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Ich entwickle etwas nicht absolut neues, und nun ?
Zornhau:
--- Zitat von: Tourist am 25.09.2009 | 17:49 ---Natürlich kann ich, aber heißt dass das so ein Projekt automatisch zum Scheitern, zum "Nicht-Kommerziellen-Erfolg" verurteilt ist ?
Wie sind denn da die Erfahrungen mit Produkten die in den letzten Jahren rausgekommen sind ?
--- Ende Zitat ---
Also ganz aktuell ist Barbarians of Lemuria ein Spiel, das immer beliebter wird, das seine ersten Erweiterungen gegenüber der rein auf Sword&Sorcery bezogenen ursprünglichen Ausrichtung bereits als PRODUKTE auf dem Markt hat (und zwar gleich von Lizenznehmern!).
Und BoL ist wirklich NICHTS NEUES.
Es basiert auf Ideen (aber überhaupt nicht auf der Regelbasis) alter Rollenspiele wie OD&D, hat einen Schuß Risus drin, klaut bei Spielwelt(en) massiv bei Romanvorlagen, Comic-Serien, Zeichentrick-Serien und Filmen, und haut einen regeltechnisch (2W6 + Attribut + Kampffertigkeit/Laufbahn über Zielwert 9) nicht vom Hocker.
Und doch hat es eine stetig wachsende Fangemeinde.
Wieso?
Weil hier DIE MISCHUNG STIMMT.
Und weil das Spiel selbst SYMPATHISCH geschrieben ist, weil der Autor sich nicht über den Leser (Spielleiter/Spieler) stellt, sondern ebenfalls SYMPATHISCH rüberkommt, und weil es halt so einfach ist, daß man es beim ersten Lesen versteht und gleich spielen kann. Zur jeweiligen Spielwelt bekommt man sowieso gleich den Bezug, weil diese Sword&Sorcery-Welten (und aktuell ja auch Post-Apokalypse-Welten, sowie Spionage-Thriller-Settings) einfach wie die Klischees für die Charaktere eben auch auf GÄNGIGEN Versatzstücken aufsetzen.
Die MISCHUNG stimmt bei BoL.
Das bedeutet aber natürlich NICHT, daß man mit einem beliebigen "Eintopf"-Rollenspiel gleich auch ein geschätztes Produkt abliefert. - Es ist sogar so, daß die MEISTEN derartigen "Eintöpfe" eben leider sehr langweilig, uninteressant und - vor allem - anderswo schon SCHMACKHAFTER dargeboten wurden.
Tourist:
Könnte bei Babarians of Lemura
Eins Argument greifen dass
es ein OOP Produkt ersetzt ?
Viele Spiele neigen ja dazu immer komplexer/anders(D&D4 z.B.) zu werden und ob es noch viele S&S Settings gibt weiß ich nicht
(sind aber reine Spekulationen, kein Gebiet auf dem ich auch nur ansatzweise firm bin).
Sonst ist das wohl Pyromancers Argument: "Jemand hat es besser gemacht als das was bisher auf dem Markt war"
Danke für den Post und das Beispiel
Wer häts gedacht (ich z.B. ;) ) meine Theorie ist nicht immer korrekt.
Mentor:
@ neues System:
Ich glaube, Quantensprünge sind kaum mehr möglich, weder bei Settings noch bei Regeln. Neuerungen und gute Ideen wirds weiterhin geben, aber halt im Kleinen. Hie und da sammeln sich genug der Ideen an, um kombiniert dem Außenstehenden eine "Neuheit" zu suggerieren.
Ist in der Wissenschaft auch nicht viel anders. Die für Außenstehende oder TV-Reporter bahnbrechenden Errungenschaften sind häufig die Konsequenz aus vielen kleinen Veröffentlichungen mit kleinen Fortschritten, die viele Beobachter schon haben kommen sehen. Nur dass sich halt ein paar wenige die Arbeit machen mussten, das konsequent durchzuziehen.
So sehe ich das auch bei den RPGs.
@ neues Setting:
Das ist glaub ich ähnlich gelagert wie die Film/Buch/Musikindustrie Für die Gelegenheitsschauer/leser/hörer scheint es gut genug zu sein, die alten Platzhirsche alle 10 bis 15 Jahre neu zu verpacken. Dann ist eben eine neue Generation da, die davon irgendwie mal was gehört hat, aber das noch nicht wirklich kennt. Die Themen dazwischen, die originell oder zumindest nicht so ausgelutscht sind, sind zu spezifisch, um einer breiten Masse zu gefallen, weshalb sich scheinbar mehr Kritiker als Gönner finden.
Für beide Fälle gilt: wer keine negative Kritik lesen möchte, und jedes "das ist ultrackacke" persönlich nimmt, sollte lieber nix in einem Forum vorstellen. Das kommt, unabhängig davon ob es berechtigt ist oder nicht ;)
Ein:
@Tourist
Es geht nicht um das Proklamieren, sondern um das Leisten, denn anders als immer wieder behauptet macht eine hübsche Verpackung kein gutes Produkt.
Zur Kritik. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass die Zeit, die man mit dem Lesen von irrelevanter, hysterischer Kritik verplempert lieber produktiv nutzen sollte.
Daher gibt es z.B. von mir keinen Vorstellungs-/Kritikthread zu Shin Makai Metempsychosis, obwohl es frei verfügbar ist, also theoretisch im öffentlichen Raum entsteht, ich stelle es aber nicht zur Diskussion. Genau genommen steht es nicht einmal zur Diskussion. Denn der entscheidende Punkt ist schlicht: Der Großteil der geäußerten Kritik ist nicht konstruktiv.
Daher spreche ich für konstruktive Kritik ich lieber direkt gezielt Leute an, die mir als kompetent und feedbackfähig bekannt sind.
Tourist:
@Mentor
--- Zitat ---Die Themen dazwischen, die originell oder zumindest nicht so ausgelutscht sind, sind zu spezifisch, um einer breiten Masse zu gefallen, weshalb sich scheinbar mehr Kritiker als Gönner finden.
--- Ende Zitat ---
Heißt dass das deiner Meinung Nach Themen die nicht "mainstream" sind, keinen Erfolg haben können ?
@Ein
Verstehe,
das Problem ist denke ich dass man erst nach dem Kauf und lesen des Buches weiß ob der Autor das Genre umdenkt bzw. vertieft. Also kauft man doch irgendwie die Katze im Sack.
Edit: Offensichtliches Zeug gelöscht:
Sehen denn viele Leute das genauso wie Ein, ist das Vorstellen halbfertiger Systeme ein Fehler ? (drastisch ausgedrückt, ich will Ein keine Worte in den Mund legen)
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