicht eh schon tun) ? Das ist ja, als wenn ich mich auf eine Burgbelagerung vorbereite, indem ich sämtliche Tore öffne - warum sollte eine vernünftige Regierung sich selbst der ersten und wichtigsten Verteidigungslinie gegen Invasoren aus dem All berauben, wenn eine entsprechende Invasionsparanoia umsich greift? Eine Aliens-raus-Politik mag ja gut angehen, aber nicht ohne entsprechende Anti-Alien-Verteidigung wie wenigstens Killersatteliten, Verteidigungsraumstationen und Abfangjägerstaffeln, die den Planeten in eine Festung verwandeln und mit etwaigen Besuchern von Außerhalb kurzen Prozess machen.
Zweitens: Inwieweit ist die Bedrohung durch diese Schattenwesen auch örtlich gebunden ? Ist man sicherer, je weiter man sich vom dubiosen Dimensionsriss entfernt ? Wenn ja: Was zum Geier hindert dann technokratische "Splittergruppen" daran, auf andere Planeten zu fliehen und den zum Untergang verurteilten alten Planeten hinter sich zu lassen oder dies zumindest in Betracht zu ziehen und vorzubereiten? Das Wissen um interstellare Raumfahrt und die technischen Möglichkeiten, sich eine Raum-Arche zu zimmern, müssten doch noch vollständig vorhanden sein. (Mal ganz davon abgesehen, daß es sowas ein cooles Hintergrundelement wäre - irgend ein abgelegenes Areal, in dem sich ein verschrobener Großindustrieller eine gigantische Raumschleuder zusammenbauen lässt, um dann mit einem Kader Auserwählter auf dem Planeten Gamma-XYZ eine neue Zivilisation frei von der Korruption der alten Welt aufzubauen.)

MiThiel:
Erstmal danke für Dein Interesse. :)

Tatsächlich gibt es auf der HP "versteckt" einen Raumfahrt-Teaser. Die Chronologie werde ich diesbzgl. auch noch überarbeiten, da hast Du in der Tat einen alten Widerspruch gefunden.
Dass es keine Raumfahrt gibt, ist nur das, was Allgemeinheit und Feinde denken sollen. Inoffiziell sind gerade die Schattenläufer aber schon länger damit beschäftigt, da einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Evakuierungspläne wären streng geheim und nicht ausführungsreif. Zudem sind die Rothmaren konservativ und von großem Heimatstolz geprägt, ein Exodus kommt (noch) nicht in Frage. Sie haben den Kampf noch nicht aufgegeben, entwickeln fieberhaft neue Waffen.

In der Tat gibt es bisher erst zwei echte Bastionen der Schatten, und je weiter man von denen weg ist, desto sicherer. Doch das Tor der Schatten ist in den Seelen der Menschen, vor dem gibt es kein Entkommen.
Es wird ingame viel darüber gestritten, ob es überhaupt ein physikalischer Dimensionsriss, oder ein psychisches oder magisches Phänomen ist.
Für die Spieler soll es vor allem metaphorisch interessant sein; gibt man der Verlockung der Schatten (Macht, Reichtum (bessere Proben)) nach und macht die Welt damit schlechter, oder widersteht man dem sozialen Verfall (alle machen mit, wieso nicht ich?)?

Im Raumfahrt-Teaser wird definiert, dass die Torwesen *noch* nicht bis in den Orbit reichen ... aber sie arbeiten dran. Eine Flucht würde also das Problem nicht lösen.


Ansonsten hänge ich mal zwei frühe Skizzen von Helge Balzer an, die das Flair der Rothmaren weiter verdeutlichen.
Die Uniformkleidung zeigt u.a. den sozialen Stellungscode ... wobei Rothmaren mit dem niedrigsten Code - arbeitsunfähig - tendenziell viel häufiger als andere verschwinden ... Wie schon geschrieben, das eklige Regime dient als veritables Feindbild.

[gelöscht durch Administrator]

Waldviech:

--- Zitat ---Tatsächlich gibt es auf der HP in der Autorenwerkstatt schon länger im Epik-Bereich den Raumfahrt-Teaser. Die Chronologie werde ich diesbzgl. auch noch überarbeiten, da hast Du in der Tat einen alten Widerspruch gefunden, den ich übersehen habe.
Dass es keine Raumfahrt gibt, ist nur das, was die Allgemeinheit denken soll und möglichst noch jede der anderen Fraktionen. Inoffiziell sind gerade die Schattenläufer aber schon länger schwer damit beschäftigt, da auch einen Fuß in die Tür zu bekommen.
--- Ende Zitat ---
Aaaaaaah - OK. Vielen Dank - das klingt so nun besser (Sowohl, was hier steht, als auch das, was im Teaser zu finden ist) :)  :d Nehmt ihr diesbezüglich eigentlich noch Vorschläge entgegen ?
Die Illustrationen sind übrigens schick :)

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