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D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?

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Adrian:
Also ich seh das so ähnlich wie torath. Bei "uns" war es bisher immer so das neue Chars wieder am Anfang stehen.
Wenn also ein neuer Spieler in eine bestehende Runde aufgenommen wurde, gab es in den letzten 20 Jahren auch nur zwei mal Anmerkungen das derjenige lieber auf gleichen Level wie die anderen starten wollte.
Meiner Meinung nach würden damit die anderen Chars und deren erspielte Erfahrung irgendwie entwertet werden.
Da kann ich es ja gleich bleiben lassen zu spielen, die Stufen und Chars sind dann ja komplett beliebig und austauschbar (Achtung: Überspitzt geschrieben!).
Auch habe ich bisher nur gute Erfahrungen machen können in einer Runde als Frischling und Stufe 1 zu starten während der Rest im zweistelligen Stufenbereich agierte.

Kleine Anektote dazu:
Der 1.Stufen Krieger will den anderen Imponieren und stürmt ohne zu überlegen die Treppe herunter, wird natürlich fast sofort gekillt und die anderen müssen nun ihr bestes geben um ihn da doch noch zu retten. Gab nen herlichen Rollenspielabend. Der Char wurde dann von den anderen deswegen entsprechend angeschnauzt, konnte die Gruppe aber dafür in zwei Szenen später vor dem TPK retten - Die anderen Chars hatten sich beim Gegener etwas überschätzt und mein vorher gescholtener Held blieb weiter hinten und konnte den Fluchtweg offen halten.

Der Aufwand des SLs ist mit einer inhomogenen-Stufen-Verteilung größer, er muss die Herausforderungen gut timen und ggf. Anpassen. -> Ich weiß das eine Art zu spielen ist ein welches nicht jeder der Diskusionspartner so sieht.

Auch ist es bei uns oft so, das die Spieler mehrere Chars zur Verfügung haben und dann statt mit nem Lvl.1er auch mit einem bereits "hochgespielten" Char wieder in der Gruppe einsteigen kann (sofern Storytechnisch möglich).

Naga:

--- Zitat von: Adrian am  3.07.2009 | 12:49 ---Meiner Meinung nach würden damit die anderen Chars und deren erspielte Erfahrung irgendwie entwertet werden.

--- Ende Zitat ---

Ich glaub ja nicht an "ehrlich erspielt", sondern nur an "wurde vom SL nicht umgebracht".  o:)

Wie auch schon von anderen gesagt: Das Wesentliche ist für mich die Spielzeit des Charakters, und was man in der eben alles Tolles/Spannendes/Interessantes/Lustiges/... mit dem Charakter erlebt hat. Dieses Erleben kann mir keiner mehr wegnehmen.
Entsprechend tut's mir auch nichts, wenn andere da auf Augenhöhe mitspielen wollen.

Retronekromant:

--- Zitat ---Der 1.Stufen Krieger will den anderen Imponieren und stürmt ohne zu überlegen die Treppe herunter, wird natürlich fast sofort gekillt und die anderen müssen nun ihr bestes geben um ihn da doch noch zu retten. Gab nen herlichen Rollenspielabend. Der Char wurde dann von den anderen deswegen entsprechend angeschnauzt, konnte die Gruppe aber dafür in zwei Szenen später vor dem TPK retten - Die anderen Chars hatten sich beim Gegener etwas überschätzt und mein vorher gescholtener Held blieb weiter hinten und konnte den Fluchtweg offen halten.

--- Ende Zitat ---

"Normalerweise" (=DM "schummelt" nicht) wäre dieser Erststüfler sowas von tot...Und retten hätte er auch nix können mit Stufe 1. Wie auch ? Nur durch eine vom DM bewusst konstruierte Situation, die jeder Zufälligkeit entbehrt. Deus ex machina+Würfeldrehen halt...naja, jedem das Seine ;)
Aber da du schon die Klasse als "Krieger" bezeichnest, vermute ich mal, dass du dann doch eher aus der DSA Ecke kommst, wo sowas ja Gang und Gäbe ist  ~;D >;D

Aber wie gesagt. Man sollte ja nicht auf genau gleicher "Augenhöhe" starten. Zwei Stufen niedriger ist völlig im Rahmen und auch von den D&D-Designern so beabsichtigt..

Wie Naga schon sagt. Es ist keine "Leistung" einen Char hochzuspielen, dazu gehört eigentlich nur Kontinuität. Insbesondere, wenn der DM gerne mal ein Auge zudrückt, in Sachen Charaktertod. Hingegen ist es sehr wohl eine Leistung, einen Char authentisch zu verkörpern und auszuspielen, ihn ein wenig zu optimieren und als Gruppe dann gefährliche Missionen durchzuführen und Erfolg zu haben. Ob man nun von Stufe 5 au 20 oder von 1 auf 20 spielt, ist dabei doch sowas von egal...
Der Weg soll Spaß machen, das ist das Rollenspiel

Naga:

--- Zitat von: WorldEater am  3.07.2009 | 13:24 ---Man sollte ja nicht auf genau gleicher "Augenhöhe" starten. Zwei Stufen niedriger ist völlig im Rahmen und auch von den D&D-Designern so beabsichtigt..

--- Ende Zitat ---

Aber warum?
- Um das Verlieren zu sanktionieren? Wer stirbt gehört bestraft?
- Als "Kompromiss", damit die Hochstufigen nicht nicht das Gefühl haben, dass ihre "ehrlich erspielte" Stufe nur eine willkürliche Zahl auf einem Blatt Papier ist?

Retronekromant:
Ja, es sollte schon immer ein gewissen Nachteil haben einen neuen Char zu erschaffen. Man kann ja in 3.5 wunderbar die XP aufholen!
Aber ob ich jetzt einen Level 16 Char in eine Level 18 Gruppe einsteigen lasse, oder einen nichts-könnenden nichts-seienden Stufe 1 Halbstarken ist wieder eine ganz andere Sache ;)

Ich persönlich lasse den neuen Char immer entweder (der alte hatte schon mehr als 50% zur neuen Stufe an XP gesammelt) auf der gleichen Stufe mit Minimum XP oder (der alte hatte <50%) eine Stufe niedriger und dafür mit 50% der XP starten. Wenn ein ganz neuer Spieler einsteigt aber dann in der Regel wesentlich milder, oder sogar ganz ohne Nachteil, als wie wenn jemand stirbt oder gar einfach so einen anderen Char haben möchte ;)

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