Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?
Arldwulf:
--- Zitat von: Glgnfz am 21.07.2009 | 18:13 ---Die Grundannahme ist einfach nur eine andere: Diese "Encounter" (Gott! Ich hasse dieses Wort!) sind nicht zwangsläufig da, um geschafft zu werden / oder zumindest zu jedem zeitpunkt geschafft zu werden.
--- Ende Zitat ---
Naja...inwiefern ist dies denn inzwischen die Annahme? Auch in aktuellen D&D Editionen geht man schliesslich davon aus das immer mal wieder ein Encounter nicht geschafft wird, gibt es Zufallsbegegnungen usw.
Und natürlich kann man jederzeit in irgendeinen Bereich latschen der dummerweise tödlich für die eigene Stufe ist.
Und wenn ich mir Castle Blackmore so anschaue...ich sehe dort wenig Unterschiede, schon von Beginn des klassischen D&D an. Oder ist das nun auch schon zu "neu" ?
Falcon:
Chr.Preuss schrieb:
--- Zitat ---Als Zweites:
Nicht die Gestaltung von Encountern, sondern die Gestaltung als Encounter-Kette ist das Problem. Auch geht es nicht um SL-Manipulation als solches, sondern um den Einfluss den die Spieler auf die Spielwelt haben können.
--- Ende Zitat ---
gut, das haben wir jetzt sicher alle und der Letzte entültig verstanden. Was ist nun wenn man diese Rating Skalierung benutzt und trotzdem "so spielt wie früher" (man also auf zu schwere Drachen treffen kann) wtf?. Auch ohne D&D1?
Es spricht nämlich nichts dagegen, nur das es der SL einfacher hat die Schwierigkeit abzuschätzen.
Feuersänger:
Von diesen sog. "Oldschool-Klassikern" kenn ich wohl auch nur Burg Bernstein, oder ich hab die anderen vergessen. Gott, war das ein Käse. Nicht nur wegen der unlogischen Handlung (so manches hab ich sofort wieder verdrängt), sondern auch wegen diesen typisch-Gygaxischen unvorhersehbaren Effekten. Fasst du hier nen Knöterich an, kriegste nen Con-Bonus, der nächste der's versucht, wird in Stein verwandelt. Da und da musst du deinen Rettungswurf vergeigen, um einen positiven Effekt zu erzielen, und wieder woanders kannst du dir noch so sehr das Hirn zermartern, welcher Weg der richtige ist; du KANNST es einfach weder erschließen noch irgendwie in Erfahrung bringen, und tust du einen falschen Schritt, bist du sofort tot, ohne Rettungswurf. Super Urlaub, da will man doch gleich noch eins spielen.
Arldwulf:
Um mal ein paar Beispiele aus aktuellen Abenteuern zu bringen:
Im erstem Abenteuer des Scales of War Adventure Path werden zum Beispiel Stufe 1 Abenteurer auf einen Höhlenbär treffen, einen Stufe 6 Elite Schläger der zu diesem Zeitpunkt sehr warscheinlich mehr Trefferpunkte hat als die anwesenden Charaktere zusammen. Kurz zuvor sind sie auf einen Stufe 8 Gegner getroffen (unter erleichterten Bedingungen, die sich wenn sie sich klug anstellen auch nicht ändern) und evtl. durch eigene Unvorsicht auf mehrere Stufe 5 Gegner getroffen.
Eine kluge Truppe wird derlei Bedrohungen umgehen. Sich vorbereiten und während ihrer Reise weniger Probleme haben. Ist dies nicht genau was Christian Preuss geschrieben hatte? Das dies ein wesentlicher Aspekt von derlei "zu starken" Gegnern ist? Der Wunsch die Gefährlichkeit der Welt herüberzubringen und den Spielern den eigenen Schutz als Spielziel zu geben?
Es ist eigentlich recht einfach eine Menge solcher Beispiele zu bringen. Noch immer hängen etliche mächtige Wesen in etlichen Handlungssträngen der Settings drin. Und noch immer kann eine Stufe 1 Gruppe auf die blöde Idee kommen das sie den Hinweis den der SL für später am Ende des Abenteuers Platziert hat sofort nachgehen sollte - und doch mal den verantwortlichen Betrachter besuchen sollte der hinter den Entführungen steckte die sie gerade aufgeklärt haben.
Glgnfz:
--- Zitat von: Feuersänger am 21.07.2009 | 19:46 ---Von diesen sog. "Oldschool-Klassikern" kenn ich wohl auch nur Burg Bernstein, oder ich hab die anderen vergessen. Gott, war das ein Käse. Nicht nur wegen der unlogischen Handlung (so manches hab ich sofort wieder verdrängt), sondern auch wegen diesen typisch-Gygaxischen unvorhersehbaren Effekten.
--- Ende Zitat ---
Gerade Bernstein ist ein Paradebeispiel wie Old School-Abenteuer NICHT waren. Außerdem hat Bernstein etwa so viel mit Gygax zu tun wie die 4. Edition.
"Burg Bernstein" ist ein klassisches Abenteuer von Tom Moldvay - der Kerl hat wirklich wahnsinnige Abenteuer geschrieben, die man auch damalsschon nur gut fand, weil sie so abgedreht waren. Gerade Burg Bernstein kreiert ja sein eigenes Setting, welches eine völlig verdrehte Welt (mit leicht schwuchtelig-französischem Einschlag) namens AVEROIGNE einführt. Diese Welt ist völlig bekloppt und ich erinnere ich an eine Szene, in der meine Spieler unter einem Torbogen durch musste, von dem Blut hinunterfloss. Sie haben sich die tollsten Dinge einfallen lassen, um nicht davon berührt zu werden - ohne zu wissen, dass es einen POSITIVEN Aspekt hatte, wenn man von dem Blut benetzt war.
Auch die ganze Familie d'Ambreville, die in der Burg lebt, hat völlig einen an der Klatsche und es machte den Spielern einfach Spaß mit ihnen zu verhandeln oder sie in die ewigen Jagdgründe zu schicken.
Also kurz: Burg Bernstein = VÖLLIG untypisches Abenteuer!
Um einen Maßstab zu bekommen schnapp dir lieber "Festung im Grenzland", das ist ein handfestes kurzes Setting mit granatenstarkem Höhlenkomplex. (Übrigens von deinem Freund Gary geschrieben...)
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