Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?
Bad Horse:
--- Zitat von: Christian Preuss am 5.07.2009 | 10:42 ---@Bad Horse:
Geh einfach mal von der Vorstellung aus:
Für den Oger macht einen Teil des Reizes aus, dass ein normaler Mensch seine fast unmöglichen Ziele erreicht (das kann sogar bedeuten ein Gott zu werden). Versteif Dich nicht so sehr auf die XPs. Das ist nur ein Mächtigkeitsanzeiger innerhalb des Spieles. Es gibt keinen "Highscore" an XPs zu erreichen, sondern sie sind nur Mittel zum Zweck, um die Ziele seines Charakters zu erreichen.
--- Ende Zitat ---
Und um den geht es, denke ich. Dieser Anzeiger, diese Mächtigkeit muss eben erkämpft und gewonnen sein. Und zwar von dem Charakter, nicht dem Spieler. Das ist wie bei Mensch-ärgere-dich-nicht: Wenn dein Pöppel stirbt, fängt der neue Pöppel wieder bei Null an. Da jammert ja auch keiner, dass das unfair ist. ;)
Macht muss bei diesem Spielstil ingame vom Charakter gewonnen werden. Ob das jetzt durch große arme Augen gegenüber den mächtigeren SCs oder konfliktbeeinflussende Taten stattfindet, ist erst mal egal.
Dass die erlangte Macht am Spieler, nicht am Charakter, hängt, ist ein ganz anderer Ansatz. Einer, der mir jetzt sympathischer ist, aber das muss ja nicht heißen, dass die andere Version voll daneben ist.
Das hat überhaupt nichts damit zu tun, D&D zu verstehen. D&D macht in der Hinsicht keine klaren Vorschriften.
6:
--- Zitat von: Bad Horse am 5.07.2009 | 12:51 ---Und um den geht es, denke ich. Dieser Anzeiger, diese Mächtigkeit muss eben erkämpft und gewonnen sein. Und zwar von dem Charakter, nicht dem Spieler. Das ist wie bei Mensch-ärgere-dich-nicht: Wenn dein Pöppel stirbt, fängt der neue Pöppel wieder bei Null an. Da jammert ja auch keiner, dass das unfair ist. ;)
--- Ende Zitat ---
Was meinst Du da?
Ich verstehe Dich so, dass Du davon ausgehst, dass das Erhalten der XPs nicht an Deinem taktischen und strategischen Können liegt, sondern rein durch Würfelergebnisse.
Wenn ich richtig liege, dann machst Du mMn einen Denkfehler. Je nach SL ist die Vorbereitung, die Gegnersondierung und auch der genaue Ablauf eines Kampfes so eminent wichtig, dass Du ohne taktisches und strategisches Können nicht zum Erfolg kommst. Du schaffst die Begegnungen nur dann wenn Du (und nicht Dein Charakter) clever genug agierst.
Feuersänger:
Das ist schon richtig. Es ist aber auch richtig, was Sashael gerade gesagt hat. Erstens gehen selbst die besten Pläne zuweilen schief. Und sei es aufgrund von Würfelpech. Zweitens trifft auch bei einem völlig idiotischen Plan die Konsequenz oft nicht den Verursacher. Ich glaube, wenn ich aufgrund der Blödheit eines Mitspielers einen Stufe 12 Char verlieren und nochmal bei 1 anfangen müsste, gäbe es einen metaphorischen Axtmord.
Ich bevorzuge da als Denkansatz eher: zwar ist offiziell der Charakter, der die Erfahrungen sammelt. Aber für alle praktischen Zwecke ist es der Spieler, der die XP bekommt. Was er damit macht, ist seine Sache. Wenn er mit einem Charakter 30.000XP erspielt hat, kann er ihn im Prinzip in der nächsten Runde durch einen komplett anderen Char mit 30.000XP ersetzen. Egal ob der vorherige Charakter gestorben ist oder nicht.
Natürlich würd ich mir dabei wünschen, dass der Spieler das dann nicht von vornherein einplant und ausnutzt. Die ersten 10 Level ne Blechdose, um zu überleben, und dann schwupp auf einen Zauberer-11 umsteigen, um alles wegzurocken. Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders. In der Praxis ist das aber noch nicht vorgekommen. Zutrauen veredelt den Menschen.
6:
--- Zitat von: Feuersänger am 5.07.2009 | 13:36 ---Das ist schon richtig. Es ist aber auch richtig, was Sashael gerade gesagt hat. Erstens gehen selbst die besten Pläne zuweilen schief. Und sei es aufgrund von Würfelpech. Zweitens trifft auch bei einem völlig idiotischen Plan die Konsequenz oft nicht den Verursacher. Ich glaube, wenn ich aufgrund der Blödheit eines Mitspielers einen Stufe 12 Char verlieren und nochmal bei 1 anfangen müsste, gäbe es einen metaphorischen Axtmord.
--- Ende Zitat ---
Da stellt sich die Frage, ob Du in einer solchen Runde mit dem Mitspieler wirklich spielen willst
--- Zitat ---Ich bevorzuge da als Denkansatz eher: zwar ist offiziell der Charakter, der die Erfahrungen sammelt. Aber für alle praktischen Zwecke ist es der Spieler, der die XP bekommt. Was er damit macht, ist seine Sache. Wenn er mit einem Charakter 30.000XP erspielt hat, kann er ihn im Prinzip in der nächsten Runde durch einen komplett anderen Char mit 30.000XP ersetzen. Egal ob der vorherige Charakter gestorben ist oder nicht.
--- Ende Zitat ---
Klar. Aber das würde den Prinzip einen Charakter "vom Tellerwäscher zum Millionär" widersprechen.
Ich verstehe, dass das nicht Deine Idee ist. Aber ich glaube Ogers Idee schon eher.
Feuersänger:
--- Zitat von: Christian Preuss am 5.07.2009 | 14:06 ---Da stellt sich die Frage, ob Du in einer solchen Runde mit dem Mitspieler wirklich spielen willst
--- Ende Zitat ---
Sagen wir mal so: jeder macht mal Fehler. Deswegen finde ich es umso wichtiger, dass man nicht jederzeit durch den Fehler eines anderen auf 0 zurückgeworfen werden kann. Klar will ich mit einem notorischen Deppen, der die Gruppe regelmäßig in die Scheisse reitet, irgendwann gar nicht mehr spielen.
--- Zitat --- Klar. Aber das würde den Prinzip einen Charakter "vom Tellerwäscher zum Millionär" widersprechen.
Ich verstehe, dass das nicht Deine Idee ist. Aber ich glaube Ogers Idee schon eher.
--- Ende Zitat ---
Beim Neustart der kompletten Gruppe / Kampagne ist das schön und gut. Wobei ich bei uns durchaus die Tendenz gibt, die unteren Stufen zu beschleunigen. Angefangen wird wie gesagt auf Level 3, also vielleicht nicht mehr ganz "Tellerwäscher". Aber vor allem wird man halt nicht bei jedem Ausrutscher wieder zum Tellerwäscher degradiert.
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