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Ich entwickle etwas nicht absolut neues, und nun ?

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Ein:
@carthinius
Mir fällt ehrlich gesagt gerade niemand ein, der ein erfolgreiches Rollenspiel-Produkt veröffentlicht hätte, der nicht vorher die Ochsentour (Fanzine, kleine Abenteuer, Supplements) gegangen ist oder bereits über eine solide Fanbasis verfügt hat. Selbst Thomas Römer ist soweit ich weiß über Artikel im AB zu DSA gekommen.

Abgesehen davon ist es ein Trugschluss, dass das vorherige nicht toll sein muss. Es widerspricht meist einfach nur den rationalen Überlegungen des Käufers 30+ Euro für die Katze im Sack auszugeben.

@tourist
Oder Jörg D. und sein Western-Spiel, das auch noch ein Layout von einer gewissen Dame hat, die sehr bekannt im deutschsprachigen Rollenspielbereich ist. Oder diverse US-Blogautoren, die mittlerweile eigene Publikationen auf dem Markt haben.

Tudor the Traveller:
Hmm, ich bin zwar kein BWLer oder anderweitiger Expere für Marktfähigkeit aber meine Ansicht ist anders:

Die bisher vorgeschlagenen Wege suchen durch NEUES nach freien Nieschen und vermeiden so Konkurrenz soweit es geht. Das ist EIN Weg. Man kann aber genauso gut voll in den Konkurrenzkampf gehen, ohne größere Innovationen. Natürlich muss man sich dann auch mit der Konkurrenz messen können. Aber ich denke, der RPG-Markt ist groß genug, dass auch Außenseiter-Projekte Chancen haben, wenn genug Leute darauf aufmerksam werden. Am Ende sind Geschmäcker verschieden und das "ähnlich-wie-DSA-aber-ein-bisschen-anders-Projekt" wird dort Anhänger finden, wo eben nach ähnlich-wie-DSA-aber-ein-bisschen-anders gesucht wird. Allein die zahlreichen gehausregelten Runden zeigen doch, dass es selbst bei den "großen" Systemen Optimierungsbedarf gibt. Da muss man ja nicht auf die nächste offizielle Edition hoffen, sondern nimmt die Sache selbst in die Hand.

carthoz:

--- Zitat von: Tourist am 25.09.2009 | 19:35 ---ich würde mal so behaupten dass Lord Verminards Bekanntheitsgrad (der ja davon kommt das er Vielposter ist) hier im Forum dazu führen wird dass sich Babaren besser verkaufen wird.

--- Ende Zitat ---
Möglich - allerdings würde ich eher darauf tippen, dass etliche einfach schon mal bei ihm probegespielt oder die Entwicklungsphase begleitet haben: so gesehen trifft das Preview-Element vermutlich schon eher zu als das Freebie-Argument bzw. das Sich-einen-Namen-machen-müssen. Vermutlich ist Vermis "Strahlkraft" außerhalb dieses Forums auch nicht so stark, dass jetzt allein dadurch "Barbaren!" verkauft werden kann; im Rollenspielladen um die Ecke wird das nicht ziehen, da muss das Produkt überzeugen (zumal Vermi ja offenbar darauf verzichtet, mit seinem Forennamen zu werben).


--- Zitat von: Ein am 25.09.2009 | 19:45 ---@carthinius
Mir fällt ehrlich gesagt gerade niemand ein, der ein erfolgreiches Rollenspiel-Produkt veröffentlicht hätte, der nicht vorher die Ochsentour (Fanzine, kleine Abenteuer, Supplements) gegangen ist oder bereits über eine solide Fanbasis verfügt hat. Selbst Thomas Römer ist soweit ich weiß über Artikel im AB zu DSA gekommen.

--- Ende Zitat ---
Vielleicht reden wir gerade aneinander vorbei, aber war nicht die Grundaussage, dass man erstmal kostenlos anfangen oder anderweitig auffallen muss, bevor man auf dem Markt mit eigenen Sachen Erfolg haben kann, erst recht, wenn die eigentlich nichts NeuesTM bieten? Da passt doch ein Thomas Römer gar nicht rein, oder bringt der grad sein eigenes Fantasy-Rollenspiel heraus?
Hätte Monte Cook nicht vorher haufenweise D&D gemacht, würde doch heute keine Sau seinen Dungeon-A-Day-Kram zur Kenntnis nehmen oder hätte Ptolus gekauft. Bei Greg Stolze sieht es ähnlich aus. Die kommen beide aus der "richtigen Wirtschaft" und nicht aus irgendeinem Forum oder Blog.


--- Zitat von: Ein am 25.09.2009 | 19:45 ---Oder Jörg D. und sein Western-Spiel, das auch noch ein Layout von einer gewissen Dame hat, die sehr bekannt im deutschsprachigen Rollenspielbereich ist. Oder diverse US-Blogautoren, die mittlerweile eigene Publikationen auf dem Markt haben.

--- Ende Zitat ---
Ich glaube allerdings auch, dass die professionelle Aufmachung heutzutage ein Muss ist, wenn man sich von der Konkurrenz abheben will - damit will ich nicht sagen, dass Western City oder Barbaren! nicht auch ohne laufen würden, aber ich denke, für den Markt ist das ein entscheidendes Merkmal, dass einen unbedarften Kunden durchaus auch auf ein Produkt aufmerksam machen kann. Wer heute ein klassisches Fantasy-Rollenspiel machen will, muss sich warm anziehen oder eben ranklotzen, was Inhalt, Aufmachung und Ausstattung angeht. Das gilt zwar eigentlich nur für den Markt - wer für die eigene Runde oder die Schublade schreibt, muss sich darum nicht kümmern. Aber ich gehe z.B. auch davon aus, dass ein Spiel wie Dungeonslayers auch viel Aufmerksamkeit daraus zieht, dass es eben größtenteils professionell und ansprechend aufgemacht daherkommt, obwohl es nur aus Gratis-PDFs besteht.

Ein:
@carthinius
Auch Stolze oder Cook wurden nicht als Level-40-Epic-Halfgods of Role-Playing Design geboren.

Monte Cook hat als schnöder Niemand bei ICEs Rolemaster angefangen und hat erst da die ersten Fans für sich gewinnen können. Und nur weil er diese Anerkennung bekommen hat, wurde er von TSR als Hauptautor für Planescape, seinem Einstieg bei D&D, angeworben.

Greg Stolze. Der hat anfangs Abenteuer für Over the Edge geschrieben, was zu seiner Zeit ein echtes Indie-RPG war. Hat bei Atlas Games ebenfalls an Feng Shui gearbeitet und ist vermutlich über diesen Umweg zu Legend of the Five Rings gekommen, das in den USA ein absoluter Hit war und immer noch ist. Parallel hat er bei Atlas Games, bei denen er zu dem zeitpunkt schon seit 5 Jahren Material veröffentlichte, Unknown Armies rausgebracht, das ebenfalls sehr erfolgreich war und erst in der Folge kam er zu White Wolf.

Ich persönlich bin der Meinung, dass nur diese kleinen Schritte langfristig einen Autoren etablieren können, aber dann klappt es auch mit den altbekannten Genres. Immerhin wäre es ja nicht so als wenn kein Schwein mehr D&D- oder DSA-Material kaufen würde.

carthoz:
@Ein.
Schon klar, dass die nicht als Szenegrößen auf die Welt kamen. Allerdings wusste ich ihren Lebenslauf bisher nicht en detail, also vielen Dank fürs Aufklären!

Vermutlich bin ich gerade zu müde, der Sache richtig folgen zu können. Was ich meine ist Folgendes: Beide haben sich erst erarbeiten müssen, dass sie "Gefolgschaft" haben, arbeiteten erst für andere (sowohl Systeme als auch Geldgeber) und scheinen jetzt zu einem Teil auf eigenen Beinen stehen zu können aufgrund ihres Rufs. Du sagst, das geht nur so. Gleichzeitig sagst du, dass man auch mit Blogs und Gratiskram die Leute dazu bringen kann, den eigenen Kram zu kaufen. Das passt ja aber eigentlich nicht, wenn man ja erst durch das "Ranhängen" an große Sachen sowas anständig aufbauen kann, oder? Oder meinst du Jörg und Vermi als Ausnahme von der Regel? Oder verstehe ich grad irgendwas überhaupt nicht?!

Vielen Dank schon mal im Vorfeld fürs Erleuchten, kann ich grad gebrauchen.  :-\

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