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[Arcane Codex] [Erzählt mir von] Arcane Codex
psycho-dad:
Persönliche erfahrung mit AC (1. edition.) :
Das Regelwerk funktioniert ganz gut, solange man nicht mit Powergamern oder Optimierern spielt. Sobald ein einziger davon in der Gruppe ist Sprengt er das System, das gezieltes Regel-Ausnutzen über alle maße tolleriert. (Kein vorwurf an Powergamer, eher an die schlechte Balance) Selbst ohne Maximieren und Optimieren kommt das System spätestens bei 200 XP an einen Punkt, an dem die Balance zerbröselt wie ein klumpen Dreck.
Die Spielwelt ist eingängig und bieted für jeden Geschmack was bekanntes an. Wenn man über die Logik-Löcher wegschaut kommt man auch damit ganz gut klar. Der Fluff ist begrenzt, aber ausreichend und erlaubt es, die Spielwelt nach den eigenen Wünschen zu gestalten.
Für kurze Kampagnen und Oneshots, in denen man mal richtig dreckig die Scheisse fliegen lasen will, ist AC zumindest brauchbar (im Sinne von: Das Regelwerk liegt einem nicht all zu oft im weg rum) Für Heroische Fantasy dagegen kaum. Actionlastig klappt auch kaum, ebensowenig lange kampagnen. Dafür ist die Todesrate durch blöden Zufall unter SC zu hoch und die Kämpfe zu kurz. Optimale ergebniss hab ich bekommen, wenn ich "Kewl Powerz" und gemeine/brutale Kämpfe haben wollte. SC und NSC bekommen gleichermaßen Böse aufs Fressbrett.
Soweit jedenfalls meine Erinnerungen an das System.
גליטצער:
Um nochmal zu dem Thema Homosexualität Totschweigen zurückzukommen.
Weil ich sonst eh nix zu tun hab', hab' ich das jetzt mal in meiner Bibliothek nachgeschlagen, und es war so wie ich es vermutet hatte:
Das Spiel unterscheidet sehr wohl zwischen "bevorzugten Geschlecht" und "anderen Geschlecht". Ersteres wird zum Beispiel beim Nachteil Lüstern verwandt, letzteres bei der Bardentechnik Rettung der Jungfrau. Ein homosexueller Barde wird also ein bisschen benachteiligt, weil er immer besser darin ist, das (zumindest für ihn jeweils) falsche Geschlecht zu Retten. Aber das ist nun 'mal Bestandteil des Stereotypen Barde (der eh schon aufgeweicht ist. Bardinnen können auch hilflose Männer/Memmen retten).
EDIT: Ja wird das heute noch was mit der Rechtschreibung? ::)
Miykael:
--- Zitat von: Glitzer am 7.08.2009 | 19:54 ---Um nochmal zu dem Thema Homosexualität Totschweigen zurückzukommen.
Weil ich sonst eh nix zu tun hab', hab' ich das jetzt mal in meiner Bibliothek nachgeschlagen, und es war so wie ich es vermutet hatte:
Das Spiel unterscheidet sehr wohl zwischen "bevorzugten Geschlecht" und "anderen Geschlecht". Ersteres wird zum Beispiel beim Nachteil Lüstern verwandt, letzteres bei der Bardentechnik Rettung der Jungfrau. Ein homosexueller Barde wird also ein bisschen benachteiligt, weil er immer besser darin ist, das (zumindest für ihn jeweils) falsche Geschlecht zu Retten. Aber das ist nun 'mal Bestandteil des Stereotypen Barde (der eh schon aufgeweicht ist. Bardinnen können auch hilflose Männer/Memmen retten).
EDIT: Ja wird das heute noch was mit der Rechtschreibung? ::)
--- Ende Zitat ---
Was aber auch daran liegen könnte, dass Barden im Licht der Öffentlichkeit stehen und so etwas dort unter Umständen nicht allzu gern gesehen ist..
Homosexualität bei AC ist etwas, was jeder Char für sich selbst ausmachen sollte. Es gibt dort weder ein kategorisches JA noch ein kategorisches NEIN
Carabas:
--- Zitat von: Miykael am 13.08.2009 | 02:45 ---Homosexualität bei AC ist etwas, was jeder Char für sich selbst ausmachen sollte. Es gibt dort weder ein kategorisches JA noch ein kategorisches NEIN
--- Ende Zitat ---
Mir geht es nicht um die Spielwelt, sondern um das GRW. Das sind ja zwei Paar Stiefel.
Wobei, es geht mir auch um die Spielwelt. Exalted ist dabei ja für ein Fantasy RPG wegweisend. Ich sage nur Chirascuro und die Dereth der Delzahn Nomaden...
Blizzard:
Ok, dann will ich auch mal. ;) Ich habe AC auch ein paar Jahre gespielt. In zwei Kampagnen, aber auch dutzende One-Shots. Ich bzw. wir haben überwiegend nach der 1st Edition gespielt. Es wurden auch einige Dinge aus dem Kompedium verwendet, mit der 2nd Edition hingegen hab ich fast keine Erfahrung.
Als wir damals angefangen haben, haben wir erstmal mit verschiedensten Charakteren herumexperimentiert, um das Ganze etwas besser kennenzulernen. Hat viel Spaß gemacht, und das Erste was uns an AC positiv aufgefallen ist: Die Charaktererschaffung ist sehr vielseitig und flexibel. Einschränkungen à la "Magier können keine Kettenrüstungen tragen" gibt es in AC nicht. Und wenn Einschränkungen, dann sind sie doch marginal.
Irgendwann hatten wir dann feste Charaktere. Ich hab zuerst einen Waldläuferverschnitt mit Blattschusstechnik gespielt, und gegen später dann einen Nekromanten. Und muss sagen, dass die Kampfschulen aber auch die Magiearten ihren ganz eigenen Reiz haben. Das System empfanden wir nie wirklich als schwer oder komplex-und das ist es auch nicht. Wir hatten zudem nie Probleme mit der INI beim Kampf. Auch beim Setting hatten wir nichts zu meckern. Kreijor wird ja von einigen als "inkonsistent" und "schlecht zusammengeklaut" beschimpft. Mag sein, uns war das Alles egal. Wir haben in Kreijor eher den Vorteil darin gesehen, dass man alle Arten von Abenteuern spielen kann- man muss eben nur das AB im entsprechenden Land ansiedeln. Das war uns viel wichtiger als ein "plausibles" Setting.
Nach einiger Zeit sind uns aber auch ein paar negative Punkte aufgefallen. Zum einen, waren die Vor-und Nachteile teilweise schlecht ausbalanciert-vom "Preis-Leistungsverhältnis her". Zum anderen hatten wir den Eindruck, dass manche Magieart in den unteren Leveln nicht wirklich brauchbare Zauber hat. Aber ansonsten gab es nicht viel zu meckern. :d
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