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Erst detect evil und dann totkloppen?

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JohnBoy:

--- Zitat von: Stahlfaust am 24.08.2009 | 12:37 ---Es gibt aber auch Länder, die von bösen Tyrannen beherrscht werden. Jeder der sich in diesem Land aufhält, ist an die Gesetze dieses Landes gebunden. Deiner Aussage nach müsste sich der Paladin dann auch an die örtlichen Gesetze dieser Tyrannen halten, da er "Gesetze achtet".

--- Ende Zitat ---
Welchen Teil von "stellt diese aber nicht zwingend über Menschen" war irgendwie unklar? Natürlich würde er sie soweit beachten wie möglich, aber Sklavenfolter (nur als Bsp.) wäre eine Grenze. Generell hätte es "mein" Paladin schwer in einer Diktatur.

--- Zitat von: Tümpelritter am 24.08.2009 | 12:37 ---@ Stahlfaust
Aber durch fast jede Gesetzesordnun zieht sich die Grundvorstellung, dass man für begangene Verbrechen, nicht für böse Gedanken bestraft wird.

@WorldEater
Judge Dredd ist Lawful Neutral.

--- Ende Zitat ---
Dem stimme ich zu. Ich suche mal mein uraltes Regelwerk, da stand das -glaube ich- am schönsten formuliert.

Wolf Sturmklinge:

--- Zitat von: Ein am 24.08.2009 | 12:41 ---@JohnBoy
Doch, in D&D schon. Ein böser Charakter ist böse. Er tut böse Dinge. Er wiegelt schon im Kindergarten die anderen Kinder auf. Er ergötzt sich an Leid und Verderben. Er tut bewusst Dinge, die der Gesellschaft schaden. Selbst bei RB sucht der Böse alle Schlupflöcher in den Gesetzen heraus, um diese zu umgehen. Ein NB wird Unschludige ermorden, wenn es zu seinem Vorteil ist. Ein CB sogar einfach nur aus Spaß.

Böse sein ist in D&D nicht nur ein bißchen Emo, mit bedröppelter Miene und so. Böse sind Kommunisten und wenn man sie nicht aufhält, werden sie die Welt unterjochen und alle guten Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Wahrheit und das Recht sich zu verteidigen abschaffen.

Damit das nicht passiert, braucht man Helden. Helden wie den Paladin der mit seinem heiligen Schwert in feindliche Lager eindringt und die Usurpatoren ihrer gerechten Strafe zu führen. Aber die Gefahr lauert auch in der Heimat, wenn rechtschaffende Bürger von subversiven Elementen vom American Way of Life abgebracht werden. Auch hier muss der Paladin eingreifen, denn er ist ein in direkter Vertretung der RG-Götter unterwegs, eine Autorität, die in einer Fantasywelt nicht anzuzweifeln ist.
--- Ende Zitat ---
Das ist also Dein D&D. Gut zu wissen.

Judge Dredd ist Rechtschaffen Neutral, er bestraft nämlich nur nach Gesetzbuch, auch wenn das geändert wird (und zum Beispiel Folter erlaubt wäre).
Und John Rambo, ist auch nicht Rechtschaffen Gut. Er mag Rechtschaffen sein, da er sich verpflichtet fühlt, aber gut ist er nicht.
John McLane (Der Typ aus Die Hard) ist wohl eher Neutral oder Chaotisch Gut, da er sich nicht wirklich an die Regeln hält und zwar in keinem der 4 Filme.

Ein:
@Tümpelritter

--- Zitat ---Aber durch fast jede Gesetzesordnun zieht sich die Grundvorstellung, dass man für begangene Verbrechen, nicht für böse Gedanken bestraft wird.
--- Ende Zitat ---
Guck mal in den § 129 a Abs. 1 StGB.

Ein:
@Sturmklinge
Ich interpretiere das Gesinnungssystem auf die einzige Art und Weise wie es geht und das ist nach dem Pulp-Vorbildern, die die Vorlage für D&D bildeten. Genau diese Schwarz-Weiß-Malerei gibt dem Genre in Deutschland den Namen Trivialliteratur und kann auch in anderen trivialen Medien wie Comics (bsd. Superhelden~) oder Actionfilmen begutachtet werden.

Erst wenn man versucht mit irgendwelchen Echtwelt-Vergleichen an das Gesinnungssystem heranzugehen, dann stellen sich genau die Probleme ein, die viele mit ebd. System haben. Wobei die Einführung der zweiten Achse (R-N-C) natürlich nur umso mehr zu solchen Vergleichen reizt.

JohnBoy:
@ Ein: *Lacht* Wirklich wunderschön geschrieben. Ernsthaft. Mit deiner Skizzierung der Bösen hast du z.t. auch sehr recht. Nur sehe ich die Rolle des Paladins anders:

Er antwortet dem Bösen nicht auf gleicher Ebene, er lässt sich nicht zum Bösen herrab. Das was du beschreibst ist für mich der klassische Hexenjäger. "Ahh... da sind mehr Leute im Dorf böse als gut. Zünden wir vorsichtshalber mal alle an." Nein, das ist kein Paladin. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Gemäß eurer Statuten wirkt der Paladin DE auf den "bösen" Anwalt/Rechtsverdreher und schlägt ihn dafür tot. Das ist weder Rechtschaffend, noch Gut in meinen Augen.

--- Zitat ---Auch hier muss der Paladin eingreifen, denn er ist ein in direkter Vertretung der RG-Götter unterwegs, eine Autorität, die in einer Fantasywelt nicht anzuzweifeln ist.
--- Ende Zitat ---
Nimm als Beispiel die F.Realms. Da gibt es mehr Götter als Sand am Strand. Nur weil Paladinxyz der Meinung ist das der Anwalt sterben sollte, sieht der Paladinkönig von Tiefwasser das nicht zwingend ähnlich. In dem Fall würde er imho den Chaotischen Paladin sogar wegen Mordes belangen lassen.

--- Zitat von: § 129 a Abs. 1 StGB ---(1) Wer eine Vereinigung gründet...
--- Ende Zitat ---
Schon wieder: Tat. Nicht reiner Gedanke.

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