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Erst detect evil und dann totkloppen?

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bobibob bobsen:
@ Samael

aus dem SRD
[quoteChaotic Neutral, "Free Spirit"
A chaotic neutral character follows his whims. He is an individualist first and last. He values his own liberty but doesn’t strive to protect others’ freedom. He avoids authority, resents restrictions, and challenges traditions. A chaotic neutral character does not intentionally disrupt organizations as part of a campaign of anarchy. To do so, he would have to be motivated either by good (and a desire to liberate others) or evil (and a desire to make those different from himself suffer). A chaotic neutral character may be unpredictable, but his behavior is not totally random.
][/quote]

Deine Interpretation des CN kann ich im obigen Text nicht wiederfinden. Der CN Charakter wie er hier beschrieben wird ist ein Arsch; der Typ von Nebenan der jahrelang mitbekommt wie der Ehemann seine Frau und die Kinder verprügelt und nicht bei der Polizei anruft. Von Umständen oder Risiken kann ich in der SRD Beschreibung nichts finden er macht es einfach nicht. Er besitzt nicht die Motivation sich für das Gute (in meinem Beispiel die Befreihung der Gefangenen) oder das Böse (das Gefängnis anzünden) zu entscheiden. Wenn ihm jemand eine Belohnung anbietet wird er ihn vielleicht befreien. Für Verwandte (von denen er sich höchstwahrscheinlich längst losgesagt hat) und Freunde (die er nicht hat bis auf sich selbst) wird er keinen Finger rühren es sei denn er hat einen Vorteil dadurch. In einer Gruppe ist er Mister Unzuverlässig.

Du kannst natürlich CN für dich anders interpretieren mache ich in meinen Runden auch. Ich habe nur aufzeigen wollen was die offizille Auffassung zu CN ist.

Maarzan:

--- Zitat von: Der Oger am 26.08.2009 | 02:15 ---Paladine sind nicht nur an das Gute, sondern auch an das Rechtschaffene (also Gesetze und  allgemeine Sitten und Tabus) gebunden.

Wenn der Paladin grundlos einen Menschen, den er als böse entdeckt hat, angreift, dann ist das in meinen Augen eine chaotische Tat.

Kann er einen Grund vorweisen, so entscheidet die Verhältnismäßigkeit der Mittel - wenn er einen rechtschaffen bösen Bäckermeister smitet, der gerade seinen Lehrling wegen einer Nichtigkeit geohrfeigt hat, so ist das ebenfalls eine chaotische Tat.

Handelt es sich in einem Gewölbe um ein als böse entdecktes Monster oder Charakter, der sich zum Angriff bereit macht, hat er jedes Recht und die Pflicht, anzugreifen.

Eigentlich ganz einfach.

--- Ende Zitat ---

Typischerweise sind die Gesetze aber nicht unbedingt von unseren modernen politischen korrekten Leitsätzen inspiriert. Dazu kommt, dass eine Menge Flags gut/böse nicht grundlegender Natur sind, sondern ebenfalls geschmacksabhänig.
Es gibt Leute, die Gesetze gegen Kiffen, Vollgasheizen und Dreck entsorgen auch als böse Unterdrückung einstufen.

In dem Sinne ist ein Angriff nahezu nie grundlos. hier im Bsp. wird ggf. gegen einen Ausbeuter und Kindesmisshandler vorgegangen, was ggf. höher pingt als ein "böses" Wesen, welches irgendwo in seinem Bau Eindringlinge angreift. Verhältnismäßigkeit ist dann auch immer eine Frage der Ressourcen (die ein primitiven Gesellschaften eben nciht immer für ein 4* Gefängnis ausreichen).

Das Gesinnungssystem krankt hier an der bunten Mischung von modern-westlcihen und spielweltkulturadequaten Rechtsverständnissen. Entsprechend der Tatsachem das ich zum Erleben fremder Welten und Gesellschaften spiele, finde ich die ersteren fehl am Platze.

Was noch weiter fehlt ist selektive Gesinnung. Viele Leute sind nicht allen gegenüber Arschlöcher, sondern Teilgruppen gegenüber.

Ein alter Char von mir war wohl so ungefähr nb einzustufen, aber er war ein sehr beliebter Arbeitgeber und Gruppenkumpan. Seine Weltvorstellung unterteilt Leute in Feinde, Ressourcen und Besitz. Zu Besitz gehören alle Leute, mit denen er ein besser als neutrales Verhältnis hat und diesen und deren Angehörigen gegenüber zeigte er äußerste Hilfsbereitschaft und Generösität, was zu entsprechender Beliebtheit und Loyalität führte.





Tudor the Traveller:
Böse heißt nicht, dass  derjenige ein Arsch ist. Auch ein gutgesinnter Typ kann ein Arsch sein. Böse heißt nicht, unbeliebt zu sein. Es ist z.T. gerade das Erfolgsrezept der Bösen, dass sie einen auf "nett" machen.

Sashael:

--- Zitat von: bobibob bobsen am 26.08.2009 | 12:02 ---Der CN Charakter wie er hier beschrieben wird ist ein Arsch; der Typ von Nebenan der jahrelang mitbekommt wie der Ehemann seine Frau und die Kinder verprügelt und nicht bei der Polizei anruft. Von Umständen oder Risiken kann ich in der SRD Beschreibung nichts finden er macht es einfach nicht. Er besitzt nicht die Motivation sich für das Gute (in meinem Beispiel die Befreihung der Gefangenen) oder das Böse (das Gefängnis anzünden) zu entscheiden. Wenn ihm jemand eine Belohnung anbietet wird er ihn vielleicht befreien. Für Verwandte (von denen er sich höchstwahrscheinlich längst losgesagt hat) und Freunde (die er nicht hat bis auf sich selbst) wird er keinen Finger rühren es sei denn er hat einen Vorteil dadurch. In einer Gruppe ist er Mister Unzuverlässig.

--- Ende Zitat ---
Ein Char, der von der Machtbasis verordnete Gesetze als sinnloses Instrument der Unterdrückung ansieht ist Chaotisch.
Ein Char, der solange freundlich seinem Tagewerk nachgeht und hilft, bis jemand versucht, ihm oder seinen Freunden ans Bein zu pissen und dann mit rigoroser (unangemessener?) Gewalt zurückschlägt, ist weder eindeutig Gut noch Böse, sondern nach diesem System Neutral.

Der wäre dann CN. Und würde in deine obige Beschreibung nicht reinpassen.

Hab ich schon mal erwähnt, dass ich das Gesinnungssystem mit den zwei Achsen haltlos finde?  ::)

Wawoozle:

--- Zitat von: Sashael am 26.08.2009 | 13:51 ---Hab ich schon mal erwähnt, dass ich das Gesinnungssystem mit den zwei Achsen haltlos finde?  ::)

--- Ende Zitat ---

Ja und es ist immer noch quatsch.

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