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D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?
Feuersänger:
Danke für die Info, Glgnfz, gut zu wissen.
Ja, an den Torbogen erinnere ich mich, das war bei uns ganz ähnlich.
Höhlenkomplex erinnert mich an The Tomb of Arestor, das war der Dungeon, in dem ich Dungeons hassen gelernt habe. Der wollte nämlich _realistisch_ sein, und es gab also iks Ausbuchtungen und Sackgassen, die mit dem Abenteuer NICHTS zu tun hatten und einfach nur Zeit geraubt haben. Denn man musste ja alles erkunden, weil ja die gesuchten MacGuffins theoretisch überall sein könnten. Auch hier wieder keinerlei Möglichkeit, Irrwege auszuschließen. Und alle Nase lang gegen irgendwelche todlangweiligen Piercer, Fledermäuse, Riesenmücken oder Frösche kämpfen müssen, wenn man nicht gerade einem völlig überharten Killermonster in die Arme lief. Ausgewogene, interessante Encounter: Fehlanzeige. Nach ich weiß nicht wievielen Sitzungen hat der SL dann OOC den Tip gegeben, _jetzt_ sei der richtige Moment um Locate Object zu casten. Eine Sitzung mehr, und ich hätte vermutlich jemanden erwürgt.
Glgnfz:
Ich sehe schon - ich muss demnächst auf einer Con nochmal 5-6 Stunden "opfern", um "Festung im Grenzland" (anstatt "Festung des Bergkönigs") zu leiten. 8]
Dort gibt es kein vorgefertigtes "Ziel". Die Charaktere ziehen aus reiner Abenteuerlust los, um die Höhlen zu erforschen. Erst vor Ort ergeben sich viele kleine Aufgaben, die man lösen kann, um die Zivilisation einen Schritt vorwärts zu bringen. Wenn ich was von dem bösen Klerikerorden erzählen würde, oder den diversen Humanoiden, wären das wohl schon fast Spoiler...
... aber wir weichen vom Thema ab. ::)
6:
@Glgnfz:
Nur kurze OT-Frage:
Du nutzt LL für die Festung im Grenzland, oder?
6:
--- Zitat von: Arldwulf am 21.07.2009 | 19:56 ---Im erstem Abenteuer des Scales of War Adventure Path werden zum Beispiel Stufe 1 Abenteurer auf einen Höhlenbär treffen, einen Stufe 6 Elite Schläger der zu diesem Zeitpunkt sehr warscheinlich mehr Trefferpunkte hat als die anwesenden Charaktere zusammen. Kurz zuvor sind sie auf einen Stufe 8 Gegner getroffen (unter erleichterten Bedingungen, die sich wenn sie sich klug anstellen auch nicht ändern) und evtl. durch eigene Unvorsicht auf mehrere Stufe 5 Gegner getroffen.
--- Ende Zitat ---
Adventure Path = Encounter-Kette. Vielleicht etwas komplexer, aber auf Grund seiner Struktur (18 Abenteuer hintereinander aufeinanderbauend) muss es eine Encounterkette sein.
Arldwulf:
Ohne Frage, dies ergibt sich letztlich schon aus dem Konzept eines solchem Abenteuers. Ich zielte aber eher auf eine andere Bemerkung von dir ab.
--- Zitat von: Christian Preuss am 21.07.2009 | 11:17 ---Daher war da wichtig, vorher Infos zu sammeln und entsprechende Vorbereitungen zu tätigen, damit man eben nicht in eine solche Falle läuft. Diese Vorsichtsmassnahmen waren im alten D&D das A und O gewesen und haben in den normalen 4e-Abenteuer keinen oder nur einen sehr geringen Stellenwert.
--- Ende Zitat ---
Genau dies sehe ich nicht wirklich begründet, weder für 2E, noch für 3.5 noch für die 4E. Denn weder sind dort alle Begegnungen auf die Gruppe angepasst, noch ist Erforschung und Vorbereitung unwichtig geworden.
Was Abenteuer als zusammenhängende Begegnungen betrifft: Ich habe ja schon Blackmore angesprochen. Dave Arneson schuf dies als Kampagne, das sollte man nicht vergessen. Als eine fortlaufende Geschichte von Abenteuern. Aber man nehme nur mal eines heraus. Den Temple of the Frog, aus dem Blackmore Supplement - älter als ich das gute Stück.
Wenn du dies liest, kommt dir das tatsächlich so unbekannt vor? Raum 1, Raum 2, Raum 3 usw. ich habe Wahlmöglichkeiten welche Wege ich gehe und wann ich dies tue. Aber letztlich bewege ich mich durch die Ebenen des Dungeon - bis man schliesslich zu einem Endgegner kommt. Dies ist kein Konzept um Spieler zu beschützen davor Dummheiten zu machen und sie zu verhätscheln. Es ist einfach die logische Dramaturgie der Geschichte eines solchen Abenteuers (es gibt auch andere Arten von Abenteuern als Dungeoncrawls natürlich, doch auch diese gewinnen etwas wenn die Geschichte langsam an Spannung gewinnt). Das war 1975 genauso wie es heute gilt.
Nun gibt es heute und gab es ja damals nicht nur Abenteuer und Kampagnen, sondern auch eine Welt zu entdecken - ein Setting. Doch ich sehe nicht genau was sich zu damals geändert hat. Du sprichst die Frage an ob man zum grossen roten Drachen auf dem Berg gehen kann - und man kann! Man kann auch zu dem älterem Betrachter unter der Stadt gehen, zu dem Sharn oder dem nächstbestem Lich. Vielleicht frisst mich auch der Bär oder die Wölfe im Wald - das sind alles normale D&D Geschichten auch in 4E Abenteuern, 3.5 Abenteuern und so weiter. Und hey - je nach Geschichte überlebt man vielleicht, wer weiss das schon. Manchmal aber auch nicht, und das ist - und war es immer ohne das sich dieser Punkt wirklich geändert hat in der Lebensspanne von D&D - immer ein Teil des Spiels.
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