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A Song of Ice and Fire 5: A Dance with Dragons

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scrandy:
Ich hab das Buch auch gerade durch und ich muss sagen: Ich bin verdammt sauer!

Details mit Spoilern im Spoilerblock.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich habe das Buch zu beginn durchaus begeistert gelesen, fand die Grundidee des Plots auch klasse und war begeistert wie Martin all diese viele Höhepunkte aufzubauen schien (Kampf um Mereen, Stanis bei Winterfell, wie wirkt Davos auf das ganze ein, was tut Theon bei einer möglichen Belagerung, wer ist als erster bei Daeneris und wie passen die Gesandten zusammen). Und dann war ich absolut enttäuscht weil sich absolut keiner der sich anbahnenden Höhepunkte ergab und sich irgendwie absolut nichts in der Story tat. Selbst die Versprochene "Auflösung" von ein paar Cliffhangern aus dem Vorband fand nicht statt. Cercei lebt immer noch bzw. wurde vor der Verhandlung im Status quo belassen. Arya ist zwar einer meiner Lieblingscharaktere aber ihr Plot hat absolut keine Relevanz. Warum hat man sie nicht zum Beispiel zu Cercei geschickt um sie umzubringen. Am besten noch kurz nachdem Cercei freigesprochen wurde. Warum kommt Tyrion nicht endlich bei Daeneris an und wird Hand of the Queen. Und warum verdammt noch mal wird Jon Snow in einer absolut undramatischen irrelevanten Szene wahrscheinlich getötet. Muss man denn wirklich alle Helden töten. Bei Ned war das ja noch ein interessantes Überraschungsmoment aber bei Snow macht das schlicht keinen Spaß.

Ich weiß echt nicht, ob ich das nächste Buch noch lesen werde. Wahrscheinlich lese ich mir da nur die Zusammenfassung in der Wikipedia durch. Das dürfte reichen wenn Martin so weiter macht.

Aus meiner Sicht liegt der größte Fehler aber nicht bei Martin, sondern bei dem Verlag bzw. bei seinem Editor. Weil dieser froh war, dass Martin überhaupt mal fertig war, hat er seine Arbeit nicht gemacht und berechtigte Kritik nicht angebracht. Wäre Martin ein unbekannter Autor, dann wäre das Buch nicht veröffentlicht worden.

1.) Die Viewpoints haben ein überschaubares Maß überschritten (insbesondere weil er sie immer umbenennt)
2.) Manche Viewpoints werden nur aufrechterhalten weil Martin die Charaktere so mag und nicht weil sie etwas beitragen
3.) Bedeutende Entscheidungen (Mereen, Stanis in Winterfell, was passiert mit Bran im Norden) in der Geschichte werden regelrecht hinausgezögert (als wüsste der Autor einfach noch nicht, was er mit ihnen machen soll)
4.) Bei einem Veröffentlichungszyklus von 6 Jahren überhaupt Cliffhanger zu machen ist eigentlich schon unfair gegenüber den Lesern, quasi absolut nichts aufzulösen ist eine absolute Frechheit

Ich kann einfach nicht verstehen wie man einen 1000 Seiten Schinken ohne Höhepunkt und ohne Auflösungen vom Verlag her durchwinken kann.

Ich hoffe die Korrigieren diese Fehler, wenn die Fernsehserie an die entsprechende Stelle kommt. Da kann man ja wenigstens Höhepunkte und Cliffhanger eine Staffel nach vorne verschieben. Denn ich glaube nicht das Fernsehzuschauer so ein Hinhalten verzeihen würden.

Bad Horse:
@Scrandy:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Naja, das mit Jon Snow hat sich ja angekündigt - Melisandre hat ihn mehrfach davor gewarnt, und ich fand es vollkommen klar, dass seine konservativen Mitbrüder seinen Wildling-Kuschelkurs nicht mitfahren.
Dass das jetzt nicht in einem Riesenkampf endet, sondern in einem Attentat, fand ich auch nicht so undramatisch.

...aber natürlich wurde auch hier ein Handlungsstrang wieder in der Luft hängen gelassen. Wäre ja auch zuviel gewesen, wenn Jon mal Infos über die komischen Others herausbekommen hätte. :P

scrandy:
@Bad Horse
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die Warnungen von Melisandre hatte ich als Fehler interpretiert. Ich hatte vermutet sie hätte Bran gesehen in mitten der Toten. Sie hatte ja schließlich nur von Wolf und Totenköpfen geredet. Aber das war wohl scheinbar ein Roter Hering.

Die Idee des Attentats und insbesondere Jons möglicher Tod war aus meiner Sicht nur besonders schlimm, weil das der aus meiner Sicht interessanteste Story-Strang war: Eben weil nicht klar ist, wie das denn alles funktionieren soll mit den unterschiedlichen kulturen usw.. Jetzt wird das wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass die Night-Watch überrannt wird Mence Raider irgendwann zurück kommt und faktisch den Krieg gewonnen hat. Finde ich ehrlich gesagt totlangweilig.

Aber es ist ja nicht nur das: Die "Belagerung von Winterfell" wurde ja auch in keiner Hinsicht "entschieden". Weder bezüglich Theon+Schwester noch Bezüglich White Harbours noch bezüglich Stanis und seinem neuen Bank-Freund.

Das ganze Buch ist eben extrem unbefriedigend. Wenn der Anfang ja wenigstens schon schlecht gewesen wäre, dann hätte man es weglegen können. Aber die letzten paar Kapitel zu lesen und zu wissen das rein vom Seitenverhältnis her nichts relevantes mehr kommen kann, fand ich einfach nur ätzend. Da hat jede Landschaftsbeschreibung und jeder unnötige Dialog einfach weh getan, weil man wusste, dass stattdessen die Story offen gelassen werden würde.

Samael:
Scrandy, BadHorse
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich sehe das Ähnlich wie ihr zwei. Zunächst war ich euphorisch - endlich wieder ASOIAF wie ich es aus den ersten drei Büchern kannte. Wenn ich auch regelmäßig über die ständigen Vulgarismen, die insgesamt an Frauenfeindlichkeit grenzende Rolle der weiblichen Charaktere und Nebencharaktere im Buch und einige stilstische Aspekte* gestolpert bin. Aber das hatte ich erwartet. Jetzt aber KEINE der aufgebauten Erwartungshaltungen zu erfüllen, grenzt an Sadismus oder literarischer Unfähigkeit. Was ist denn jetzt insgesamt passiert in den letzten beiden Büchern? Das könnte man auf einer halben Seite zusammenfassen. In diesem Buch sind einige Leute von A nach B gereist, gestorben oder gedemütigt worden (wie ekelhaft war bitte die Buße-Szene mit Cersei?). Im "Game of Thrones" stehen die Dinge im Wesentlichen noch auf Ende Buch 3. Zum Kotzen.


*wroth statt wrath, "charred on the outside, bloody red on the inside" zur Beschreibung einer Mahlzeiht kommt sicher 4-5x vor, sowieso die ständige ausufernde Beschreibung von dem was die Leute essen....

Azzu:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Bezeichnend für die Handlungsarmut des Buches finde ich das letzte Kapitel vor dem Epilog - Inhaltsangabe: Dany geht kacken!  ~;D

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