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[Mystix] Fragen und Antworten

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scrandy:
Hier ein Thread für allgemeine Mystix-Fragen:
(Dieser Thread wurde aus der Diskussion im Challenge -Smalltalk ausgegliedert, um über das Spiel selbst statt über dessen Rezeption reden zu können)

Mystix ist zur Zeit noch in der Entwicklung. Das Gerüst des Spiels (Regeln, Tabellen, Werte, und 75 Seiten Text) steht jedoch schon fest und man kann es entweder auf CONs oder auch auf dem Großen spielen.

Mehr infos gibts unter: http://mystix-rpg.de/About

Es gibt mittlerweile zwei Settings dafür:

1.) Mystix - Das Zeitalter der Wächter (in der Regel einfach nur Mystix genannt)
2.) Mystix - Das große Erwachen (Setting Challenge Beitrag 2009)

Die Regeln sind bis auf kleine Anpassungen gleich. Das Zeitalter der Wächter ist Steamfantasy mit Thema religiöser Extremismus. Das große Erwachen ist Survival-Fantasy in einer Wolkenkratzer Kulisse. Beide Spiele haben keinen Kampffokus sondern binden Recherche, Stealth, Technik usw. gleichwertig ein.


Solltet ihr Fragen haben, dann immer her damit!

Die nächste Spielrunde ist auf der Feencon und auf dem Sommertreffen!

Callisto:
Ich fand ja den Würfelmechanismus nicht schlecht. Warum halten den eigentlich viele für nicht-immersionsfördernd? Wenn man erstmal damit gespielt hat, ist der echt gut!

scrandy:

--- Zitat ---Eine Sache die mich an Mystix von der ersten Stunde an abgeschreckt hat, war das 6W20-Dreidel-Würfel-Dingsbums (ich hege keine Ansprüche auf die korrekte Würfelzahl), das man für Mystix braucht. Soviele Würfel, und die sollen dann auch noch den Erzähl- und Immersonsgedanken fördern? Wie geht das?
--- Ende Zitat ---

Die Anzahl der Würfel braucht man um die entsprechenden Wahrscheinlichkeiten (Glocken-Kurve) und die entsprechenden Skalen hinzubekommen. (1-12 Fähigkeitswert, 1-9 Schwierigkeitswert)

Jenseits dessen ist sie auf Geschwindigkeit optimiert. Man macht alles mit der selben Probe, also braucht man nur die Schale schütteln, hinwerfen, und einen Zahlenwert vergleichen. Geht flott insbesondere wenn man es gewohnt ist.

Außerdem erzeugt die Schale nochmal ein neues Würfelfeeling und es gab bis dato noch keine W20-Pools (zumindest nicht weit verbreitet).

Also alles gründe warum es so ist.

Den Immersionsgewinn bekommt man jedoch durch andere Mechanismen. Jede andere Probe mit den Wahrscheinlichkeiten und Skalen würde ebenfalls passen. Die Probe sollte einfach mit den oben genannten vorgeben schön schnell werden, ohne rechen funktionieren und nur einen Vergleich benötigen.

@ Callisto
Ich denke das liegt an der fehlenden Praxis. Ausprobieren ist viel wert. Als theoretisches Konstrukt ist das erstmal verrückt.

scrandy:
Wie bekommt man diese Immersions-Verstärkung hin?

Der Grundgedanke ist es die Spieler alles Ingame machen zu lassen. Deswegen gibt es statt der typischen Simulation durch Regeln, die Pseudowissenschaften und andere wertelose Mechanismen, die die Gedanken der Spieler bei der Spielsituation lassen anstatt sich auf die Werte zu konzentrieren.

Die Probe hat zum Beispiel eine Komponente, die sich Situationsvorteil nennt. Dieser Teil macht bis zu einem drittel der Erfolgschance aus, meist der Teil der Erfolg von Misserfolg unterscheidet. Und dieser Situationsvorteil ist alleine abhängig von besonderen Ingame-Ideen der Spieler basierend auf den Pseudowissenschaften und geschickter Kooperation der Spieler.

Mit diesem System läßt sich dann zum beispiel auch schwer-simulierbares wie Alchemie oder MacGyvern (also spontane Technik Basteleien) umsetzen. Aktionen, die sonst Tabellen und Würfelorgien brauchen, werden so komplett zur Ingame-Sache, die sogar während Action- oder Spannungssituationen durchgezogen werden können. Und dennoch wird alles nicht zu frei und bleibt vergleichbar.

Für mehr Details, bitte nachfragen wenn es euch interessiert!

oliof:
Callisto: Ich halte ihn nicht für schlecht, immerhin scheinen ja einige Leute Spaß damit zu haben. Aber ganz ehrlich scheinen mir mehrere Vergleiche auf einer 1W20 Skala, auch noch gleichzeitig, vom Aufwand her deutlich höher zu sein, als Fertigkeitswert+10 gegen Schwierigkeit (Ephorân), 2W6+Fähigkeit gegen Schwierigkeit (Traveller) oder Karten ziehen (Engel/Everway/Primetime Adventures).

Mit anderen Worten: Scrandy sagt, er will ein System, dass die Immersion an vorderste Stelle steht. Warum dann so ein barockes Würfelsystem?

Scrandy: Ich verstehe jetzt, dass Du Dir bestimmte Skalen für Fähigkeitswerte und Schwierigkeitswerte zurechtgelegt hast. Wie funktioniert das denn nun genau?


Ich weiß, dass das bei Erzählspielen hin und wieder als nachgeordnet eingestuft wird, aber hast Du Dein Würfelsystem mal statistisch untersucht? Weißt Du, ob du tatsächlich Glockenkurven hast? Gibt es Ausreißer an den Extremen? Wieso muß es eine Glockenkurve sein, wenn es doch gar nicht um Simulation geht, sondern um Immersion?


Davon ab: Wieso braucht man einen Pool von W20? Nix gegen Poolsysteme — Solar System hat bei Licht betrachtet ja auch eine Art Poolsystem — aber meiner Erfahrung nach führt alles was komplizierter ist als ein Zahlenbereich von 1-10 und eine einfache Addition  (bis +5) bzw. eine ganz einfache Subtraktion (bis -2), in einer praktischen Runde dazu, dass jemand am Liebsten zum Taschenrechner greifen möchte.

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