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Lodland - gibt's das noch?

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Waldviech:

--- Zitat ---oh gott, bitte kein Cocktail schlürfen auf Hawaii. Für den völligen Absturz dann im Animestil. Am besten mit Pantyshots, is'klar. Und die Oktopustentakel kann man sicher auch noch unterbringen
--- Ende Zitat ---
Hey, du hast es erfasst  ;D. Pantyshots ! Glotzaugen ! Tentakelmonster !  ;D ;D

Ne, mal im Ernst: ich denke, du hast den "Fokus" gerade etwas fehlverstanden. Die Animes waren lediglich Beispiele, wie die Weltgrundlage aussehen könnte. Düster und dreckig darf es natürlich auch gerne geben, aber der entscheidende Punkt ist: Nicht nur ! Das wird nämlich irgendwann leidlich eintönig. Wo liegt der Unterschied zwischen düsterdreckigen Raumschiffen, U-Booten, Raumkolonien, Unterwasserkolonien usw, wenn sie alle gleich dystopisch-cyberpunkig-abgefuckt aussehen ? Ich mag düster-dreckig auch sehr gerne - nur gibt es das in allen nur erdenklichen Varianten im Dutzend billiger. Der Hintergedanke war, es eben mal etwas vom dreckig-depressiven abzuheben. Und warum nicht ein gepflegtes Hawaifeeling hier und dort ? Da kann es auch Drogendealer, Trickbetrüger und Attentäter geben....dafür muss nicht gleich die ganze Welt am Arsch sein M)

Falcon:
Ja, so hatte ich das auch erst verstanden und wollts auch gar nicht schreiben, bis zu diesem Kommentar

--- Zitat ---Da würde mir tatsächlich dieser Anime/Manga-Waterworld-Einschlag deutlich besser gefallen
--- Ende Zitat ---

naja evt. könnte man es ja nach Klimazone variieren, damit Abwechslung reinkommt (Eismeer, Archipele , wie in einer Fantasywelt eben) aber nach 100m Tiefe siehts im Grunde überall gleich aus. Wer also sowieso nicht unter Wasser spielen will und weisse Strände bastelt, sollte sich eh überlegen ob das Genre so das Richtige ist.
Denn eine Maritime Welt (im Gegensatz zur Unterwasserwelt) ist schon ein gutes Stück weg vom Lodlandgedanken.

Eulenspiegel:
Hier mal ein paar Setttings, die imho eine sehr gut gelungene Wasserwelt präsentieren:
- Schleichfahrt (nur der erste Teil)
- BioShock
- Waterworld


Also mir hat damals das Computerspiel "Schleichfahrt" sehr gefallen, das ja vom Setting her sehr ähnlich mit LodlanD war. (Vom Nachfolger Aquanox reden wir lieber nicht. Der war schlecht.)

Das Problem ist, dass "wir sind unter Wasser" weder ein Genre noch eine Core-Story ist. Und das Problem von LodlanD ist, dass es als Genre Hard-SF genommen hat (was vielen RPGlern missfällt) und keinerlei Core-Story besitzt.

Ein Unterwasser-Setting kann grundsätzlich sehr viel Spaß machen. Man muss ich halt nur zwei Sachen überlegen: "Was für ein Genre will ich unter Wasser spielen?" und "Was ist meine Core-Story?"

Beim Genre ist grundsätzlich alles möglich:
- Hard-SF
- Mystery
- klaustrophobischer Horror
- Western (ja, Firefly hat uns bewiesen, dass man das Western-Genre auch in ein Science-Fiction Setting packen kann.)
- Cyberpunk
- Postapokalypse

Ein:
@waldviech
Ich denke der entscheidende Punkt wurde schon genannt:

--- Zitat ---Also mehr weiter Ozean und blaues Nass und weniger Stahlsarg und eingeengte Habitatsödniss.....
--- Ende Zitat ---

Ich deinen Ansatz schon okay, aber ich weiß auch nicht, warum das immer alles so finster sein muss. Warum überhaupt die große Katastrophe mit der großen Verrohung der Zivilisation (hallo, dt. Geschichtsunterricht)? Warum nicht mal einfach ein locker flockiges (submarine) SciFi-Setting mit Sense of Wonder, Hulatanz und Südseeschönheit? Ein Setting, das sich selbst nicht so ernst nimmt? Ein Setting, dass nicht nach dem großen Knall ansetzt, sondern einfach weiterspinnt, was gerade auf der Welt los ist, ohne dabei in Emo-Allüren in Grau-Grau zu versinken? Ja, dann steigt der Meeresspiegel halt um 25cm, was solls so lange noch genug Strand übrig ist, um nach einem erfolgreichen Abenteuer eine Strandparty zu werfen?

@eulenspiegel
Das mit dem Western und dem SciFi ist schon seit den 1920ern bekannt, aber schon gut. Ja, das geht sehr gut. Meine Travellerrunde ist z.B. 70er-TV-Serien Space Western. Und ich glaube, dass sich das ganze auch sehr gut unter Wasser transportieren lassen würde. Nur halt mit Meeresgräben statt unerforschten Systemen, Bananenplantagen statt Rinderfarmen und Hulaparties statt Country-Club-Empfängen.

Waldviech:

--- Zitat ---eine Maritime Welt (im Gegensatz zur Unterwasserwelt) ist schon ein gutes Stück weg vom Lodlandgedanken.
--- Ende Zitat ---

Stimmt - wundert allerdings auch nicht, denn der Lodlandgedanke wird ja praktisch überarbeitet  ;D.

Was die Corestory anbelangt, würde ich sie beim bisherigen "Maritimen Entwurf" (der "Agent Aika Welt"  ;D) wie folgt definieren wollen:

- Western: im Sinne von "Der Meeresboden ist die New-Frontier"
- Mysterie: im Sinne von Krimiplot, Mafiaverschwörungen und Gangster jagen
- Hard-SF: Das Ganze sollte weitgehend auf dem Teppich bleiben und keinen übermäßig mystischen Mumbo-Jumbo beinhalten. Voodootaschenspieler oder PSI in Maßen ist tragbar, aber mehr wirklich nicht.
- Postapokalypse: im Sinne von "Die Menschheit hat eine globale Katastrophe von gigantischem Ausmaß überlebt und man kann in Ruinen Artefakte mitgehen lassen"
- NICHT Postapokalypse: im Sinne von "Wir ziehen uns dreckige Lederklamotten an, piercen uns bis der Arzt kommt und hauen uns stacheldrahtumwickelte Zaunlatten vor die Schnauze"
- Eco-Thriller: Die Natur hat sich nach der Klimaerwärmung und dem Einsatz von Biowaffen durchaus verändert.
- Eine Art "Post-Cyberpunk": Sozusagen Cyberpunk ohne allzuviel Punk....die Technologie ist zwar teilweise da, hat aber nicht zu der dystopischen Hölle geführt, wie sie in Gibsons Romanen geschildert werden. (Vielleicht war die Welt das vor der Polschmelze mal, aber die Dinge sehen nun etwas heller aus)


--- Zitat ---Ein Setting, dass nicht nach dem großen Knall ansetzt, sondern einfach weiterspinnt,
--- Ende Zitat ---
Guter Punkt - die Idee war ja, das 21. Jahrhundert als "Dunkles Zeitalter" zwischenzuschieben, in dem das Klima gekippt ist und die Pole schmolzen. Was wäre, wenn man das beibehält, aber der Große Knall durch eine nationenübergreifende Zusammenarbeit der Menschheit praktisch verhindert wurde - man hatte Naturkatastrophen, Seuchen, Kriege um Rohstoffe, riesige Slums und Miststände aller Art....und schaffte es ausnahmsweise mal, die Notbremse zu ziehen ? Ja, die Menschen sind weniger geworden, die Pole sind geschmolzen und die Klimaerwährmung hat stattgefunden, aber: HEY ! Es hätte schlimmer kommen können ! Die Menschheit ist noch da, nicht verblödet und es geht ihr eigentlich wieder sehr gut, nachdem das Licht am Ende des Tunnels erreicht ist.

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