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A Song of Ice and Fire 5: A Dance with Dragons

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Grimnir:
Die Karte ist jetzt neu verlinkt:
http://www.fanboy.com/2011/07/the-wheres-waldo-of-westeros-maps.html

Natürlich auch wieder Feast-for-Crows-Spoiler:

Ja, damit hat korknadel genau das getroffen, was ich vergessen habe. Gerade das Kingsmoot und den sich abzeichnenden Bruderkonflikt zwischen Aeron, Euron und Victarion fand ich spannend. Auch die Entwicklung der beiden Stark-Töchter fand ich deutlicher als in den letzten Bänden: Beide werden proaktiver, in verschiedene Richtungen. Sansa beginnt das Game of Thrones zu spielen, und Aryas Pfad wird klar, sie wird Täterin, nachdem sie davor zwei Bände lang hauptsächlich Opfer war (gut, von ihrer "Geist von Harrenhal"-Rolle abgesehen). Außerdem, nicht zu vergessen: Endlich spielt Dorne mit, und die Entwicklung finde ich schon interessant.

Es grüßt
Grimnir

scrandy:
(Enthält Crows-Spoiler)

Ok, ich kann das jetzt glaube ich besser verstehen.

Ich glaube das große Problem ist, dass Martin in den ersten drei Büchern sowohl die "Weltentdecker" wie dich bedient als auch die "Dramatiker" die gerne völlig genre-untypische schockierende Entwicklungen sehen wollen. Aber auch die Anhänger der Heldengeschichte kommen eben nicht zu kurz. Denn auch wenn die klassischen Helden wie Ned, Tyrion (zu seiner Zeit als Hand) und Jon irgendwann sicherlich abgesägt werden (und wurden) so bekommt man doch in Band 1-3 eine ordentliche Zeit in denen sie Heldenhaft sich durch ihre persönliche "Queste" schlagen dürfen.

In Band 4 und 5 scheint dies nicht mehr der Fall zu sein:

Weder Brienne ist heldenhaft erfolgreich, noch Sam, noch Arya und Cersei und Jamie schon mal gar nicht. Das bedeutet das die "Helden"-Fraktion unter den Lesern leer ausging und sich mit anderen Aspekten begnügen mussten.

Und ich denke das ist auch mein Persönliches Problem mit den letzten beiden Büchern: Ich habe zwar auch gerne das Genre-untypische oder die Weltdetails, aber ich brauche trotzdem unbedingt einen Plot mit mindestens einem Höhepunkt für eine der wichtigen Hauptpersonen. Auch wenn diese im Epilog dann scheitern (wie Tyrion nach der großen Schlacht), so hätte ich trotzdem gerne einen Moment des "Kampfes" (im übertragenen Sinne) in dem der liebgewordene Charakter seine Fähigkeiten einsetzen darf und eine Chance auf Erfolg hat.

Wenn jeder Charakter (wie in der Realität ja auch) durch beliebige Zufälle sterben kann und seine Fähigkeiten, seinen Grips usw. nicht bis zu seinen persönlichen Grenzen ausreizen darf, dann ist das für mich leider ein Stück zu viel Realismus und eine Grenze zu viel, die überschritten wurde.

Ich denke die Mischung macht es. Denn ich glaube nicht, dass allzu viele Leser Lust darauf haben noch 2-3 Bände über den Untergang von Westeros zu lesen. Denn realistischerweise muss das das Reihenende sein, wenn man die bisherigen Entwicklungen berücksichtigt. Denn:

"Winter is coming, but nobody seems to care ..."

Noch eine wunderbare Karte (übrigens auch nett als Poster an der Wand):

http://gamesofthrones.com/wp-content/uploads/2011/06/WesterosMap.jpg

korknadel:
Das mit der Heldenhaftigkeit hast Du sehr treffend analysiert, ja. Wenn die Krähen Feste feiern, glänzt eben niemand mehr, sondern es bleibt alles und jeder eklig und gemein.

Wobei ich so Heldenhaftigkeiten im Kleinen, zum Beispiel bei Sansa schon auch herrlich finde.

Und ein schönes Beispiel dafür in "Dance" (aus dem Teil, den ich schon gelesen habe):
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Jon wächst ja quasi zu Beginn schon zum Helden, wenn er die Rebellion von janos Slynt auf eine Art und Weise niederwirft, die man so nicht erwartet hätte. Das alleine hat mir schon gefallen. Dazu kommt aber dieser grandiose Sumpf, auf dem das passiert: Handelt Jon hier tatsächlich als strahlender Commander? Oder ist das nicht bloß ein Racheakt wegen dem Tod seines Vaters in Kings Landing? Solche Dinge setzen sich ja fort, fast keine Figur hat so etwas wie eine reine Weste, sondern wird vielmehr immer tiefer nicht nur in äußere Wirren verstrickt, sondern auch in innere. Je näher der Winter rückt, desto mehr Mord haben die Protagonisten im Herzen, scheint es. Sehr hübsch.

Tjorne:
Ich bin jetzt etwas mehr als halb mit DANCE durch.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Muss sagen, auch ich würde mir hier und  da ein wenig mehr Heldentum wünschen, und sei es nur als Kontrast zur dreckigen "wirklichkeit", die Martin mMn hervorragend darstellt.

Persönliche Highlights bisher:
Jon. Fast alles mit ihm.
Theon. Vielleicht ein bisschen viel des "Guten" am Anfang, aber sonst eine gute Darstellung.
Bloodraven. Ich hab mich einfach gefreut, als der auftauchte.

Was man hätte (deutlich) kürzen können:
Daenerys. Solange da nix passiert, hätten es auch halb so viele Kapitel getan. Auch schade dass der hochgerühmte Ser Barristan so gar nichts macht außer rumstehen.
Quentyn. Dasselbe, gefühlt halb so viele Kapitel hätten es auch getan.

Grimnir:
Hey Tjorne,

könntest Du das bitte noch in einen Spoiler-Tag packen? Ich bin zwar auch schon so weit, das gilt aber nicht für jeden hier, und bis jetzt hat das ja wunderbar mit den Spoilern geklappt.

Ist zwar nicht viel, was Du schreibst, aber allein die Erwähnung
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Bloodravenskönnte schon den entsprechenden Überraschungsmoment verderben.

Danke & Grüße
Grimnir

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