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D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?

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Wawoozle:
Ich darf dazu mal anmerken:

Oger
Str 21, Dex 8, Con 15, Int 6, Wis 10, Cha 7

Was wundert ihr euch eigentlich ? :)

6:

--- Zitat von: Sashael am 21.07.2009 | 10:34 ---Das Encounterdesign von D&D als Schummelei und Vom-SL-durchwinken zu bezeichnen, zeigt kein besonders großes Verständnis für die Funktionsweise von D&D. Mal so anmerk ...

--- Ende Zitat ---
Eigentlich schon. Ich verstehe den Oger schon. Aus seiner Sichtweise hat das aktuelle Encounterdesign wirklich sehr viel von SL-Schummelei zu tun.

Ich versuchs mal zu erklären:
Früher war eine Kampagne kein Abenteuerpfad mit übergeordneten Spannungsbogen, sondern die Spielwelt, die der SL ausgearbeitet hatte. Die Charakter hatten auch keine "vorgeschriebene Großmission", sondern sie versuchten so gut es ging in dieser Welt zu überleben und ihre eigenen Ziele zu schaffen. Der SL musste also im Vorfeld nicht passend zum Level, sondern passend zur Umgebung die Gegner und Einwohner vorbereiten. Deswegen haben die ganzen Monster in BEAM-D&D und AD&D alle festgelegte Werte. Der Gedanke, die Gegner an die Gruppe anzupassen kam erst mit D&D3 und verstärkt in D&D4 auf. Damit baust Du aber eine Erwartungshaltung in der Gruppe auf, dass es (überspitzt ausgedrückt) egal ist gegen wen man geht, da der SL die Encounter eh an den Gruppenlevel anpassen wird. Genau das meint der Oger, wenn er sagt, dass die Gruppe "durchgewunken" und "SL-Schummelei" wird.
Das war früher anders. Wenn da eine Level1-Gruppe in das Gebirge mit den großen alten Drachen geht, dann bedeutet das meistens der sichere Tod. Daher war da wichtig, vorher Infos zu sammeln und entsprechende Vorbereitungen zu tätigen, damit man eben nicht in eine solche Falle läuft. Diese Vorsichtsmassnahmen waren im alten D&D das A und O gewesen und haben in den normalen 4e-Abenteuer keinen oder nur einen sehr geringen Stellenwert.

Zusätzlich kommt dann noch der hohe Stellenwert von Ressourcen, der in 4e auch stark zurückgeschraubt wurde.

Der Oger (Im Exil):

--- Zitat von: Sashael am 21.07.2009 | 10:34 ---Das Encounterdesign von D&D als Schummelei und Vom-SL-durchwinken zu bezeichnen, zeigt kein besonders großes Verständnis für die Funktionsweise von D&D. Mal so anmerk ...

--- Ende Zitat ---

Lies den Punkt noch mal. Ich habe nicht gesagt, ob ich Encounterbau für Schummelei halte, nur das es entweder welche ist oder nicht, und zwar GENERELL. Nur das muss jeder für sich selber entscheiden; für MICH hat Encount4ardisation, wie Christian schon richtig sagte, etwas unreales, und befördert eine gewisse Erwartungshaltung. Für mich verschiebt sie die Verantwortung für das Überleben einer Gruppe von den Spielern auf den Spielleiter.


--- Zitat von: Sashael am 21.07.2009 | 10:34 ---... dass es Leute gibt, die in EINER festgelegten Kampagne einen EINMALIGEN Aufstieg von Karl-Arsch-in-der-Sonne zum Streiter-der-gerechten-Sache für vollkommen ausreichend halten und deswegen neue Chars an das Gruppenniveau anpassen. Damit man eben NICHT die ganze Zeit schummeln muss, damit der Kleine überlebt.

--- Ende Zitat ---

Was ist denn, wenn in der stimmungsvollen, festgelegten und genau vorausgeplanten Kampagne so etwas lästiges, wie ein Charaktertod, Stufenentzug, oder TPK geschieht? Ist dann die ganze Kampagne im Eimer? Fängst Du dann die selben Abenteuer von vorne an? Ich spüre hier die ganze Zeit unterschwellig das Diktat des Geschichtenerzählens als handlungsleitendes Motiv und Leitmerkmal einer Kampagne im Hintergrund, aber vielleicht irrt sich der Oger ja.

Edwin:

--- Zitat ---Früher war eine Kampagne kein Abenteuerpfad mit übergeordneten Spannungsbogen, sondern die Spielwelt, die der SL ausgearbeitet hatte. Die Charakter hatten auch keine "vorgeschriebene Großmission", sondern sie versuchten so gut es ging in dieser Welt zu überleben und ihre eigenen Ziele zu schaffen. Der SL musste also im Vorfeld nicht passend zum Level, sondern passend zur Umgebung die Gegner und Einwohner vorbereiten. Deswegen haben die ganzen Monster in BEAM-D&D und AD&D alle festgelegte Werte. Der Gedanke, die Gegner an die Gruppe anzupassen kam erst mit D&D3 und verstärkt in D&D4 auf. Damit baust Du aber eine Erwartungshaltung in der Gruppe auf, dass es (überspitzt ausgedrückt) egal ist gegen wen man geht, da der SL die Encounter eh an den Gruppenlevel anpassen wird. Genau das meint der Oger, wenn er sagt, dass die Gruppe "durchgewunken" und "SL-Schummelei" wird.
Das war früher anders. Wenn da eine Level1-Gruppe in das Gebirge mit den großen alten Drachen geht, dann bedeutet das meistens der sichere Tod. Daher war da wichtig, vorher Infos zu sammeln und entsprechende Vorbereitungen zu tätigen, damit man eben nicht in eine solche Falle läuft. Diese Vorsichtsmassnahmen waren im alten D&D das A und O gewesen und haben in den normalen 4e-Abenteuer keinen oder nur einen sehr geringen Stellenwert.
--- Ende Zitat ---
Bei DnD3.5 wurden also Dörfer in denen sich die Helden (1. Stufe) befanden also genau so häufig von hochstufigen Dämonen, Drachen, Liches und so weiter wie von Kobolden und Goblins überfallen? Das kann ich jetzt irgendwie kaum glauben. Es gab doch schon immer Abenteuer für Helden der-und-der Stufe, oder?

Jestocost:
Habt ihr eigentlich ein anderes BEAM-D&D oder AD&D als ich? Auf den Abenteuern für D&D und AD&D stand immer, für welche Stufe sie ausgelegt waren. und im D&D Masterset oder so gab es explizite Regeln und Formeln, um auszurechnen, ob bestimmte Monster zu stark oder zu schwach für die Gruppe waren.

Ich glaube, das "Früher" das ihr meint, gab es vielleicht an euren Spieltischen, aber nicht in den Büchern und Modulen. Bei mir war grade bei D&D und AD&D den Spielern immer klar, für welche Herausforderungsstufe die Abenteuer gedacht waren.

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