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Lodland - gibt's das noch?
Waldviech:
Ich bin gerade am Überlegen, ob man statt die Kontinente praktisch unbewohnbar zu machen, nicht besser ein Szenario im Stil von "Agent Aika" oder einem moderaten "Waterworld" bauen sollte. Die Erderwärmung hat stattgefunden, die Polkappen sind geschmolzen, etliche Katastrophen haben das 21. Jahrhundert zu einem echt fiesen Zeitalter werden lassen, doch nun - 100 Jahre später -hat sich die Lage beruhigt. Die Menschheit hat´s überstanden und ist wider Erwarten NICHT komplett den Bach runtergegangen. Statt einem unserer geliebten neomittelalterlichen Endzeitsettings haben wir eine Welt, in der sich die Menschheit nach einer fiesen Dunkelphase wieder im Aufschwung befindet. Neuartige Unterwassertechnologie wird von den verschiedenen Nationen dazu benutzt, den Meeresboden zu kolonisieren, in den überschwemmten Gebieten Artefakte zu bergen oder Rohstoffe zu gewinnen. Trotz des Umstandes, daß die Welt nicht sonderlich dystopisch ist (Großmächte wie die kosmopolitische Euro-Islamische Union, Groß-Ozeanien, Brasilia oder Neo-Japan sind recht angenehme Orte zum Leben), gibt es doch einiges an Konfliktpotential. Natürlich gibt es die obligatorischen bösen Konzerne, Piraten, Spione, genmanipulierte Siedler am Meeresgrund, internationale Konflikte, gefährliche Überreste von sinistren Forschungsprojekten aus dem düsteren 21. Jahrhundert.....
--- Zitat ---Beim nochmal drüber nachdenken: Was finden Anarchisten eigentlich so toll an U-Booten?
--- Ende Zitat ---
Man kann dorthin abtauchen, wo keine Staatsmacht was zu melden hat. ;D
Woodman:
Für mehr Inspiration empfehle ich nochmal Daphne in the Brilliant Blue ähnliches Setting wie Agent Aika, blos weniger Land soweit ich das einschätzen kann, und natürlich Plastic Little. Dann wissen wir auch schon wie wir das teil an den Mann bringen, spärlich bekleidete, junge und attraktive Damen in rauen Mengen ;)
Das könnte richtig rocken wenn man das Konflikpotential so wählt, das man zwar immer was zu erleben hat, aber gleichzeitig keine riesigen Weltumspannenden Kriege ausbrechen.
Waldviech:
Danke für den Link ! Das passt natürlich auch prima !
--- Zitat ---Das könnte richtig rocken wenn man das Konflikpotential so wählt, das man zwar immer was zu erleben hat, aber gleichzeitig keine riesigen Weltumspannenden Kriege ausbrechen.
--- Ende Zitat ---
Um das zu erreichen, würde ich den Fokus auf Piraterie, Verbrechersyndikate, Industriespionage, Verschwörungen mit genetisch geschaffenen Psi-Mutanten usw. wählen. Der Aufhänger wäre, daß die Großmächte sich auf Regierungsebene zwar alle vergleichsweise grün sind und nach langer Dunkelheit ein neues Zeitalter globalen Friedens anbricht, die Staaten in durch die ganzen Katastrophen des schwarzen 21. Jahrhunderts aber an Macht eingebüßt haben. Viele Teile der Unterwasserkolonisation liegen in der Hand privater Gruppen und gehen vergleichsweise planlos ab. Die zentralen Metropolen und das Kernland der neuen Großmächte mag ruhig und friedlich sein, aber unten/draußen an der nassen Frontier geht die Post ab, denn die Regierungen haben kaum die Möglichkeit, die Ozeane umfassend zu überwachen. Die Spieler könnten als Schmuggler, Piraten, Marinesoldaten, illegale Artefaktsucher, Prospektoren, Regierungsagenten, Kolonialmarshals usw. tätig werden - mit viel Spannung und Action und ohne das jede zweite Spielsession zwanghaft die Welt am Abgrund stehen muss....
Edit:
Petshop-Hunter für neues, mutiertes Meeresgetier muss natürlich auch noch eine Spieloption sein ;D
Woodman:
Nereids, die Firme für die die Protagonisten in Daphne arbeiten wird wenn ich mich recht entsinne dort zwar als Detektei bezeichnet, teilweise sind die aber auch eher mit Kopfgeldjagd beschäftigt. Wenn man das ein wenig mehr ausbaut, wie bei Hyperpolice mit den privaten Polizei Agenturen, würde das prima zu den Großmächten passen, die außerhalb ihrerer Landmassen keine Kontrolle mehr haben. Und private Sicherheitsfirmen, die Geleitschutz für Konvois anbieten würden bei starker Piraterie auch Sinn ergeben.
Waldviech:
Genau sowas ! Dazu muss natürlich der Unterwasser- oder überhaupt der Wasseraspekt noch wesentlich stärker betont werden als bei Lodland. Deswegen bin ich auch für eine Welt über Wasser - mit Tankern, Luxuskreuzern, Torpedobooten, usw. Viel davon natürlich tauchfähig, aber dennoch alles sehr maritim ! Die Unterwasserszenerie einfach als "Weltraum in Feucht" zu nehmen, ist imho Verschwendung. Natürlich werden die Charaktere schwimmen müssen, oder Stürmen trotzen, sich mit mutierten Viechern in phantastisch-bunten Korallenriffen herumschlagen, im Taucheranzug versunkene Küstenstädte untersuchen oder sich in Seefahrerkneipen unter Palmen an der tropischen Küste Südenglands (Erderwärmung macht´s möglich) mit einer Nazisurfer-Gang eine Kneipenschlägerei liefern. Also mehr weiter Ozean und blaues Nass und weniger Stahlsarg und eingeengte Habitatsödniss.....
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